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Havelland AfD nominiert Kai Gersch
Lokales Havelland AfD nominiert Kai Gersch
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02:15 25.01.2016
AfD-Landratskandidat Kai Gersch. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Gemessen werden will Kai Gersch an Taten und am Erreichten. Ob er diese Taten ab April als Landrat im Kreis Havelland vollbringen kann, wird sich nach der Wahl zeigen. Fest steht seit Donnerstagabend, dass der Kreisvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) als Kandidat zur Landratswahl antreten wird. Mit 14 von 15 Stimmen wurde Kai Gersch von den anwesenden Mitgliedern gewählt. Insgesamt hat die AfD im Havelland etwa 80 Mitglieder, 60 allein in Falkensee.

Zunächst musste sich der 44-jährige Falkenseer aber parteiintern gegen den 69-jährigen Bernd Klemer, einen in Falkensee lebenden Ex-Polizisten, durchsetzten. Letzterer hatte sich selbst als Kandidat vorgeschlagen, fand aber mit seinen Argumenten, die sich ausschließlich um Flüchtlinge drehten, nur wenig Anerkennung.

Anders Kai Gersch. Seine Politikerfahrungen, die er als FDP-Mann im Berliner Abgeordnetenhaus , als AfD-Mann in der Falkensee Stadtverordnetenversammlung und als Referent der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag gesammelt hat, spielte er aus. Nach kurzen, wertschätzenden Worten für den ausscheidenden Landrat Burkhard Schröder (SPD) setzte Gersch auch beim Thema Nummer eins an: „Der Kreis kann sich wohl nicht gegen die Aufnahme einer bestimmten Zahl von Flüchtlingen wehren. Aber wenn ich Landrat wäre, würde ich keine Traglufthallen bauen.“ Und er würde eine Verfassungsbeschwerde prüfen lassen, weil die havelländischen Steuerzahler am Ende die Rechnung zahlen würden für die Unterbringung der Asylanten, so Kai Gersch. Er prophezeite bereits für die nächsten Jahre, wenn die Rücklagen des Landkreises Havelland aufgebraucht sind, dass es erste Auswirkungen geben werde, zum Beispiel „die eine oder andere Buslinie gestrichen werden muss, weil das Geld nicht mehr da ist“.

Ein Gast der AfD-Versammlung in Falkensee traute sich, nach den Zielen der AfD zu fragen, wenn man die Themen Flüchtlinge und Euro außen vor lasse. Während sich der zweite AfD-Kandidat Bernd Klemer dazu gar nicht äußerte und immer wieder mehr Polizei und mehr Sicherheit forderte, stellte Kai Gersch die aus seiner Sicht vorrangigen Vorhaben der AfD dar: „Wir sind nicht nur eine Anti-Asyl-Partei und eine Anti-Euro-Partei. Wir setzen uns für eine bessere Förderung der mittelständischen Betriebe bis 500 Mitarbeiter ein.“ Die heutigen Fördermöglichkeiten des Landes seien viel zu undurchsichtig und würden die kleinen Unternehmer wegen der unnötigen Bürokratie von der eigentlichen Arbeit abhalten. Gersch sprach dabei vor allem den Mindestlohn an. „Das ist eine gute Sache, wenn nicht der Unternehmer sogenannte Arbeitszeitprotokolle für diese Beschäftigten führen müsste, die sowieso niemand liest.“

In der Familienpolitik müsse sich laut Gersch auch vieles ändern. Die Sozialkassen seien auch wegen der Flüchtlinge fast am Ende. Es sei zudem ein Wahnsinn, dass es in Deutschland etwa 50 Krankenkasse gebe. Zwei gesetzliche und einige private würden reichen.

Angesprochen auf den Lehrermangel und den wieder zunehmenden Unterrichtsausfall sagte der AfD-Mann: „Als Landrat kann man dieses Problem nicht direkt lösen, weil das Bildungsministerium und das Schulamt für die Lehrer zuständig sind. Aber ich würde versuchen, einen Sonderbedarf an Lehrern bei den zuständigen Stellen anzumelden.“

Kai Gersch sieht durchaus eine Chance bei der Landratswahl. Die AfD werde die Wahrheit sagen und die Probleme im Wahlkampf ansprechen, die die Menschen im Havelland aktuell bewegen: „Wir werden tun, was wir sagen.“

Von Jens Wegener

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