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Adele Hentschel zeigt Bilder in Rathenower Kirche

Rathenow Adele Hentschel zeigt Bilder in Rathenower Kirche

Nach einigen Gemeinschaftsausstellungen hat Adele Hentschel jetzt ihre erste Einzelschau eröffnet. 80 Bilder sind in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow zu sehen. „Malen hat etwas Meditatives“, sagt die 80-Jährige. Und rät jedem Menschen, selbst einmal zum Pinsel zu greifen.

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Adele Hetschel stellt in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche aus

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. „Herr, wie sind deine Werke so groß und viel. Du hast sie weise geordnet und die Erde ist voll deiner Güte.“ Mit dem Psalm 104 eröffnete Pastor Gerd Zelmer am Wochenende Adele Hentschels Ausstellung „Die wunderbare Schöpfung Gottes“ in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. „Die Natur hat mich schon immer beeindruckt. Jede Jahreszeit, jede Vegetationsperiode bringt ein anderes Bild“, sagt Adele Hentschel. „Aber auch die Vielfalt der Schöpfung. Sie kann man nicht nachmachen.“

Die Premnitzerin fand vor elf Jahren erst spät und eher zufällig zum Malen. Nach einigen Gemeinschaftsausstellungen ist die in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ihre erste Einzelausstellung. Adele Hentschel wurde 1934 in Neusohl in der heutigen Slowakei, geboren und wuchs in Prag auf. Regelmäßig brachte sie ihre Enkelin zum Malkurs von Christine Klemke in die Premnitzer „Arche“.

Ein Thema für Adele Hentschel

Ein Thema für Adele Hentschel: die Schöpfung und Bibelmotive, wie der brennende Dornenbusch

Quelle: Uwe Hoffmann

„Die Art, wie die Berliner Künstlerin mit den Kindern arbeitete, sprach mich an und so griff ich selbst zum Pinsel“, erzählt die gelernte Kindergärtnerin. Nach Kursen mit Ölkreise bei Christine Klemke folgten weitere Malkurse an der Freien Schule für Musik und Kunst „TonArt“ Premnitz und an der Volkshochschule Rathenow. „Ich bin offen und experimentierfreudig. In Berlin und unserer Region lasse ich mich gern in anderen Ausstellung inspirieren“, sagt Adele Hentschel. „So entstehen Bilder, welche die Vielfalt der Natur und Schöpfung zeigen, abstrakte Malerei, Bilder, die Bibelpsalme interpretieren. Aber auch Collagen. Das kreative Arbeiten mit den unterschiedlichsten Materialien macht mir viel Freude.“

Die Ausstellung zeigt so 80 vielfältige Acrylbilder und Aquarelle. „Die Vorbereitung war sehr zeitaufwendig“, sagt die Hobbymalerin. „Meine Familie, besonders mein Sohn Michael, haben mich dabei sehr unterstützt.“ Eigentlich war die Ausstellung zum 80. Geburtstag von Adele Hentschel geplant. Eine Erkrankung kam dazwischen. Freunde und Bekannte wünschten sich aber die Ausstellung, die nun zustande kam. „Malen setzt ein waches Auge und wahrnehmenden Blick voraus“, sprach Pfarrer Gerd Zelmer in seiner Laudatio. „Diesen Blick für das Wachsame und Erstaunen finde ich in diesen Bildern.“

Pastor Gerd Zelmer, der die Ausstellung eröffnete, beim Rundgang

Pastor Gerd Zelmer, der die Ausstellung eröffnete, beim Rundgang.

Quelle: Uwe Hoffmann

„Malen hat etwas Meditatives. Ich kann dabei gut entspannen. Oft höre ich Taizé-Lieder beim Malen“, ermunterte Adele Hentschel die Gäste der Vernissage, selbst einmal zum Pinsel zu greifen. „Es ist nie zu spät. Sie können nur gewinnen.“

Die Ausstellungseröffnung gestalteten Musiker von „TonArt“ Premnitz mit Sängerin Annelie Knobloch. „Ich wünsche mir, dass wir ein Stückchen die Welt mit Adele Hentschels Augen sehen und lernen mit der Schöpfung sorglich umzugehen“, lud Gerd Zelmer zum Betrachten der Bilder ein.

info: Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Juli im Chorraum von Sankt-Marien-Andreas zu sehen.

Von Uwe Hoffmann

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