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Am Waldemardamm entsteht ein Wohngebiet

Nauen Am Waldemardamm entsteht ein Wohngebiet

Ein weiteres Wohngebiet ist in Nauen (Havelland) geplant. Mehrere hundert Wohnungen für Senioren und Familien will ein Investor auf einer Fläche direkt am Waldemardamm im Norden der Stadt errichten. Da dort ein rechtskräftiger B-Plan vorliegt, könnte der Baubeginn schon im nächsten Jahr sein.

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Weitere Wohnungen für Senioren sind in Nauen geplant.

Quelle: dpa

Nauen. Nauens Wachstum setzt sich fort. So könnte demnächst am Wal-demardamm ein weiteres Wohngebiet entstehen. Im Bereich des schon jetzt rechtskräftigen Bebauungsplanes „Zuckerfabrik“ plant ein Investor die Errichtung einer Seniorenresidenz. Aber auch an Familien wird gedacht. Vorgesehen ist dafür eine Fläche im Norden der Stadt, direkt am Waldemardamm – zwischen dem Flüchtlingswohnheim und dem Bahndamm.

Damit könnte der B-Plan Zuckerfabrik zwischen Bredower Weg und Bahngleisen, der schon seit 2004 rechtskräftig ist, endlich mit Leben erfüllt werden. Bisher sind auf einer Teilfläche Solaranlagen errichtet worden, aber unter anderem auch das Flüchtlingsheim und der ehemalige Lidl gehören zum Geltungsbereich des Planes, der im Kern Gewerbe vorsieht. Aufgestellt hatte die Stadt Nauen den Plan im Jahre 1996, um rechtzeitig Flächen zur Verfügung zu haben, wenn das Gewerbegebiet Ost belegt ist. Dies hatte indes letztlich länger gedauert als gedacht. So gab es in der Vergangenheit kaum Interesse potenzieller Investoren, auf der Fläche etwas zu realisieren. „Es bestanden bisher keine konkreten Entwicklungsabsichten“, bestätigte Gunther App vom Bauamt Nauen.

Huintergrund

Das Baugeschehen in Nauen nimmt seit ein paar Jahren wieder Fahrt auf. Mehrere Wohngebiete entstehen insbesondere zwischen Brandenburger und Ketziner Straße.

Die „Gartenstadt“ südlich der Schützenstraße ist eines der neuen Wohnbereiche. Der erste Bauabschnitt mit 23 Grundstücken ist nahezu vollständig verkauft.

Insgesamt sollen auf dem rund 10 Hektar großen Areal mehr als 100 Einfamilienhäuser entstehen.

Des Weiteren sind im Bereich Bauernfeldallee 126 WE geplant und an der Ketziner Straße entsteht ein Gebiet mit etwa 100 Wohnungen.

Das hat sich nun geändert. Die Bralo-Immobiliengruppe hat das 2,5 Hektar große Grundstück im November vergangenen Jahres erworben und will dort bis zu 35 Millionen Euro investieren. „Das Unternehmen befasst sich mit seniorengerechten Wohnungen, allerdings wird es in Berlin immer schwieriger Grundstücke dafür zu finden“, sagte Rechtsanwalt Diethard Schütze, der der Immobiliengruppe beratend zur Seite steht. Nauen sei aber durchaus auch eine attraktive Gegend für die Errichtung altengerechter Wohnungen.

Der Investor, der das Projekt entwickeln, bauen und letztlich in seinem Bestand behalten will, plant auf dem neu erworbenen Grundstück altersübergreifendes Wohnen. So soll sich das Angebot zwar vor allem an Senioren bis zur Pflegestufe 3 richten. Darüber hinaus will man aber auch bezahlbaren Wohnraum für Familien schaffen, wie Schütze sagte. Die künftigen Bewohner würden zum einen aus der Region kommen, zum anderen will man aber auch Berliner ins Grüne vor die Tore der Hauptstadt holen.

Unklar ist noch, wie viele Wohnungen dort entstehen werden. Das hängt letztlich vom Bedarf ab. Würde man ausschließlich Einraumwohnungen mit 25 Quadratmeter errichten, käme man auf bis zu 600 Wohneinheiten. Da es jedoch einen Mix aus verschiedenen Größen geben wird – maximal 100 Quadratmeter sind möglich – werde die Zahl darunter liegen. Um flexibel zu sein, sollen die drei vorhandenen Baufelder abschnittsweise mit Häusern in Modulbauweise bebaut werden.

Geplant ist eine dreigeschossige Bebauung mit ausgebautem Dachgeschoss. Dabei soll es auch verträgliches Gewerbe geben, Die Investoren wollen zudem Gastronomie und kleine Läden auf dem Areal etablieren. 25 000 Quadratmeter Nutzfläche, einschließlich Gewerbe, könnten es am Ende sein.

„Das Ziel besteht darin, Mitte 2018 mit dem Errichtung zu beginnen, wenn der bestehende Bebauungsplan nicht geändert werden muss“, sagt Rechtsanwalt Schütze. Mit in Frage kommenden Betreibern für die geplante Seniorenresidenz sei der Investor bereits im Gespräch.

Von Andreas Kaatz

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