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Havelland Abrissbagger an der Europaschule
Lokales Havelland Abrissbagger an der Europaschule
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15:25 23.07.2013
Der Arm des Baggers greift zu. Der Heizraum und die Küche sind die einzigen Räume im Gebäude, die gemauert wurden, alle anderen sind aus Holz. Im Hintergrund: die Stadtbibliothek. Quelle: Konrad Radon
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Falkensee

Einzig die Kinderbilder, die in einem Klassenzimmer noch an der Wand hängen, erinnern daran, dass die rot gestrichene Holzbaracke einmal eine Schule war. Ansonsten ist alles aus dem Gebäudeteil "C" der alten Falkenseer Europaschule Am Gutspark ausgeräumt. Tische, Stühle und der Linoleumboden liegen schon in den Containern, der Abrisstrupp hat sie Ende der vergangenen Woche aus dem uralten Gebäude geräumt. Auch die Isolierung der Rohre, das Glas in den Fensterrahmen und die Dämmung der Decken,"das haben wir alles bereits rausgerissen, damit die Baracke so leer ist, dass der Bagger sie ohne Probleme abreißen kann", sagt Lutz Klawun, der Vorarbeiter der Abrissfirma.

Unter dem Heizraum hat die Firma einen eineinhalb Meter tiefer Keller gefunden. Klawun hat zwar die Pläne des Gebäudes, doch ob darin alles verzeichnet ist, was in den ganzen Jahrzehnten an der Baracke gemacht wurde, steht da nicht unbedingt drin.

Schon in der vergangenenWoche wurden die letzten Dinge aus den Klassenräumen entfernt – auch die Rohre, in denen noch dasWasser stand. Quelle: Konrad Radon

Mit dem Gebäudeteil "C" verschwindet auch der letzte sichtbare Überrest der Baracken der Europaschule, die Teile "A" und "B" wurden vor zwei Jahren abgerissen. Doch während der letzte alte Gebäudeteil verschwindet, bleiben die Geschichten, die sich darin ereignet haben. "Da hängen viele Erinnerungen dran", sagt die Stadtverordnete Sigrid Wucke, die extra zum Abriss noch einmal zur alten Schule kam. Sie hat dort 1958 auf dem Schwebebalken ihr Sportabitur gemacht. Auch an die Abiturprüfung ihres älteren Bruders erinnert sie sich noch lebhaft: Am Tag vor der Prüfung hatte der Lehrer schon die Aufgabe an die Tafel geschrieben. Die Jungs der Klasse hatten vor Unterrichtsende das Fenster nur angelehnt und haben sich abends wieder reingeschlichen und die Aufgabe abgeschrieben. "Als dann aber selbst mein Cousin keinen Fehler in der Prüfung hatte, fiel das Ganze auf", sagt Wucke.

Bis Anfang 2013 wurde der alte Gebäudeteil "C" allerdings nicht mehr als Schule, sondern als Hort genutzt, ehe der Hort Anfang April in den Neubau direkt daneben zog. Die nach dem Abriss des Gebäudeteils entstehende Freifläche wird Teil des neuen öffentlichen Campus. Südlich davon wird ab August die neue, 15 Millionen Euro teure Campushalle gebaut, die ab 2015 für Groß- und Sportveranstaltungen genutzt werden soll.

Von Stephan Henke

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