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Abwasser in Falkensee wird billiger

Der freundliche Gebührenbescheid Abwasser in Falkensee wird billiger

Wenn woanders die Preis steigen, dann senkt der Falkenseer Eigenbetrieb Abwasser seine Gebühren: Die Entsorgung Abwasser wird in Falkensee ab kommenden Jahr erneut billiger. Die Gebühren sinken um 5 Prozent auf 2,21 Euro pro Kubikmeter Abwasser.

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Das Falkenseer Abwasser gelangt ins Klärwerk Wansdorf.

Quelle: Konrad Radon

Falkensee. Gute Nachricht für die Falkenseer: Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung senkt die Preise. Für die Entsorgung eines Kubikmeters Abwasser muss ab 1. Januar 2016 nur noch 2,21 Euro bezahlt werden, jetzt sind es 2,32 Euro. Die Differenz von elf Cent macht etwa vier Prozent aus.

Eine entsprechende Gebührensatzung war am Mittwochabend von den Falkenseer Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen und mit Beifall quittiert worden. „Das ist eine gute Entwicklung“, sagte Peter Kissing, Vorsitzender der SPD-Fraktion. „Das ist in Brandenburg nicht so üblich.“

Schon vor zwei Jahren hatte der Eigenbetrieb Abwasser die Gebühren um elf Prozent gesenkt. Damals war Günter Fredrich, Geschäftsführer der Owa GmbH als Betriebsführer des Eigenbetriebes, vorsichtig mit einer Prognose gewesen und wollte den Preis halten. Rechnete er doch mit höheren Kosten für die Einleitung ins Klärwerk Wansdorf. Diese Kosten sind zwar gestiegen, trotzdem konnte der Eigenbetrieb eine so genannte Überdeckung erwirtschaften. Sie beträgt für den Berechnungszeitraum von zwei Jahren 528 591 Euro. Für das Plus nennt der Owa-Chef zwei Gründe: Ganz selbstbewusst verweist er auf eine gute Betriebsführung, dann nennt er einen anderen wichtigen Grund: der Bevölkerungszuwachs. „Da haben wir viel Lückenbebauung, die neuen Grundstücke können so oft an das bestehende Netz angeschlossen werden. Das wirkt sich betriebswirtschaftlich gut aus.“ Falkensee hatte zur Wende einen Anschlussgrad von lediglich sieben Prozent, heute sind fast alle Grundstücke an das Abwassernetz angeschlossen. Das neue Netz bedeutet auch: weniger Havarien, weniger Kosten in der Bewirtschaftung.

Die Senkung der Gebühren macht unter dem Strich für den Einzelnen nicht allzu viel aus. Im Durchschnitt werden pro Person und Jahr 36 Kubikmeter Abwasser entsorgt. Das macht eine Ersparnis von 4 Euro pro Person. „In Zeiten, da das meiste immer teurer wird, ist die Gebührensenkung sicher eine gute Nachricht“, meint Günter Fredrich.

Wansdorfer Kooperationsmodell

Die Städte Falkensee, Hennigsdorf und Velten haben 1994 die Owa GmbH, die Osthavelländische Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH gegründet, sie hat inzwischen zehn Gesellschafter. Darunter die Kommune Dallgow-Döberitz und der Zweckverband Glien.

Das Abwasser von mehr als 115 000 Einwohnern wird über zehn Betriebsführungsverträge entsorgt und im Klärwerk Wansdorf weiter behandelt. Die Klärwerk Wansdorf GmbH ist ein Kooperationsmodell. Es behandelt Abwasser aus den Kreisen Oberhavel und Havelland sowie aus dem Berliner Stadtbezirk Spandau. Das neue Werk wurde 1999 in Betrieb genommen. Es hat sechs Gesellschafter, die Berliner Wasserbetriebe sind dabei mit 49 Prozent der größte.

Das Abwassernetz der zehn Owa-Betriebe beträgt 1040 Kilometer, darunter 214 Kilometer Druckleitung mit 218 Abwasserpumpwerken.

Eine Unterdeckung hat es im Falkenseer Eigenbetrieb in all den Jahren nicht gegeben. Die halbe Millionen Überschuss wurde nun in die neue Kalkulation für die Jahren 2016/2017 eingerechnet.

Im Vergleich zu anderen Kommunen stehen die Falkenseer damit gut da. Die Owa hat mit zehn Kommunen und Zweckverbänden Betriebsführungsverträge abgeschlossen. Die Falkenseer zahlen danach am wenigsten für die Entsorgung ihrer Abwässer. In Germendorf und Dallgow-Döberitz wird nur wenig mehr gezahlt. Teurer ist es jedoch in Velten und Hennigsdorf mit 3,07 bzw. 3,09 Euro. Mit 5,15 Euro pro Kubikmeter führt Oberkrämer die Tabelle an. allerdings lassen sich die Zahlen nur bedingt vergleichen, da manche Kommunen keine Grundgebühr oder keine Anschlussgebühr erheben und das auf die laufenden Gebühren verrechnen. Auch im Vergleich zu Berlin und Potsdam schneiden die Falkensee gut ab.

Auch das: Der Wasserpreis, so Fredrich, bleibt die nächsten zwei Jahre in Falkensee stabil.

Von Marlies Schnaibel

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