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Künstlergruppe hat in Falkenhorst ein riesiges Bild an einen Neubau gemalt Alles Fassade

Wer durch die Coburger Straße im Falkenseer Wohnviertel Falkenhorst läuft, muss nun zweimal hinschauen. Täuschend echt sind die gemalten Fenster und Menschen an der Fassade des Neubaublocks. Auf 200 Quadratmetern haben Künstler die Wand bemalt.

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Künstler Halim Bensaid, Maler Steve Rolle und Ralf Zimmermann von der Genossenschaft.

Quelle: Juliane Primus

Falkensee. Als das 200 Quadratmeter große Wandbild am Dienstag offiziell eingeweiht wurde, waren sogar wirklicher und gemalter Himmel kaum voneinander zu unterscheiden. "Das haben die Künstler wunderbar gemacht, das ist nicht auszudenken", freute sich Regina Schulz, die zu den Bewohnern gehörte, die am Dienstag feierten. Regina Schulz hat genau beobachtet, wie das Werk innerhalb von drei Wochen vor ihrer Haustür entstanden ist und will es jetzt sogar abmalen: mit den modernen Fenstern, dem früheren Gutshaus des alten Seegefelder Ortskernes, Kirche und Ribbecker Birnenbaum.

Die Idee, eine Fassade zu bemalen, kam von der Wohnungsbaugenossenschaft Falkensee (WGF), umgesetzt hat sie die französische Firma Cité Création mit Hauptsitz in Lyon. Seit ihrer Gründung 1978 hat sie weltweit schon mehr als 600 Fassaden künstlerisch gestaltet. Firmengründer und Künstler Halim Bensaid hat eine Vielzahl der Motive entworfen - auch das für Falkensee. "Ich bin durch das Havelland gefahren, um ein Gefühl für die Region zu bekommen und die typischen Grüntöne zu finden", erzählt der 56-jährige Franzose. Der Gegensatz von moderner Architektur und historischen Bauten soll die Generationen vereinen und auch die rasante Entwicklung zeigen, die Falkensee als Stadt genommen hat. Im Vergleich zu Arbeiten in Lyon oder Berlin-Lichtenberg ist die Fassade in Falkensee ein kleines Projekt für Bensaid, doch die "Poesie der Region" habe ihn gereizt. Für das Wandbild gibt die Firma 30 Jahre Garantie.

Bis zu vier Maler standen in den vergangenen Wochen auf dem Baugerüst. Sie pausten ab, nutzten Schablonen oder malten freihand. Anwohner gaben immer wieder Kaffee und Kuchen aus. Mit einer Webcam hat die WGF die Arbeiten und Kaffeepausen live verfolgt. Bald soll alles im Zeitraffer auf der Internetseite der WGF abrufbar sein.

Von Juliane Primus

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