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Am Gaswerk wird nach Blindgängern gesucht

Nauen Am Gaswerk wird nach Blindgängern gesucht

Noch ist unklar, ob sich auf dem Gelände des alten Gaswerkes in Nauen Bombenblindgänger aus den letzten Kriegstagen verbergen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg hat das Gelände jetzt flächendeckend untersuchen lassen. Dabei wurden fünf so genannte Anomalien im Boden entdeckt.

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In das alte Gaswerk an der Graf Arco-Straße soll wieder Leben einziehen.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. Noch ist unklar, ob sich auf dem Gelände des alten Gaswerkes in der Nauener Graf Arco-Straße Bombenblindgänger aus den letzten Kriegstagen verbergen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg hat das Gelände jetzt flächendeckend untersuchen lassen. Dabei wurden fünf so genannte Anomalien im Boden entdeckt, wie Bürgermeister Detlef Fleischmann sagte. Diese betreffenden Stellen werden nun noch speziell untersucht, um herauszufinden, worum es sich handelt.

Wie berichtet, möchte die Stadt Nauen das rund 1,2 Hektar große Gelände vermarkten. Denn nachdem das Gewerbegebiet Ost im Prinzip ausgelastet ist, will die Kommune mit dem alten Gaswerk-Gelände künftig weitere Gewerbeflächen erschließen. Zuvor jedoch muss klar sein, dass es frei von Munition ist. Auf eine Angebotsaufforderung hin hatten laut Fleischmann unlängst zwei Interessenten Kaufangebote eingereicht.

Das alte Gaswerkgelände gehört zum Umfeld des Bahnhofs, der am 20. April 1945 von den Alliierten bombardiert worden ist. In der Vergangenheit gab es deshalb schon mehrere Zufallsfunde von Blindgängern. Und wie die Auswertung von Luftbildern ergeben hat, befinden sich auf dem Gelände des alten Gaswerkes acht Bombentrichter. Deshalb gab es die Entscheidung, das Areal umfassen untersuchen zu lassen. Tausende Bohrungen wurden dazu in der Vergangenheit vorgenommen. Auf der Erweiterungsfläche des Pendlerparkplatzes auf der anderen Seite der Gleise gab es auch mehrere Bombentrichter. Blindgänger fand man dort im Vorfeld der Baumaßnahme nicht, aber dafür jede Menge Flak-Munition und Schrott aus Kriegstagen.

Als städtische Gasanstalt war der markante Klinkerbau nördlich der Bahnlinie im Jahre 1865 eröffnet worden. Nach den Kriegszerstörungen hat man die Anlage bis 1950 wieder als Gaswerk hergerichtet, dann aber doch nicht wieder in Betrieb genommen. Zu DDR-Zeiten hatte die Deutsche Saatgut Gesellschaft das Areal als Lagerfläche genutzt.

Von MAZonline

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