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Ärger auf Tremmener Spielplatz

Standort der Sitzecke ist umstritten Ärger auf Tremmener Spielplatz

Eine neue Sitzecke mit Sonnendach auf dem Spielplatz hat in Tremmen Ärger ausgelöst. Laut Ortsvorsteher steht die am falschen Ort und würde deshalb im Sommer die wartenden Eltern nicht vor der Sonneneinstrahlung schützen.

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Die neue Sitzecke mit Sonnendach in Tremmen.

Quelle: Jens Wegener

Tremmen. Wenn auf einem Spielplatz neue Geräte oder Sitzgelegenheiten aufgestellt werden, sollte das eigentlich Grund zur Freude sein. Das jedoch ist in Tremmen derzeit nicht der Fall. Ortsbeirat und Ortsvorsteher Thoralf Palm sind sauer, weil die Sitzgelegenheit mit Sonnendach nicht dort aufgestellt wurde, wo sie hin sollte. „Ich werde mich wahrscheinlich von Eltern fragen lassen müssen, was das für eine Schuldbürgerei ist“, sagt Palm. Er ärgert sich vor allem darüber, dass „Absprachen mit der Stadtverwaltung nicht eingehalten wurden“.

Gleich hinter dem Tremmener Gemeindezentrum in der Schulstraße gibt es einen kleinen Spielplatz. Der wird genutzt von der örtlichen Kita „Kinderparadies“ also auch von Eltern mit ihren Sprösslingen an Wochenenden oder nach Feierabend. Im Sommer allerdings kommen Kinder und die wartenden Eltern und Kita-Erzieherinnen oft ins Schwitzen, weil die Sonneneinstrahlung sehr groß ist und es keine Möglichkeiten gab, ein Schattenplätzchen aufzusuchen. Deshalb drängte der Ortsbeirat darauf, eine Sitzgelegenheit mit Sonnensegel zu bekommen. „Es gab eine Begehung mit der Verwaltung, bei der der Standort und die Ausrichtung des Gerätes besprochen wurden“, so Thoralf Palm. Doch als der Ortsvorsteher jetzt auf den Spielplatz kam, um sich die Errungenschaft anzusehen, traute er seinen Augen kaum: falscher Standort, falsche Ausrichtung.

Aus Sicht der Stadtverwaltung Ketzin gibt es mehrere Gründe für die vorgenommenen Veränderungen. „Die Herstellerfirma hat darauf aufmerksam gemacht, dass bei der Aufstellung des Spielgerätes ein Sicherheitsabstand zu beachten ist“, sagt Vize-Bürgermeisterin Sabine Pönisch. Außerdem gelte es, eine mögliche Belästigung des Nachbarn durch die Kinder, Jugendliche oder Eltern zu reduzieren. „Daher hatte sich die geplante Aufstellung des Gerätes direkt an der Grundstücksgrenze nicht unbedingt empfohlen“, so Pönisch. Unglücklich gelaufen sei, dass der Ortsvorsteher diese Informationen offensichtlich nicht bekommen habe. Die Stadtverwaltung schlägt nun vor, einen Sichtschutz zum benachbarten Baugrundstück zu schaffen. Dazu soll es im Herbst Pflanzungen geben. Weitere Planungen könnten auch Bäume zur Aufwertung und zur Schattenbildung beinhalten. Rundbänke um die Bäume wären zusätzliche Sitzmöglichkeiten. Erste Kontakte mit Sponsoren seien schon aufgenommen worden. In der Septembersitzung des Tremmener Ortsbeirates soll über das Thema gesprochen werden. Dann sei auch Gelegenheit, Planungen für weitere Spielgeräte zu beraten.

Von Jens Wegener

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