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02:17 15.01.2016
Sogar einen kleinen Rodelberg hat die Kita „Paulinchen“ auf ihrem Gelände. Quelle: Andreas Kaatz
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Paulinenaue

Wenn der Elternträgerverein der Kita „Paulinchen“ am Freitag sein 25-jähriges Bestehen feiert, dann haben die Gäste auch allen Grund dazu. Immerhin existiert der Verein immer noch – trotz mancher Skepsis zu Beginn – und hat seit seiner Gründung eine gute Entwicklung genommen. Dabei sah es danach zu Anfang gar nicht aus, bei aller selbst verordneter Zuversicht.

Anfangs, das war kurz nach der Wende. „Wir standen damals zwischen Baum und Borke“, erinnert sich die erste Vorsitzende Gertraud Exner an die Zeit kurz nach der Wende. Das Institut, zu dem der Kindergarten gehörte, hatte genügend eigene Probleme, stand vor gravierenden Veränderungen. „Sie konnten uns nicht behalten“, sagt die Rentnerin. Auch die Gemeinde sah sich außerstande, trotz guten Willens. Es war ungewiss, wie es weitergehen sollte. Auch der Krippe und dem Hort drohte die Auflösung.

„Aber genau das wollten wir verhindern, wo sollten die Eltern sonst ihre Kinder hinbringen? Wir mussten uns also etwas anderes einfallen lassen“, sagt Gertraud Exner. Die Lösung: ein Elternträgerverein. Das Problem: Es gab dafür in Brandenburg noch kein Vorbild. „Wir waren die ersten, und so war alles für uns Neuland“, so die Paulinenauerin. „Aber ich war voller Zuversicht, dass es klappen muss.“ Am 15. Januar 1991 schließlich – wenige Wochen nach der deutschen Wiedervereinigung – wurde der Trägerverein aus der Taufe gehoben. Heute werden in der Bahnhofstraße knapp 100 Kinder nach den Regeln der Montessori-Pädagogik betreut.

Eine, die damals auch schon als Erzieherin mit dabei war und die Kita „Paulinchen“ seit 1993 sogar leitet, ist Petra Hänsel. „Wir hatten alle damals Bauchschmerzen“, sagt sie. Doch am Ende hat die Einrichtung alle Klippen umschifft, auch den Geburtenknick zur Wende, als es mit der Kinderzahl abwärts ging. „Wir wussten damals nicht, ob es richtig war, aber heute sind wir stolz, dass wir den Verein gegründet haben“, sagt sie.

Die erste Zeit war aber auch aus anderen Gründen beschwerlich. Denn die Erzieher mussten zehn Jahre lang mit dem Fahrrad durch den Ort fahren, um zu „ihren“ Kindern zu kommen. Krippe, Kindergarten und Hort befanden sich an drei verschiedenen Stellen im Dorf. Erst 2001 konnte dann am jetzigen Standort ein nagelneuer Anbau in Betrieb genommen werden. „Da waren dann endlich alle Kinder unter einem Dach, was eine große Erleichterung für uns bedeutete“, sagt Petra Hänsel, die der Gemeinde für ihr Engagement in der Sache noch heute dankbar ist – obwohl unklar war, wie sich die Kinderzahl weiterentwickelt.

Damit der Verein über die Runden kommt, ging es im Laufe der Zeit auch nie ohne Eigenleistungen. Auch heute liegen Listen aus, in die sich die Eltern eintragen können – etwa wenn es darum geht, Sand zu schippen oder Laub zu harken oder nach dem Renovieren Löcher in die Wände zu bohren. Darüber hinaus durchforstet Petra Hänsel mit ihren Kolleginnen ständig Förderprogramme und stellt Anträge, um so kostengünstig beispielsweise an Spiel- und Sportgeräte für die Einrichtung zu kommen, etwa an Fahrzeuge für die Rollerbahn. „Wir haben unzählige Projekte beantragt“, sagt Petra Hänsel.

Nicht nur Kinder aus Paulinenaue kommen in die Kita, auch aus umliegenden Orten. Dass der Einrichtung die Kinder ausgehen könnten, ist vorläufig eher unwahrscheinlich. Dagegen spricht die kontinuierlich hohe Zahl an Anmeldungen. Dass sich so viele Eltern für die Kita entscheiden, dafür sieht Petra Hänsel auch einen speziellen Grund: „Wir haben hier ein sehr motiviertes Team.“ Einige wie Elke Janneck sind von Anfang an dabei, aber auch jüngere Erzieherinnen kamen bereits hinzu.

Von Andreas Kaatz

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