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Havelland Aktionstag in Rathenow: Weg frei für Blinde!
Lokales Havelland Aktionstag in Rathenow: Weg frei für Blinde!
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00:29 18.10.2015
Vertreter des Blinden- und Sehbehindertenverbandes und Duncker-Schüler am Rande des Märkischen Platzes. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Mitglieder des Bezirksgruppe Rathenow/Westhavelland des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Brandenburg nehmen den 15. Oktober schon seit vielen Jahren zum Anlass, um auf die Belange von Blinden und Sehbehinderten aufmerksam zu machen. Dieses Datum wird weltweit als Tag des weißen Stockes mit ähnlichen Aktionen gewürdigt. Nun bereits zum zweiten Mal waren auch Schüler der Duncker-Oberschule dabei, die mit der Bezirksgruppe des Verbandes einen Kooperationsvertrag hat.

Der weiße Stock ist weltweit das wichtigste Hilfsmittel und Erkennungszeichen blinder und sehbehinderter Menschen im Straßenverkehr. Der Kongress der USA hatte 1964 eine Resolution angenommen, die den 15. Oktober zum „White Cane Safety Day“ („Weißer-Stock-Sicherheitstag“) erklärte. Danach entwickelte er sich zu einem weltweiten Aktionstag. In Deutschland ist er zugleich auch der Abschlusstag der Woche des Sehens.

In diesem Jahr gilt das Motto: „Bitte die Wege frei!“

In diesem Jahr steht der Tag des weißen Stockes unter dem Motto „Bitte Wege frei!". Deshalb hatten sich die Rathenower Vertreter am Rande des Märkischen Platzes mit einem Stand postiert, um die Vorbeikommenden auf das Blindenleitsystem im Zentrum der Stadt aufmerksam zu machen. Ihre Aussage: Es sei wichtig, die genoppten und gerillten Bodenplatten des Leitsystems nicht zuzustellen oder abzudecken.

Eine Passantin, die sich für das Thema interessierte, ließ sich von Rainer Wolter, dem Vorsitzenden der Bezirksgruppe, erklären, warum die Bordsteine an der Berliner Straße in unterschiedlicher Höhe abgesenkt worden sind. Für Rollstuhlfahrer sei der Bordstein bis auf Straßenhöhe gesenkt, teilte er mit, damit diese den Bereich barrierefrei passieren können. Für Blinde und Sehbehinderte müsse aber eine flache Kante von drei Zentimetern bleiben, damit diese den Übergang vom Fußweg zur Fahrbahn ertasten können.

Stufen zum Kulturzentrum nicht gekennzeichnet

Rainer Wolter kritisierte, dass die Stufen zum Kulturzentrum im Sinne der Sehbehinderten noch immer nicht farblich gekennzeichnet worden sind, obwohl er die Verantwortlichen bereits im Juni darauf aufmerksam gemacht hatte. Bestehe der Mangel fort, sagte er, werde man den 6. Juni 2016 als Tag der Sehbehinderten im nächsten Jahr nutzen, um mit einer Aktion auf die fehlenden Markierungen aufmerksam zu machen.

Jana Brandstäter, Lehrerin der Duncker-Oberschule, hatte drei Achtklässler mitgebracht, die Flyer über die Arbeit des Blinden- und Sehbehindertenverbandes allgemein und über die Bezirksgruppe Rathenow speziell verteilten. Sie erinnerte daran, dass die Duncker-Oberschule im April ein Blindenkabinett eröffnet hat, in dem sich alle Interessierten nach Anmeldung jederzeit über das Leben mit einer Sehbehinderung informieren können.

Von Bernd Geske

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