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Havelland Allianz gegen das Dauerblinken im Havelland
Lokales Havelland Allianz gegen das Dauerblinken im Havelland
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07:52 19.07.2014
Empfinden viele als störend: rotes Licht. Quelle: dpa-Archiv
Havelland

Ändern könnte sich das frühestens für neue Anlagen ab 2015. Wenn der Vorschlag von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrinth (CSU) im Bundesrat eine Mehrheit findet, wonach die Warnlichter erst angehen, wenn sich ein Flugzeug nähert.

Durchweg positiv reagierten gestern Betroffene im Osthavelland auf diesen Vorstoß des Ministers. Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann sieht der Sache gelassen entgegen: „Wenn es weniger blinkt auf der Nauener Platte, kann ich das nur begrüßen. Damit dürfte ein Grund wegfallen, warum einige Anwohner die Windkraftanlagen ablehnen.“ Unterm Strich habe die Kommune Nauen auf die Vorschriften beim Bau von Windrädern aber keinen Einfluss.

Ein schnelles Ende des roten Dauerblinkens wünscht sich der Hoppenrader Hartmut Schönduwe, der viele Jahre Vorsitzender der ehemaligen Bürgerinitiative Gegenwind-Nauener-Platte war. „Diese Warnleuchten bescheren vielen Menschen, vielen Wustermarkern, einen unruhigen Schlaf. Man kommt sich vor wie in einer Diskothek nur ohne Musik.“ Der einzige Schutz sei, mit dem Schlafzimmer umzuziehen oder die Rolläden zu schließen. „Wenn das Bundesverkehrsministerium und der Bundesrat jetzt regulierend eingreifen würden, könnten wir ruhiger leben. Dann wäre endlich eine Forderung aller Bürgerinitiativen Deutschlands erfüllt“, so Schönduwe. Aber er bleibt skeptisch, denn: „Die von den Windkraftbetreibern immer wieder versprochene Neuausrichtung der Leuchten, um die Belästigung der Bevölkerung zu reduzieren, wurde bisher nie umgesetzt.“

Auch bei den Windkraftinvestoren scheint das Abschaffen des Dauerblinkens auf offene Ohren zu stoßen, wenngleich sie am Ende die Kosten für die Radarsensoren tragen müssen, die das An- und Abschalten der Leuchten regeln. „Wir haben uns an die jeweils geltenden Bestimmungen zu halten“, sagt Jan Könecke Prokurist der MDP GmbH, die etwa 100 Anlagen auf der Nauener Platte projektiert hat. „Wenn wir alte Windanlagen irgendwann mit solchen Sensoren ausrüsten müssen, kostet das Geld, ist aber nicht zu ändern. Wenn dadurch die Akzeptanz für Windenergie wächst, dann bitte.“

Von Jens Wegener

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