Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Ätsch, an der Beute hing ein Sender
Lokales Havelland Ätsch, an der Beute hing ein Sender
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:49 20.06.2017
Das war’s dann wohl: Die Polizei nahm die mutmaßlichen Diebe auf der Autobahn 10 nahe der Ratstätte Wolfslake fest. Quelle: Julian Stähle
Anzeige
Falkensee/Brandenburg/H

Diese Investition hat sich gelohnt. Gut 50 Euro hat Peter Sacharow aus Brandenburg an der Havel in einen GPS-Sender gesteckt und damit seinen neuen Bootsmotor ausgerüstet. Dieser kleine Freund ersparte dem Brandenburger großes Leid, denn er führte die Polizei geradewegs zu den Dieben. Am Dienstag gegen 3.15 Uhr wollten sich zwei 22-jährige Ukrainer mit Sacharows Motor davon machen. Kurze Zeit später schnappte die Polizei zu.

Die Technik sei ganz simpel, sagt Sacharow. „Das Gerät ruft die Nummer angerufen, die ich eingestellt habe.“ Sobald sich der Sender aus einem definierten Umkreis heraus begibt, sendet es automatisch Daten. Um 3.15 Uhr das erste Mal. „Da kam das Signal von der Mötzower Landstraße“, berichtet der Eigentümer, ein Stück weg vom Liegeplatz des Bootes am Beetzsee. Sacharow lief zum Steg und sah: kein Fehlalarm. Er rief die Polizei an, und dann ging alles fix. „Die haben sehr schnell reagiert, alles hat prima geklappt“, lobt Sacharow.

Mit den Beamten am Telefon ständig in Kontakt, gab er die Position des Senders durch. „Die Diebe sind über Roskow, Ketzin nach Wustermark gefahren“, berichtet er. Dort ging es auf die Autobahn in Richtung Norden. Doch bis zum Dreieck Havelland kamen sie nicht. Bei Wolkslake gingen sie der Polizei ins Netz. Kurz vor der Raststätte stoppen sie ihren Wagen mit Kennzeichen aus dem Landkreis Oberhavel und schalteten die Warnblinkanlage ein.

Im Graben fanden die Beamten den Bootsmotor. Quelle: Julian Stähle

Die Beamten nahmen zwei Ukrainer im Alter von 22 Jahren vorläufig fest. Einer der beiden vermeintlichen Täter kam vom Acker zum Auto zurück gelaufen. Also suchte die Polizei das Umfeld ab. Etwa 60 Meter von der Autobahn entfernt, fanden die Beamten den gestohlenen Bootsmotor in einem Graben. „Offenbar hatten die Diebe den GPS-Sender bemerkt und wollten den schweren Motor entsorgen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Im Fahrzeug befanden sich darüber hinaus Einbruchs- und Diebstahlwerkzeuge.

Mehrere Streifenwagen haben die Täter verfolgt. Quelle: Julian Stähle

Die beiden Männer werden derzeit erkennungsdienstlich behandelt und auf einer Dienststelle im Havelland verhört. Das Fahrzeug und den Motor stellten die Beamten zur kriminaltechnischen Untersuchung sicher.

Mit 79 Betriebsstunden ist der Motor, ein Honda mit 60 PS, noch sehr jung gewesen. „Seine erste Saison“, sagt Sacharow. Mehr als 9000 Euro habe das Aggregat gekostet. „Wenn man sich vorstellt, mit welch geringem Aufwand man sein Eigentum schützen kann“, sagt er. Sacharow rät allen Bootseignern, ihre Motoren ebenfalls mit dieser Technik auszustatten. „Es ist unglaublich, wie viel gestohlen wird.“ In die Freude mischt sich allerdings Wehmut. „Die Diebe haben den Motor regelrecht vom Boot gerissen, sie haben einen enormen Schaden angerichtet.“

Von Julian Stähle und Heiko Hesse

Einige Flüchtlinge, die schon seit einigen Monaten in Rathenow sind, haben sich vorbildlich integriert. Einer von ihnen ist Adnan Khan aus Pakistan. Der junge Mann kochte jetzt zusammen mit Deutschen im Freizeithaus Mühle.

22.06.2017

Am Montag haben die Organisatoren des Hohennauener Sommerfestes zufrieden Bilanz gezogen. Das Wetter stimmte, die Gäste waren in prächtiger Stimmung und selbst die baustellenbedingte Verlegung des Kirchenkonzertes tat der Stimmung keinen Abbruch.

22.06.2017

Die Pestalozzischule ist eine Vorzeigeschule. Davon durfte sich am Montag Bildungsminister Günter Baaske (SPD) überzeugen. Er hörte sich nach einem Schulrundgang die dringlichsten Sorgen der Schulleiterin an und besuchte dann das Wassersportgelände, wo die Kanuten eine Überraschung vorbereitet hatten.

22.06.2017
Anzeige