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Havelland Alter Kuhstall wird modernisiert
Lokales Havelland Alter Kuhstall wird modernisiert
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20:15 19.03.2018
Der Kuhstall gehörte zum Gut Paulinenaue. Von den alten Wirtschaftsgebäuden gibt es auch noch den Kornspeicher und den Pferdestall. Quelle: Andreas Kaatz
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Paulinenaue

In luftiger Höhe führt Dachdecker Jörg Starick noch einige Restarbeiten durch. In den Wochen davor hat der denkmalgeschützte Kuhstall, der zum früheren Gutsgelände in Paulinenaue gehörte, eine komplette Dacheindeckung erhalten. „Wir haben Hohlziegel verwendet, wie sie auch früher verbaut worden sind“, so der Handwerker. Er arbeitet bei der Firma Kühn aus Burg im Spreewald, die auch den Dachstuhl des Gebäudes erneuert hat. Soweit es ging, wurden dabei die alten Hölzer wiederverwendet. Allerdings musste letztlich doch mehr ausgetauscht werden als gedacht. Der Zustand der Balken erwies sich teilweise als zu schlecht.

Betreutes Wohnen für Senioren

Dass es sich mal um einen Kuhstall gehandelt hat, sieht man dem Gebäude heute nicht mehr an. Künftig werden dort Senioren ein neues Zuhause finden. Insgesamt acht Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen derzeit, davon sechs im Obergeschoss. Zwei weitere befinden sich im Erdgeschoss und richten sich von der Ausstattung und Bauart her vor allem an Rollstuhlfahrer. Unten wird es zudem eine Tagespflege mit zwölf Plätzen geben, die das Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege künftig betreibt.

„Anfang April werden die ersten Mieter einziehen“, kündigt die Friesacker Niederlassungsleiterin Andrea Kotsch an. Sechs Wohnungen sind bereits fest vergeben, zwei sind noch frei. „Die Mieter kommen vor allem aus der Region, auch direkt aus Paulinenaue“, sagt sie.

Guter Zuspruch beim Tag der offenen Tür

Für sie ist dies eine Bestätigung dafür, dass die Menschen so lange wie möglich in ihrer heimischen Umgebung leben wollen. „Das ist die Erfahrung, die wir seit rund 20 Jahren sammeln konnten.“ Beim Tag der offenen Tür seien recht viele Besucher gekommen. „Die Paulinenauer waren neugierig, was hier entsteht.“ Ebenfalls Anfang April wird die Nebenstelle der Friesacker Sozialstation dort eröffnen.

Bis Ostern erfolgen nun die restlichen Arbeiten. So wird unter anderem noch die Küche für den Tagespflegebereich erwartet, Bilder kommen an die Wand und die Möbel werden geliefert, ebenso wie die Lampen. „Die Entscheidungen zur Farbgestaltung und zu den Grundrissen haben wir in enger Abstimmung mit dem Bauherren getroffen“, sagt Andrea Kotsch, die die Zusammenarbeit mit Jan Gabriel lobt. Letztlich ist auch sie vom Ergebnis angetan: „Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass man das Haus so herstellen kann.“ Selbst einen Fahrstuhl gibt es im Gebäude.

Viele Firmen aus der Region

„Wir haben unglaublich tolle Firmen gehabt, die alle aus der Region beziehungsweise dem Land Brandenburg kommen“, sagt Jan Gabriel. Als er das erste Mal die ehemaligen Wirtschaftsgebäude gesehen hatte, war er sofort begeistert. Er hatte schon seit Längerem nach so etwas gesucht.

Aufmerksam gemacht auf das Objekt wurde er von Architekt Arndt Hermann von Büro pha design. „Es ist schön, dass er den Mut gehabt hat, das zu machen“, lobt dieser den Bauherren. Denn er hatte sich die Gebäude vorher auch schon mit anderen Interessenten angeschaut, die es aber dann doch nicht wollten.

Seele des Hauses ist noch zu spüren

„Wichtig ist, dass die Geschichte in so einem Gebäude erlebbar bleibt“, meint Hermann. So ist nicht nur die alte Kappendecke erhalten geblieben, sondern auch das Tragwerk und Fachwerk sind zu sehen. Für Licht sorgen eigenwillige, längliche Gauben im Dach, die denen am benachbarten Kornspeicher nachempfunden sind. „Es gibt lauter Veränderungen und trotzdem spürt man was von der Seele des alten Hauses“, sagt Projektentwicklerin Sonja Hermann. Sie freut sich, dass das Holz des Dachtragwerkes sichtbar bleiben durfte.

Jan Gabriel will ab nächstem Jahr den benachbarten Pferdestall in Angriff nehmen. Dort könnte eventuell eine Wohngruppe für Demenzkranke entstehen. Am 20. April wird aber erst einmal der alte Kuhstall offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Von Andreas Kaatz

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