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Havelland Altstadt wird immer schöner
Lokales Havelland Altstadt wird immer schöner
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19:57 27.12.2017
Zahlreiche Häuserzeilen in der Nauener Altstadt sind wieder ansehnlich. Dies trifft neben der Goethestraße unter anderem auch auf die Bergstraße zu. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Zur Wende haben es wohl nur wenige für möglich gehalten: Nauens Altstadt ist wieder aufgeblüht. „Etwa 80 Prozent der Bausubstanz ist saniert. Angesichts dessen, was bis jetzt erreicht ist, kann man schon von einem sehr guten Zustand sprechen“, sagt Bettina Monschein vom Sanierungsträger Stadtkontor. Als einen Grund dafür nennt sie, dass viele Eigentümer „sehr aktiv sind“.

Ein besonderes Projekt, dessen Fertigstellung naht, ist der Richart-Hof. Den einzigen noch erhaltenen Vierseitenhof lässt die Stadt Nauen derzeit sanieren. Eigentlich wollte man schon weiter sein, doch die schlechte Bausubstanz des Wohnhauses machte allen einen Strich durch die Rechnung. „Die Scheune und die Hüllen der Nebengebäude sollen nun bis Mitte Januar fertig sein“, so Bettina Monschein. Das Wohnhaus zur Neuen Straße indes will man über den Winter ausbauen. Sie geht davon aus, dass das Hofensemble voraussichtlich Mitte 2018 komplett fertig sein wird.

Einen Rückschlag hingegen gibt es bei der Alten Brauerei zwischen Jüdenstraße und Wallgasse zu verzeichnen. Das Objekt zählt zu den ganz großen Vorhaben, die eigentlich noch vor dem offiziellen Ende der Altstadtsanierung zum Abschluss gebracht werden sollten. Alles war auf gutem Wege, monatelang wurde verhandelt. Doch wie es seitens Stadtkontor heißt, hat der Investor jetzt überraschend abgesagt. „Die Baugenehmigungen lagen schon vor. Er wollte loslegen, dann hat er jedoch in letzter Sekunde das Projekt beendet“, bedauert Bettina Monschein.

„Es ist schade, denn es handelt sich um ein wichtiges Gebäude. Es wäre schön gewesen, es zum Leben zu erwecken.“ So standen bereits Städtebaufördermittel in größerem Umfang bereit, das Land hatte seine Unterstützung zugesichert. Nach Planungsschätzungen sollte das Wohnprojekt rund vier Millionen Euro kosten. Jetzt werden die Gebäude erst einmal nach Vorgaben der Denkmalpflege gesichert.

Voraussichtlich noch bis 2018/19 wird es Fördermittel für die Altstadtsanierung geben. Dafür kommen rund 20 Objekte in Frage, die Stadtkontor auf einer Liste zusammengefasst hat. Eigentümer können sich erkundigen, ob ihr Haus darunter ist. Eines der ganz großen Projekte, die Bettina Monschein am Herzen liegen, ist der Berliner Hof in der Goethestraße. „Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr losgehen kann“, sagt sie. Dass der Investor in der Lage ist, Altbausubstanz wiederherzustellen, hat er bereits bei mehreren Objekten in der Goethestraße bewiesen. Derzeit läuft noch die Sanierung der Nummer 45. „Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, sagt Bettina Monschein.

Sie hofft zudem, dass 2018 auch der Dreiseitenhof in der Holzmarktstraße 6 zum Abschluss kommt, ebenso wie die Gartenstraße 45, und dass die Mittelstraße 22 in Angriff genommen wird. Der Putz ist dort bereits entfernt. Die Fachwerkfassade soll nach historischem Vorbild wieder hergestellt werden, damit das Haus gut ins Stadtbild passt. Zudem entstehen am Scheunenweg zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils sieben Wohnungen neu.

Bettina Monschein kündigt an, dass bald für die restlichen Grundstücke die Bescheide für die Ausgleichsbeträge verschickt werden. Rund 70 Prozent der Eigentümer im Sanierungsgebiet Nauen haben bereits freiwillig bezahlt, teils mit Rabatt. Mehr als eine Million Euro konnten somit vorzeitig eingenommen werden und kamen als Förderung der Altstadtsanierung zugute. Wer jetzt freiwillig bezahlt, kann den Zahlungszeitpunkt bestimmen und vom Angebot auf Ratenzahlung ohne Zinsforderung Gebrauch machen.

Von Andreas Kaatz

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