Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Alle Zeiten auf einen Blick
Lokales Havelland Alle Zeiten auf einen Blick
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 16.12.2015
Käthe Zawadzky und Irene Desens (v.l.) überprüfen die Ankunft ihres Zuges. Quelle: Tanja M. Marotzke
Anzeige
Nauen

Es ist ruhig am Nauener Bahnhof. Die meisten Pendler sind schon auf dem Weg zur Arbeit. Wer jetzt noch einen Parkplatz braucht, sucht vergeblich. Einige Nachzügler steigen verschlafen aus den ankommenden Bussen. Ihr erster Blick wandert nach oben. Seit zwei Wochen zeigt die neue dynamische Fahrgastinformation aktuelle Verbindungen in Echtzeit an. Auch eventuelle Verspätungen von Bus und Bahn werden berücksichtigt. „Die neue Anzeigetafel ist toll. Die Ausrufe auf dem Bahnhof bekommt man meist nicht mit“, sagte gestern Irene Desens, die gemeinsam mit Freundin Käthe Zawadzky ihre Bahnverbindung nach Bad Wilsnack überprüfte.

Damit die rund 33 000 Euro teure Tafel ständig die aktuellsten Zeiten anzeigt, geben Busse und Bahnen ihre Positionen ständig per GPS-Signal durch. „Nauen hat nach dem Fahrplanwechsel noch einmal an Bedeutung gewonnen – es wurde also höchste Zeit auch hier eine Anzeigetafel zu installieren, die sich sowohl in Falkensee als auch Rathenow bereits bewährt hat“, so Havelbus-Geschäftsführer Mathias Köhler.

Höchste Zeit wird es auch für die Fertigstellung des neuen Parkplatzes, der eigentlich zeitgleich mit der Fahrgastinformation eingeweiht werden sollte. „Die vorhandenen Parkplätze reichen bei der großen Anzahl an Pendlern einfach nicht mehr aus. Sie sehen es ja selber“, sagte gestern Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD). Der Bau der 216 zusätzlichen Plätze hatte sich aufgrund der lang andauernden und komplizierten Munitionssuche um etwa ein halbes Jahr verzögert. Rund 200 Tonnen Bomben waren am 20. April 1949 über Nauen abgeworfen worden. „Vor dem Winter wird das nichts mehr, da muss man realistisch sein. Im neuen Jahr können die Bauarbeiten dann hoffentlich ohne Probleme weitergehen“, so der Stadtchef. Und auch mit Blick auf die überfüllten Fahrradständer müsse man sich in Zukunft etwas überlegen. Geplant sei eine Vergrößerung jedoch bislang nicht.

Viel weiter in der Planung ist dagegen das neue Energie- und Informationszentrum, das direkt neben dem Bahnhof entstehen soll. Hier können sich die Nauener künftig über erneuerbare Energien informieren oder einen Einkaufsbummel durch die kleinen integrierten Geschäfte machen. Für das Toiletten-Problem am Nauener Bahnhof könnte das geplanten Café im Erdgeschoss die Lösung sein. Immer wieder hatte es in der Vergangenheit Beschwerden über eine fehlende öffentliche Toilette gegeben. Auch der Kauf eines Bahntickets gestaltet sich in Nauen oftmals schwierig. Zwar verkauft der kleine Kiosk am Eingang tagsüber Fahrkarten, doch außerhalb der Öffnungszeiten ist das nicht immer möglich – trotz des vorhandenen Fahrkartenautomaten. In regelmäßigen Abständen ist dieser nämlich kaputt, weil zuvor jemand versucht hatte ihn aufzubrechen oder zu sprengen. Gestern konnte Irene Desens immerhin ohne Probleme einen Fahrschein lösen. Vandalismusschäden an der neuen Anzeigentafel befürchtet Mathias Köhler nicht. „Die Tafel ist sehr hoch angebracht und dadurch relativ sicher vor Zerstörung und Schmierereien.“

Von Laura Sander

Mit einem Benefizkonzert hat der Förderverein für die Döberitzer Kirche den Abschluss seines Gründungsjahres gefeiert. Marcell Fladerer-Armbrecht, Domkantor in Brandenburg/H., spielte dazu am Dienstagabend auf der Döberitzer Orgel. Mit 90 Zuhörern war die Kirche gut gefüllt und der Verein nahm Spenden von 525 Euro ein.

19.12.2015
Havelland Rathausdiskussion belastet Etat-Debatte - Aufruhr um den Rathenower Haushalt

Vor der Haushaltsabstimmung in der Rathenower SVV spitzt sich die Lage zu: Auf Antrag von Horst Schwenzer (FDP) soll die Kreditaufnahme für den Umbau der Brauerei in den Haushalt eingearbeitet werden. Das bringt nach Auskunft der Verwaltung den Gesamtetat in Gefahr – und damit die geplanten Investitionen in Schulen und Kitas.

19.12.2015

Auch in diesem Jahr besucht die gebürtige Havelländerin Andrea Launhardt mit ihrer Familie die Heimat. Die 37-Jährige lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern Anisha und Anuja in Aluthgama in Sri Lanka. Dort hat sie vor fast zehn Jahren ein Bildungszentrum aufgebaut, das von vielen Havelländern unterstützt wird.

19.12.2015
Anzeige