Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Am 11. Juni steigt die Maiparty in Knoblauch

Vom Rohrkrepierer zur Megafete Am 11. Juni steigt die Maiparty in Knoblauch

Die Maiparty in Knoblauch war ursprünglich die private Geburtstagsfete von vier Freunden – heute zählt sie mit über 1000 Besuchern zu den größten Feten im Westhavelland. Maurermeister Mirko Paproth steckt hinter der Geschichte. Und hat auch erlebt, wie es sich anfühlt, wenn eine gut gemeinte Sache aus dem Ruder läuft.

Voriger Artikel
Falkenseer Bauvorhaben auf den Weg gebracht
Nächster Artikel
Auftakt für Rathenows ersten Optikstudiengang

Auch in diesem Jahr wird wieder ein Festzelt aufgebaut.

Knoblauch. Am Anfang einer westhavelländischen Erfolgsgeschichte stand eine große Enttäuschung. Die Rede ist von der Maiparty in Knoblauch. Was sich im Lauf der vergangenen 17 Jahre zu einer der größten Feten im Westhavelland gemausert hat, startete als Rohrkrepierer.

Wir schreiben das Jahr 1998. Vier Knoblaucher Jungs wollen ihren Geburtstag gemeinsam feiern. Eine rein private Party, rund 100 Freunde haben sie eingeladen. Und einen entsprechenden Vorrat an Getränken angelegt. Am Ende kommen 35, die Fete floppt, zu der Enttäuschung gesellt sich Scham. Das will das Quartett nicht auf sich sitzen lassen. Im Jahr darauf laden sie wieder zur Party – aber diesmal werden statt Einladungen Flyer verteilt, 300 Stück, und 2 Euro Eintritt verlangt.

Zwei Euro Eintritt werden verlangt

Und siehe da, nun finden sich 120 Leute ein. Die Maiparty ist geboren. Seitdem findet das Fest jedes Jahr statt. Der Termin ist mittlerweile zwar vom Mai in den Juni gerutscht, aber immer noch wird unter dem Namen Maiparty gefeiert. „Warum ändern, was bekannt ist und gut funktioniert?“, sagt Mirko Paproth, einer der vier Jungs, die 1998 so enttäuscht wurden. Mittlerweile organisiert der Knoblaucher die Riesenfete alleine. Am 11. Juni ist es wieder so weit – dann gibt es die 17. Auflage des weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannten Events.

Wenn man zurückblickt auf die Geschichte der Maiparty und den Drive, den das Fest entwickelt hat, dann kann einem schon ein bisschen schwindelig werden. Im Jahr 2000 kamen 300 Gäste, 2001 waren es 500 und im Jahr 2005 wurde die 1000er Grenze geknackt. „Es hat sich schnell herumgesprochen, dass in Knoblauch eine echte Party abgeht“, sagt Paproth. Die neuen Kommunikationswege, also Facebook und Co, haben einen gehörigen Anteil an dieser Entwicklung.

 Mirko Paproth aus Knoblauch, Organisator  der Maiparty

Mirko Paproth aus Knoblauch, Organisator der Maiparty.

Quelle: Markus Kniebeler

Im Jahr 2011 lernten die Organisatoren der Maiparty die Kehrseite der rasant wachsenden Popularität kennen: Der Ansturm der Gäste war nicht mehr zu bewältigen. Als sich bereits kurz nach Mitternacht über 2000 Menschen eingefunden hatten, mussten alle Neuankömmlinge wieder nach Hause geschickt werden. Im Dorf sorgte die An- und Abreise für chaotische Verhältnisse. Einfahrten wurden zugeparkt, Rettungswege blockiert. Das war der Punkt, an dem Paproth das Konzept änderte. Die Maiparty findet mittlerweile nicht mehr im Dorf, sondern auf einer Wiese außerhalb der Ortschaft statt. Platz zum Parken gibt es genug, und vom Lärm wird auch niemand belästigt – bis 6 Uhr darf gefeiert werden.

Negativrekord im Jahr 2013 wegen Fußball

Seitdem hat sich der Zulauf bei gut 1000 Gästen eingependelt. Einen Ausreißer nach unten gab es 2013. Paproth hatte bei der Terminfestlegung nicht im Blick, dass am Tag der Party das Champions-League-Finale stattfand. Dann spielte auch noch Bayern gegen Dortmund. Und in Strömen geregnet hat es auch. 700 Leute kamen – Negativrekord der letzten Jahre, aber in Anbetracht der Umstände immer noch eine stolze Zahl. Gefeiert wird mittlerweile in einem 600 Quadratmeter großen Zelt mit Holzboden, 20 Meter langer Bar und zwei DJs. Dass die Organisation einer solchen Fete kein Pappenstil ist, liegt auf der Hand. Genehmigungen müssen eingeholt, Auf- und Abbau geplant, Getränke geordert und Security gestellt werden. Drei Monate vorher beginnt Paproth, der in Knoblauch einen Maurerbetrieb hat, mit den Vorbereitungen.

Und warum macht er das? „Reich werde ich damit jedenfalls nicht“, sagt der 40-Jährige. Aber es sei einfach schön, das kleine Knoblauch einmal im Jahr zum absoluten Hotspot im Havelland zu machen. Einmal habe er zwei Tramper aufgegabelt, erinnert sich Paproth. Die hätten ihn nach eingehender Musterung voller Respekt gefragt, ob er nicht der Typ sei, der die Maiparty in Knoblauch veranstalte. „Geiles Gefühl“, erinnert sich Paproth. „Echt geiles Gefühl.“

Maiparty am 11. Juni

Die Maiparty Knoblauch steigt in diesem Jahr am Samstag, den 11. Juni.

Gefeiert wird auf einer Wiese zwischen Nitzahn und Knoblauch nahe der L 96. Der Weg zur Festwiese ist ausgeschildert.

Auf der Wiese steht ein 600 Quadratmeter großes Partyzelt mit Holzboden und 20-Meter-Bar. Bei schönem Wetter wird das Zelt geöffnet.

Von 20 bis 6 Uhr legen zwei DJs Musik auf: DJ Ballou und DJ André.

 

Von Markus Kniebeler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg