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Ackerbürgerfest mit Hofsommer

Bunter Veranstaltungsreigen 2016 in Nauen Ackerbürgerfest mit Hofsommer

Vom Kessel Buntes bis zur Hofweihnacht reicht der Veranstaltungsreigen, den die Stadt Nauen in diesem Jahr bietet. Dabei hofft man, dass das Wetter diesmal besser mitspielt. Im Vorjahr mussten zwei Veranstaltungen wegen Unwetters vorzeitig beendet werden.

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Auch 2016 wollen die Künstler ihr Publikum bei „Kultur am Beckenrand“ begeistern.

Quelle: Annett Lahn

Nauen. An das Wetter bei den städtischen Veranstaltungen im vergangenen Jahr denkt Jana Müller vom Kulturbüro Nauen nicht so gern zurück. „Wir hatten viel Pech, zweimal mussten wir abbrechen“, sagt sie. So fiel das Abendprogramm beim ersten Parkfest Ende Juni im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Starkregen überflutete während eines Unwetters das gelände. Und bei „Kultur am Beckenrand“ im Schwimmbad beendeten Sturmböen die Darbietungen frühzeitig. „Da flogen uns die Gläser um die Ohren“, sagt Jana Müller. „Für dieses Jahr wünschen wir uns besseres Wetter.“

Gelegenheit, sich zu bewähren, besteht für den Wettergott in diesem Jahr jedenfalls ausreichend. Das fängt am 1. Mai an, wenn wieder zum „Kessel Buntes“ auf die Freilichtbühne geladen wird. Für den musikalischen Auftakt sorgt an diesem Tag das Ketziner Blasorchester. Daran schließen sich unter anderem Akrobatik und eine Clown-Show an. Zum Abschluss spielt die Live-Band „Curtis Lowe“, deren Drummer Enrico Wolff aus Nauen stammt.

Im jährlichen Wechsel mit dem Parkfest wird nun wieder das Ackerbürgerfest durchgeführt. Und die mittlerweile elfte Auflage weist eine Besonderheit auf: Sie gerät zum sommerlichen Pendant der Hofweihnacht. „Die Höfe waren an uns herangetreten, ob sie nicht auch im Sommer feiern könnten“, sagt Jana Müller. Nunmehr rechnet sie damit, dass mindestens die Hälfte der 28 Höfe, die im Dezember geöffnet hatten, auch in der warmen Jahreszeit dabei sind – insbesondere im Zentrum der Altstadt – so in der Goethe- oder auch in der Marktstraße.

Das Hauptprogramm – eröffnet von den Nauener Heimatfreunden – wird sich aber wieder auf dem Martin-Luther-Platz abspielen. Und da steht das Kulturbüro erneut vor einer Herausforderung: Die deutsche Nationalmannschaft könnte bei der Fußball-EM genau an diesem Tag spielen. Vor zwei Jahren, während der WM, war es beim Ackerbürgerfest genauso. Voraussichtlich wird wieder ein Fernsehzelt für Fußball-Fans aufgestellt.

Gutes Wetter ist auch gefragt, wenn am 4. Juni die „Zurück in die Sechziger“-Party auf der Freilichtbühne steigt. „Da wird man sicherlich viele tolle Kleider und Kostüme sehen können. Ein DJ wurde engagiert und auch eine Live-Band soll spielen“, sagt Jana Müller. Eventuell wird auf der Bühne zudem ein Cadillac stehen.

Des Weiteren können sich die Nauener wieder auf „Kultur am Beckenrand“ am 30. Juli freuen, wobei diesmal hoffentlich nur der Applaus stürmisch ist. Wo das Oktoberfest stattfinden wird, das sonst ebenfalls seine Heimstatt im Freibad hatte, ist indes noch offen. Die Anlage wird nämlich ab dem Sommer Baustelle sein, wird umgestaltet und der Eingang in dem Zuge verlegt. Die beliebte Beach-Party kann dort aber noch stattfinden. Und im Blick hat das Kulturbüro auch schon wieder die sehr erfolgreiche Hofweihnacht Mitte Dezember. „Wir werden im März nach Quedlinburg fahren und einen Erfahrungsaustausch machen. Dabei soll es auch um Fragen der Sicherheit gehen“, sagt Jana Müller, die mit den Jahren eine immer größere Anzahl an Besuchern feststellen konnte. Aus Quedlinburg kam einst die Idee für die Hofweihnacht. „Die können uns sicherlich gute Tipps geben.“

Vorbereitet wird darüber hinaus ein Willkommensfest für die ersten Flüchtlinge, die in Nauen untergebracht werden. Wann sie eintreffen, steht aber noch nicht fest.

Eine Open-Air-Veranstaltung, die bisher immer im Jahresplan stand, ist das Ortsteilfest. In diesem Jahr wird es allerdings keines geben. „Wir haben nachgefragt, wer es ausrichten möchte, aber es hat sich für 2016 kein Ortsteil gemeldet“, sagt Jana Müller. Auch Lietzow gehört zu den Dörfern, die noch nicht dran waren. Dort möchte man zwar das Fest veranstalten, aber erst im nächsten Jahr, wenn der Ort Jubiläum feiert, heißt es. Im vergangenen Jahr luden die Markeer dazu ein.

Von Andreas Kaatz

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