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Ackerbürgerfest mit Hofsommer

Nauen Ackerbürgerfest mit Hofsommer

Erstmals wurde das Nauener Ackerbürgerfest am Sonnabend zusammen mit einem Hofsommer gefeiert. So gab es diesmal nicht nur Veranstaltungen auf dem Martin-Luther-Platz – im Schatten der St. Jacobi-Kirche –, sondern es öffneten an diesem Tag auch einige Höfe ihre Tore – ähnlich wie bei der Hofweihnacht.

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Mittelalterliches Treiben mit Waschtag herrschte auf dem Martin-Luther-Platz vor der St. Jakobi-Kirche.

Quelle: Norbert Faltin

Nauen. Nach über zehn Jahren Ackerbürgerfest wagten Nauens Kulturverantwortliche eine Premiere im Veranstaltungsfahrplan. Diesmal wurden am Sonnabend parallel zum Fest auch einige Höfe geöffnet – ähnlich wie bei der Hofweihnacht in der Adventszeit. Das Ganze nannte sich Hofsommer, und dieser könnte im Zusammenhang mit dem Ackerbürgerfest ein erfolgreiches Modell für die Zukunft werden. Der Tenor der Besucher lautete jedenfalls: Es müssten noch mehr Höfe geöffnet werden.

Das anfangs herbstliche Wetter am Mittag war den meisten Besuchern egal. Als sich im Tagesverlauf die Sonne zeigte, füllten sich die Gassen in der Altstadt merklich. Annthea Willer (19) saß hinter dem Eingangsbereich der Stadtkirche St. Jacobi und verkaufte dort nicht nur Kaffee und Kuchen. Sie führte auch eine Strichliste über die Besucher, die ihre Nase in die Kirche steckten. „Bis 16 Uhr kamen allein über 400 Menschen ins Gotteshaus. Da kann man sich ungefähr vorstellen, wie viele Festbesucher sich in der Altstadt einfinden werden.“ Ähnlich sahen es auch Ute und Heiko Fiedler aus der Mauerstraße 33, die ihren Hof für den Fußball-Krimi zur Public-Viewing-Location hergerichtet haben. „Wenn’s doll kommt, haben wir Kapazitäten für 800 Stehplätze“, sagte Ute Fiedler.

Das Programm war kunterbunt und es war auch in diesem Jahr für jeden etwas dabei. Die Bühne auf dem Martin-Luther-Platz bot Platz für Show-Einlagen der Tanzschule Amanda und das Kartoffelwettschälen mit dem Kreisverband der Gartenfreunde. Zudem konnten die Gäste einen altertümlichen Waschtag erleben. Und während Biogaukler Django Lemon die Kinder vorn auf der Bühne mit seiner Feuer-Jonglier-Nummer in seinen Bann zog, drehte Anke Bienwald vom Verein Mikado in einem Innenhof fleißig Zuckerwatteberge – untermalt vom gut besuchten Kinderprogramm.

Dem Aufruf der Veranstalter, die Besucher mögen im Kostüm erscheinen, waren nicht allzu viele ehemalige Ackerbürger gefolgt. Wohl aber der Buchautor und Ex-Nauener Eugen Gliege mit Gattin Constanze aus Semlin, die in ihrem historischen Gewand des vorvorletzten Jahrhunderts im Mittelpunkt vieler „Paparazzi“ standen.

Verließ man das lautstarke Epizentrum des Festes und wechselte in den Hof der Familie Baumann in der Goethestraße 50, fand sich der Besucher beinahe in einem anderen Universum wieder. Hier lauschte ein großes Publikum den sphärischen Klängen aus den Handpan-Klangschüsseln von Wolfgang Ohmer. Seinem Aufritt folgte ein Märchenstück. Die Nauenerin Kerstin Hinrichs (47) genoss derweil ein Gläschen Holundersekt auf dem idyllischen Hof: „Der Erfolg des Ackerbürgerfests mit Hofsommer liegt darin, dass hier für alle Sinne etwas geboten wird. Man kann wunderbare Musik hören, leckere Sachen genießen und tolle Aufführungen bestaunen“.

Von Norbert Faltin

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