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Aktionsbündnis bekommt Verstärkung

Demonstrationen in Rathenow Aktionsbündnis bekommt Verstärkung

In der havelländischen Kreisstadt Rathenow darf man am kommenden Dienstag wieder ein Großaufkommen an Polizeikräften erwarten. Dieses Mal wurden gleich drei Demonstrationen in der Optikstadt angemeldet. Unterstützung erhalten die Gegendemonstranten nun auch von auswärts.

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Isabelle Vandré (r.) hat die Demo angemeldet.

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow. In der havelländischen Kreisstadt darf man am kommenden Dienstag wieder ein Großaufkommen an Polizeikräften erwarten. Dieses Mal wurden gleich drei Demonstrationen in Rathenow angemeldet. Nachdem das asylkritische Bürgerbündnis Havelland eine Veranstaltung auf dem Märkischen Platz mit anschließendem Abendspaziergang angekündigt hat, mobilisiert auch das Aktionsbündnis „Unser Rathenow: Miteinander – Füreinander“.

Unterstützung bekommen die Anhänger nun auch von auswärts. Isabelle Vandré, die für die Linken im Landtag sitzt, hat eine weitere Demonstration angemeldet: „Ich bin von Antifaschisten aus Rathenow und anderen Städten gefragt worden, ob ich mir vorstellen könne die Demonstration mit dem Motto ’Dem deutschen Mob entgegentreten — Antirassistische Strukturen stärken’ anzumelden und zu unterstützen.“

Unterstützung von auswärts

Seit Monaten müssten sich Rathenower immer und immer wieder einem rassistischen Mob aus sogenannten „besorgten“ Bürgern und Neonazis entgegenstellen, um ihnen und ihrer Hetze nicht die Straße zu überlassen, so Vandré auf MAZ-Anfrage.

Rathenow sei zum Brennpunkt der gesamten Region geworden. Laut einer Ankündigung im Internet sind die Kundgebungen des Bürgerbündnisses die größ­ten regel­mä­ßig statt­fin­den­den ras­sis­ti­schen Auf­märsche in Ber­lin und Bran­den­burg. Deshalb sei die Gegen-Demonstration ein Versuch, durch eine brandenburgweite Mobilisierung all jenen Antirassisten, die seit Monaten auf die Straße gehen, praktische Solidarität zukommen zu lassen.

„Brennpunkt der Region“

Um 17.45 Uhr wollen die Teilnehmer der zweiten Gegendemo vom Rathenower Bahnhof zum August-Bebel-Platz laufen, wo sie dann auf die Anhänger des Aktionsbündnisses treffen werden.

Vandré hält es für dringend notwendig dem Bürgerbündnis Paroli zu bieten. „Was soll denn nach Brandanschlägen und Schüsse auf Flüchtlingsunterkünfte noch alles passieren? Es geht dabei also nicht nur um Rathenow, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Auseinandersetzung, die alle betrifft und zum Handeln auffordert“, sagt Vandré.

Von Christin Schmidt

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