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Havelland Alter Flugplatz soll Mekka für Oldtimer werden
Lokales Havelland Alter Flugplatz soll Mekka für Oldtimer werden
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12:03 22.02.2018
Bienenfarm soll Hotspot für Oldtimer-Flieger werden. Die historischen Gefährte kommen bereits jedes Frühjahr zum traditionellen Ausmotten. Quelle: Danilo Hafer
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Bienenfarm

Gastronomischer Anziehungspunkt, Museum oder Technikstandort. Die neuen Betreiber des Flugplatzes Bienenfarm haben viele Ideen, wie es mit dem Gelände in Zukunft weitergehen soll. Zum 1. Oktober haben Alexander Stendel, Martin Strik, Benedikt Lehmann-Dronke und Manuel Meger den Fliegerstandort übernommen. Am Montagabend stellten sich die neuen Betreiber nun der Gemeindevertretung von Paulinenaue vor.

Ihre Zielrichtung wurde dabei schnell deutlich. Der Flugplatz soll nicht nur in seiner jetzigen Form weiterbetrieben, sondern mit neuen Ideen auch weiterentwickelt werden. Und davon haben die vier Flugzeugliebhaber viele. Eine ist ihnen jedoch ganz besonders wichtig.

Alexander Stendel (v.l.), Manuel Meger, Benedikt Lehmann-Dronke und Martin Strik betreiben den Flugplatz Bienenfarm seit 1. Oktober. Quelle: Danilo Hafer

„Wir möchten erreichen, dass die Leute, wenn sie an Oldtimer-Flugzeuge denken, zuerst an den Flugplatz Bienenfarm denken“, sagte Alexander Stendel. Der 42-Jährige kennt den Platz schon seit vielen Jahren. Immer im Frühjahr organisiert er mit dem Quax-Verein zur Förderung von historischem Fluggerät das bei Piloten und Gästen beliebte Ausmotten, der traditionelle Saisonauftakt. Diesen Bereich wollen die neuen Betreiber ausbauen und dafür attraktive Angebote schaffen. „Wir möchten im Grunde eine geschlossene Infrastruktur herstellen, mit Gastronomie, Ferienwohnung und eben der Fliegerei“, erklärte Martin Strik.

So wollen sie den Flugplatz nicht nur kostendeckend betreiben und erhalten, sondern Möglichkeiten für eine Entwicklung schaffen. „Wir führen derzeit auch Gespräche mit dem Technischen Museum in Berlin und der Technischen Universität Cottbus, ob es Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit gibt“, so Strik.

Um ihre Ideen umsetzen zu können, müsse sich auf dem Gelände allerdings auch bautechnisch etwas tun. Dabei haben die Unternehmer, Anwälte und Chirurgen auch den aktuellen Bestand im Blick. „Wir inspizieren derzeit das gesamte Gelände und machen eine Liste – vom Schlagloch auf der Zufahrtsstraße bis zu größeren Umbaumaßnahmen“, erklärte Alexander Stendel. „Wir überlegen jetzt, welche Möglichkeiten sich uns bieten und welche Gebäude mit Blick in die Zukunft sinnvoll sind. Wenn wir erste Pläne haben, möchten wir diese auch mit der Gemeinde besprechen“, so Benedikt Lehmann-Dronke.

Ein gutes Miteinander steht für die vier neuen Flugplatz-Betreiber an erster Stelle. Sowohl bei baulichen Veränderungen, als auch bei den generellen Angeboten und dem Thema Fluglärm. „Uns ist bewusst, dass wir hier Lärm produzieren. Aber wir versuchen alles, um es im Rahmen zu halten. Sollte es doch mal Probleme geben, können uns Bürger gerne direkt anrufen, dann finden wir eine Lösung“, so Stendel. Denn die Betreiber wünschen sich, dass auch die Bewohner von Paulinenaue den Flugplatz schätzen und für sich nutzen.

„Wir denken darüber nach, eine 7-Tage-Gastronomie einzuführen, die auch die Einwohner gerne besuchen“, so Stendel. Der Flugplatz soll auch für diejenigen ein attraktiver Ort sein, die nicht in erster Linie an der Fliegerei oder Technik interessiert sind.

Bis die ersten konkreten Ideen in die Tat umgesetzt werden können, werde aber noch etwas Zeit vergehen. „Es wird sich nicht von heute auf morgen alles ändern. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten erste Planungen anstellen und eine Bestandsaufnahme machen. Im nächsten Jahr können wir uns dann an die Umsetzung der ersten Ideen machen“, sagte Alexander Stendel.

Ansprechpartner und ausführender Geschäftsführer ist weiterhin der Bürgermeisterkandidat Manuel Meger. Sollte er am kommenden Sonntag jedoch zum Nauener Stadtoberhaupt gewählt werden, würde er diese Aufgabe abgeben, das kündigte Meger am Montag an. Sonst bleibe alles beim alten.

Von Danilo Hafer

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