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Abschlussparty in BMX-Halle

Rathenower Jugendprojekt endet Abschlussparty in BMX-Halle

Die einzige BMX-Halle im Landkreis und eine von nicht mal einer Hand voll im Land Brandenburg ist geschlossen. Am Wochenende wurde Abschlussparty in der „Halle“ in Rathenow gefeiert. Die Schäden nach zwei Stürmen waren zu groß, um sie reparieren zu können. Aussicht auf eine neue Bleibe für die BMXler gibt es allerdings noch nicht.

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Abschlussbild, bevor die Rampen abgebaut wurden.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Die Schäden am Dach der alten Industriehalle am Mühlendamm, die das Unwetter am 13. Juni und 15. August anrichtet hatten, waren das Aus für „Die Halle“. Damit war das Ende der einzigen BMX-Halle im Landkreis und eine von nicht mal einer Hand voll im Land Brandenburg besiegelt. Schon seit zirka sechs Jahren regnete es auf Grund von Schäden am Dach immer wieder in die Halle rein. „Aus Sicherheitsgründen blieb uns jetzt keine Wahl mehr“, sagt André Neidt. „Wir mussten ‚Die Halle’ vorerst schließen und haben den Mietvertrag zum 30. September gekündigt.“ Seit die Kreissportjugend im Januar 2013 die Trägerschaft über „Die Halle“ vom Funbox Rathenow e.V. übernommen hatte, war André Neidt als Projektkoordinator für Kreissportjugend vor Ort verantwortlich.

Vier Bands traten auf

So feierten die Jugendlichen am Samstagabend noch einmal eine ordentliche Abschlussparty. Auf der Freifläche vor der „Halle“ traten vier Musikacts auf. Nach Rap mit „Keny“, Holger „Keny“ und Dustin „Dussel“ aus Falkensee, spielten „The Anulus“ aus Rathenow – mit kleiner Pyroshow. „Vergeude nicht dein Leben, denn die Zeit, die rennt“, lautete eine noch zitierfähige Zeile der teilweise harten Texte der „Fatcaps“, vier Rathenower Rapper, die mit deutschen Texten ihren Lebensalltag widerspiegeln, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. „Unholy Age“ aus Premnitz beendeten mit ihrem Auftritt um Mitternacht die Party.

Jährlich wurden BMX-Wettbewerbe ausgerichtet, an denen Fahrer aus dem West- und Osthavelland sowie aus Brandenburg/Havel und Stendal teilnahmen. Zu den Wettbewerben wie „Salvejam“ oder zuletzt den BMX-Kreismeisterschaften spielten immer wieder Bands aus Rathenow und der Region die passenden Livekonzerte.

Vermieter konnte nichts mehr reparieren

„Die Halle war nie in einem optimalen Zustand. Aber die Möglichkeiten des Vermieters zu investieren, um den Bauzustand grundlegend zu verbessern, waren auch begrenzt“, so Kreissportbund-Geschäftsführer Karsten Leege zur Abschlussparty. „In den ganzen Jahren wurde hier viel ehrenamtliches Engagement investiert.“

Kreissportjugend und Stadt Rathenow versuchen in enger Kooperation den Jugendlichen so schnell wie möglich wieder eine Möglichkeit zur Ausübung ihres Sports zu geben. Hallen mit entsprechender Deckenhöhe von mindestens acht bis zehn Meter stehen nach bisheriger Prüfung nicht zur Verfügung. Als letzte Variante wird eine städtische Fläche gesucht, die man zumindest überdachen kann.

Für André Neidt geht die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erst einmal an den Schulen und mit anderen Projekten weiter. „In Kooperation mit der Firma MAP gibt es eine neue ‚Bau-AG’“, so André Neidt. „In den nächsten Wochen müssen wir erst einmal die Halle ausräumen. Der Vermieter hat uns dazu ausreichend Zeit gegeben.“ Die PKR-Stelle des Projektkoordinators wurde kürzlich um zwei Jahre verlängert.

Von Uwe Hoffmann

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