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Am Dorfanger geht es wieder märchenhaft zu

Ribbeck Am Dorfanger geht es wieder märchenhaft zu

„Märchenhaftes Ribbeck“ lautet eine Veranstaltungsreihe, mit der die Akteure des Ortes auch in der Adventszeit wieder viele Gäste in den Ort locken wollen. Die Gebäude werden dazu im Stile verschiedener Märchen geschmückt – von Rapunzel bis hin zu Schneewittchen. Darüber hinaus soll es im Schloss einen Prinzessinnenball geben.

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Märchenhaftes Waschhaus in Ribbeck: Cordula Siegesmund (r.) als Frau Holle und Marina Wesche als Pechmarie.
 

Quelle: Privat

Ribbeck.  Ein Schloss, ein verlorener Tanzschuh, ein weißer Schimmel an der Schlosstreppe. Drei Zutaten des wohl erfolgreichsten Märchenfilms zur Weihnachtszeit: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Und drei Zutaten, die auch am 11. Dezember in Ribbeck eine Rolle spielen werden, wenn zum Prinzessinnenball im Schloss eingeladen wird – nur einer von vielen Programmpunkten von „Märchenhaftes Ribbeck“ in der Adventszeit.

„Der Ball richtete sich an Mädchen von fünf bis zwölf Jahren, die sich einmal als Prinzessin fühlen wollen. Dabei möchten wir uns auch so weit wie möglich an das Märchen anlehnen“, sagt Steffi Focke vom Marienhof, die selbst eine zwölfjährige Tochter hat, die das Märchen liebt, wie sie sagt. Ein Zeremonienmeister wird jede Prinzessin ankündigen, bevor ein Prinz sie begrüßt.

„Wir wollten hier im Ort keinen Weihnachtsmarkt, sondern wir möchten Ribbeck märchenhaft erscheinen lassen“, sagt Ines Kias vom Tourismusverband Havelland zu der Veranstaltungsreihe vom 26. November bis 18. Dezember. Dies soll mit Hilfe vieler Märchen geschehen und einer Reihe kleiner, aber feiner Veranstaltungen. Am „Märchenhaften Ribbeck“ werden sich alle im Ort ansässigen Akteure beteiligen. In der alten Brennerei ist beispielsweise Rapunzel zu erleben, das Theater der Frische huldigt dem Froschkönig und in der Alten Schule werden Schneeweißchen und Rosenrot das Geschehen bestimmen. „Ich bin jetzt nur noch auf der Suche nach einem ausgestopften Bären“, sagt Axel Koziol.

Wenn’s im Advent zu wenig oder zu viel schneit, kann man seine Beschwerden im Alten Waschhaus loswerden, wo das Märchen „Frau Holle“ die Szenerie bestimmt. „Wir sind Frau Holle, wir müssen nichts spielen“, sagt Marina Wesche, die selber in die Rolle der Pechmarie schlüpfen wird. Des Weiteren will der Marienhof auf dem Dorfanger das Märchen „Tischlein deck dich“ zum Leben erwecken – mit echtem Esel sowie Tisch und Knüppel aus dem Sack. Eine Tierbescherung ist unter anderem am 18. Dezember geplant. Zudem lädt Claudia Jung ins Landhaus Ribbeck ein, um in die Welt des Märchens „Sterntaler“ einzutauchen. Alles soll entsprechend geschmückt werden. Das hat sich auch „Ribbäcker“ Björn Dreidax vorgenommen, der für das Märchen „Hänsel und Gretel“ den passenden Backofen auf dem Gelände hat und einen Hexenwald errichten will. Und schließlich kündigt „Schloss-Herr“ Frank Wasser an: „Wir werden das Schloss auf Weihnachten trimmen.“ Es soll nicht nur zum Prinzessinnenball den passenden Rahmen mit Beleuchtung und Bläsermusik bieten, sondern auch zu weiteren Höhepunkten einladen.

Überwiegend finden die Veranstaltungen in kleinen Räumlichkeiten statt, „und das ist das Besondere hier“, sagt Marina Wesche. Weil der Platz begrenzt ist, wird empfohlen, rechtzeitig Karten zu kaufen. Die Möglichkeit dazu besteht auf der Internetseite www.maerchenhaftes-ribbeck.de, im Schloss oder auch in der Alten Schule.

Von Andreas Kaatz

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