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Havelland Alles neu in Buchow-Karpzow
Lokales Havelland Alles neu in Buchow-Karpzow
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07:56 08.11.2014
Einige der Anwohner testeten den neuen Belag. Quelle: Konrad Radon
Buchow-Karpzow

„Alles schön, aber wo ist der Fahrradständer?“, fragte Gemeindevertreterin Elke Schiller (WWG), als sie Freitagnachmittag ihr Rad vor der Bürgerbegegnungsstätte in Buchow-Karpzow abstellen wollte. „Der kommt irgendwann, wenn der Gutspark umgestaltet wird“, so hofft jedenfalls Ortsvorsteher Harald Schöne (WWG). Abgesehen von diesem kleinen Ärgernis war es ein erfreulicher Tag für den kleinen Wustermarker Ortsteil. Mit der Freigabe der Parkstraße fand das größte Bauvorhaben der letzten 20 Jahre in Buchow-Karpzow ein Ende. Und das „fristgerecht und mängelfrei“, wie Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) sagte und damit der Baufirma Eurovia dankte.

Fristgerecht und mängelfrei

Aus einem unbefestigten Sandweg mit Kuhlen und Löchern ist jetzt „eine Straße geworden, die sich dem dörflichen Charakter anpasst“, ergänzte Schreiber. Er meint damit das leicht rötliche Altstadtpflaster, das sowohl im vorderen Teil der Parkstraße als auch in der parallel zur Straße angelegten Zufahrt zur Bürgerbegegnungsstätte verlegt wurde. Dort sind links und rechts der Fahrbahn auch 16 Parktaschen für Bewohner des alten Gutshauses und Besucher entstanden. Dazu kommen noch sechs Stellflächen vor der Kirche. Die Gemeinde Wustermark hat die Kirchengemeinde Buchow-Karpzow dabei mit 10.500 Euro unterstützt.

Die Fakten zur Straße

In der Parkstraße wurden auf einer Länge von 500 Metern Betonstein-Pflaster (Altstadtfarben) verlegt. Im hinteren Teil gibt es auf etwa 110<TH>Metern eine Straßendecke aus Schotter.

Seitliche Parkflächen aus Feldstein-Lesepflaster sind entstanden.

Die 20 Grundstückszufahrten bestehen aus Betonstein-Pflaster.
Der Regenwasserkanal auf 170 Metern wurde erneuert, ein Sickerbecken hinter der Begegnungsstätte angelegt. Außerdem gibt es Mulden-/Rinnenausbildungen auf 310 Metern.

Insgesamt kostete der Straßenbau inklusive der Regenentwässerung rund 645.000 Euro, darunter sind 217.000 Euro Fördermittel vom Land. Trotz dieser Zuwendungen hatte es im Vorfeld des Mai begonnenen Projektes massive Proteste der Anlieger der Parkstraße gegeben. Einige wie Michael Weber, Andreas Ihle und Irina Shekora befürchteten wegen des hohen aufzubringenden Eigenanteils in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen. Zwar liegen noch keine entgültigen Beitragsbescheide vor – die werden erst im Frühjahr 2015 von der Gemeindeverwaltung verschickt – aber die Anlieger müssen zwischen 3000 und 29.000 Euro aufbringen.

Massive Proteste der Anwohner

„Es haben sich einige Anlieger gemeldet, um über Stundungen oder Ratenzahlungen zu sprechen“, erklärte Bauamtsleiter Wolfgang Scholz. Er wie auch Bürgermeister  Schreiber sagten zu, dass es diese Möglichkeiten geben werde und man niemanden wegen des Straßenbaus zum Verkauf seines Grundstückes treiben wolle. „Aber wer solche Angebote in Anspruch nehmen will, muss seine finanzielle Situation der Verwaltung offenlegen“, betonte Scholz. Am Ende könnten die Gemeindevertreter sogar über einen Teilerlass der Kosten entscheiden.

Von Jens Wegener

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