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Havelland Als Radfahrer auf der L 96 oft in Gefahr
Lokales Havelland Als Radfahrer auf der L 96 oft in Gefahr
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08:20 24.09.2016
Thomas Michael fährt hier täglich mit dem Fahrrad. Quelle: Norbert Stein
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Böhne

Voraussichtlich in der Mitte des Monats Oktober treffen sich die Mitstreiter der Bürgerinitiative für das Anlegen eines straßenbegleitenden Radwegs entlang der Landstraße L 96 von Böhne nach Rathenow-West zu ihrer nächsten Beratung. Auch Thomas Michael wird wie immer bei dieser Zusammenkunft wieder mit dabei sein, so wie schon bei den bisherigen drei Treffen.

Der 41 Jahre alte Mann macht mit in dieser Bürgerinitiative, weil er den geforderten Radweg und weitere den Straßenverkehr beruhigende Maßnahmen in diesem Abschnitt der Landesstraße für unbedingt notwendig hält. Thomas Michael fährt täglich von Böhne mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Rathenow. Morgens um 7 Uhr steigt er in der Regel zu Hause auf sein Fahrrad und macht sich auf den Weg.

Bis zur Arbeit und zurück muss er 16 Kilometer auf dem Rad fahren

Bis zu seiner Arbeitsstelle muss er rund acht Kilometer zurücklegen. Die Rückfahrt eingerechnet, kommen auf diese Weise stattliche 16 Kilometer zusammen, die er so täglich mit dem Fahrrad zurücklegt. Der eigenen Gesundheit zu Liebe und als Ausgleich für seine zumeist sitzende Tätigkeit in einer hiesigen Bank mache er das so, erklärt er.

Sicher fühlt er sich als Fahrradfahrer auf der Landstraße L 96 aber nicht. „Ich habe auf meinem Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit und zurück schon einige heikle Situationen erlebt“, erzählt er. „Einmal wurde ich sogar schon von einem vorbeifahrenden Laster von der Straße gedrängt. Ich hatte großes Glück, dass dabei damals nichts passiert ist“.

Ein markierter Radweg in beiden Fahrtrichtungen auf der Straße, das wäre für Thomas Michael keine Lösung, weil sich dadurch im Grunde gar nichts ändern würde. „Viele Kraftfahrer sind einfach zu schnell unterwegs und würden Radfahrer auch bei Gegenverkehr überholen“, berichtet er von seinen eigenen Erlebnissen auf der Landstraße L 96 zwischen Böhne und Rathenow-West.

Als erste Maßnahme fordert er eine Geschwindigkeitsbegrenzung

Wie er sagt, erwartet er von den zuständigen Behörden als kurzfristige Maßnahme die Einrichtung einer Geschwindigkeitsbegrenzung. Er fordert auch sichere Bushaltestellen außerhalb der Ortslagen von Böhne und Rathenow, besonders wegen der Kinder.

Generell steht für Thomas Michael fest: „Nur ein von der Fahrbahn getrennter neuer Radweg bringt wirkliche Sicherheit.“ Der in die Diskussion eingebrachte Vorschlag, einen Umweg über den Havelradweg zu fahren, um täglich zur Arbeit zu gelangen, kommt für ihn nicht in Frage. Wie er sagt, müsste er dann einen rund 1,5 Kilometer langen, ziemlich holprigen Plattenweg befahren. Das sieht er als nicht zumutbar an.

Für den Landesbetrieb Straßenwesen haben derzeit andere Straßenbaumaßnahmen eine höhere Priorität als der geforderte neue Radweg zwischen Böhne und Rathenow-West. Deshalb sieht man dort den von der Böhner Bürgerinitiative geforderten Radweg als eine Maßnahme an, die nur langfristig realisierbar ist.

Die Bürgerinitiative für den Fahrradweg entlang an der Landstraße L 96 ist damit nicht zufrieden. Thomas Michael, der täglich von Böhne mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Rathenow fährt, wird diese Initiative auch weiterhin unterstützen. Denn sicher fühlt er sich mit der jetzigen Situation auf der L 96 nicht.

Von Norbert Stein

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