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Alexander Groh macht gern zuhause Urlaub

Bürgermeisterwahl Wustermark Alexander Groh macht gern zuhause Urlaub

Wenn am 25. Februar die Wahl des neuen Bürgermeisters der Gemeinde Wustermark ansteht, steht der Name des parteilosen Alexander Groh auch auf dem Stimmzettel. Die MAZ hat ihn und seine Familie zuhause besucht – und viel Persönliches von dem Mann erfahren, der bald die Gemeinde führen will.

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Alexander Groh mit Lebensgefährtin Ulrike Ihde, Stiefsohn Felix und Baby Fin.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Priort. Über Fußball wird in der Familie von Alexander Groh viel geredet. Und nicht nur das: Der Priorter kickt gern mal mit dem Sohn seiner Lebensgefährtein Ulrike Ihde. Der achtjährige Felix spielt beim SV Dallgow-Döberitz in der F-Jugend, und er hat mit Bayern München einen Lieblingsverein, den Alexander Groh nur schweren Herzens akzeptieren kann. „Wer wie ich total auf Werder Bremen steht, der hat ein Problem mit Bayern. Aber das ist alles nicht so ernst gemeint. Ich würde mit Felix auch mal nach München ins Stadion fahren, so wie wir auch schon in Bremen waren“, sagt der 33-Jährige.

Ob sein eigener Sohn Fin, gerade fünf Monate alt, auch Fußball spielen wird, ist noch unklar, aber zu erwarten, räumt Ulrike Ihde ein. Grundsätzlich aber lasse es sich mit ihren drei Männern im Haus gut leben, ergänzt sie. Vor allem, weil ihr Lebenspartner Alexander Groh sie zuhause sehr unterstützt. „Natürlich haben wir erstmal unser Haus, was wir 2008 gekauft hatten, um einen Anbau erweitert, damit beide Kinder je ein Zimmer haben.“ Handwerklich habe ihr Mann was drauf, sagt sie. „Auch jetzt mit dem Baby ist er immer dabei, wenn es darum geht, zu wickeln oder das Fälschen zu geben.“ Den Felix nach Dallgow zum Training zu fahren, diesen Job erledigt meistens seine Mutter, die noch im Babyjahr ist und diese Touren mit dem Einkauf verbindet.

Dass Alexander Groh und seine Lebensgefährtin Ulrike Ihde überhaupt ein Paar geworden sind, ist eher einem Zufall zu verdanken. Beide haben am Goethegymnasium in Nauen ihr Abitur gemacht, sich nach der Schule aus den Augen verloren. Dank der sozialen Netzwerke nahmen sie 2014 wieder Kontakt auf. „Wir waren eigentlich nur Freunde. Dann habe ich ihm über Facebook einen Tag zu früh zum Geburtstag gratuliert und nun leben wir zusammen“, sagt Ulrike Ihde.

Trotz seiner jetzt vierköpfigen Familie und seines Schichtdienstes als Polizeibeamter hat sich der Priorter Alexander Groh entschieden, als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Ohne Rückendeckung einer Partei und ohne außerhalb von Priort schon öffentlichen in Erscheinung getreten zu sein. „Ich weiß aber meine Frau, alle Verwandten und Bekannten, die in Hoppenrade, Wernitz und Priort wohnen, hinter mir. Sonst hätte ich das nicht gemacht“, erzählt der Ur-Priorter.

Neben Fußball und Familie nimmt sich Groh hin und wieder die Zeit, um angeln zu gehen. „Einfach mal die Ruhe genießen“, sagt der Polizeikommissar. Manchmal kommt sogar Felix mit. Sein größter, selbst gefangener Fisch war in einem Urlaub Dänemark ein Leng, ähnlich unserem Dorsch. Die Fische bereitet er dann selbst zu. „Alexander kocht zwar nicht sehr oft, aber wenn, dann schmeckt das auch“, sagt Ulrike Ihde. Und Felix weiß, dass „Papa am besten Ente mit Rotkohl macht.“ Zu Weihnachten, wenn bei Familie Groh dann aber zehn bis zwölf Leute am Tisch sitzen, kocht Alexanders Mutter Elke. Das sei Tradition.

Im täglichen Leben der Familie dreht sich derzeit fast alles um den kleinen Fin. Große Ausflüge oder gar weite Urlaubsreisen sind nicht drin, sagt Alexander Groh. „Das ist gar nicht schlimm, denn ich bin gern in Priort, gern auf unserem Grundstück, ich fühle mich wohl hier.“ Lange weg seien er und seine Familie auch vor Fins Geburt nicht gewesen. „Mal ’ne Woche Skandinavien oder in Länder, wo es warm ist, das reicht aus.“

Von Jens Wegener

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