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Alle wissen: Das Licht ist vom Picht

Ein Leuchtturm in Rathenow Alle wissen: Das Licht ist vom Picht

Den Leuchtturm von Warnemünde kennen viele Menschen aus dem Westhavelland, weil sie ihn schon erklommen und die einzigartige Aussicht auf die Ostsee genossen haben. Und die Rathenower verbindet noch viel mehr mit dem Turm. Denn in Warnemünde weist Leuchtfeueroptik aus Rathenow den großen und kleinen Schiffen den Weg.

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Rolf Merkel (l.) bei einer Ausstellung in Rathenow.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Den Leuchtturm von Warnemünde kennen viele Menschen aus dem Westhavelland, weil sie ihn schon erklommen und die einzigartige Aussicht auf die Ostsee genossen haben. Und die Rathenower verbindet noch viel mehr mit dem Turm. Denn in Warnemünde weist Leuchtfeueroptik aus Rathenow den großen und kleinen Schiffen den Weg. Auch das ist ein Grund, weshalb Optikerklassen aus dem Oberstufenzentrum sehr regelmäßig nach Warnemünde fahren, um den Leuchtturm zu besichtigen.

Für Rolf Merkel vom Verein für optische Traditionen in Rathenow hat der Leuchtturm eine besondere Bedeutung. Auch deshalb setzte er sich dafür ein, dass ein ausrangierter Leuchtturm von der Warnemünder Mittelmole in Rathenow wieder aufgestellt wurde – und er leuchtet.

Für Merkel hat der Turm eine besondere Bedeutung

Die Firma Optische Anstalt Rathenow Gebrüder Picht & Co. war der erste deutsche Hersteller von Speziallinsen für Leuchttürme, für Feuerschiffe und Hafenleuchten sowie von Schiffslaternen in vielen Ausführungen.

Die Linse, die sich in der Kuppel des Rathenower Leuchtturms befindet, wurde ebenfalls dort gefertigt. Es handelt sich dabei um eine Fresnel-Optik mit 300 Millimetern Durchmesser und einer speziellen 100-Watt-Lampe. Aus Rathenower Spezialbetrieben wurden über 100 Leuchttürme auf der ganzen Welt mit komplizierten Linsensystemen ausgestattet.

Wer mehr über Licht zum Picht wissen will, kann sich im Neuen Zellenspeicher erkundigen. Dort gibt es eine Ausstellung dazu. Die Informations-Tafeln befinden sich in der ersten Etage und sind mit weiteren zum Teil antiken Ausstellungsstücken ergänzt. Die Tafeln beleuchten folgende Themen: „Konstruktionsprinzip für Leuchtfeueroptiken”, „Wegweisende Optik für Seefahrer”, „Faszination Leuchtturm — Leuchttürme mit Rathenower Optik” und „Von der Ostsee an die Havel — Der Weg des Rathenower Leuchtturms”.

Merkel hat das Konzept entwickelt

Das Konzept für die Ausstellung stammt von dem Rathenower Rolf Merkel, der auch Mitglied der Interessengemeinschaft Seezeichen (IGSZ) ist.

Gemeinsam mit dem Kreismuseum Rathenow entstand die Idee, die Traditionspflege in die Hände eines Vereins zu legen. So kam es im April 1993 zur Gründung des neuen „Vereins zur Förderung, Pflege und Erhaltung der Optischen Traditionen“. Der erste Vorsitzende war der langjährige Obermeister der Augenoptikerinnung Manfred Plaue.

Neben allgemeinen Aufgaben nimmt sich der Verein auch aktueller Forschungsthemen über historische Entwicklungsprozesse in der Region an, setzt sich für die Erweiterung der optischen Sammlung des Optik Industrie Museums im Kulturzentrum Rathenow ein und ist Veranstalter von Exkursionen, Gesprächsrunden und Vortragsreihen.

Von Joachim Wilisch

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