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Amtsverwaltung behält großes Festzelt

Nennhausen Amtsverwaltung behält großes Festzelt

Das Amt Nennhausen besitzt ein großes Festzelt, das allen Gemeinden zur Verfügung steht. Nun muss es umfassend repariert werden. Der Amtsausschuss stimmte der Reparatur zu. Allerdings gibt es nun eine neue Nutzungs- und Gebührensatzung. Das Zelt wird teurer.

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Möthlow feierte im Sommer den 710. Dorfgeburtstag im Festzelt des Amtes Nennhausen. Nun wird es repariert. Danach kostet es mehr

Quelle: foto: Norbert Stein

Rathenow. Die Dorf- und Heimatfeste in den Gemeinden des Amtes Nennhausen bieten den Besuchern Gemütlichkeit und abwechslungsreiche Unterhaltung. Und dennoch haben viele Feste eines gemeinsam. Sie werden in einem 200 Quadratmeter großen Festzelt gefeiert. Seit mittlerweile über 15 Jahren leihen sich die Organisatoren vor Ort das Festzelt vom Amt Nennhausen aus.

Das Amt Nennhausen ist seit mittlerweile 17 Jahren Eigentümer eines Festzeltes. Zwei Mitarbeiter des Bauhofes stellen das Festzelt fachgerecht auf und sorgen auch für den Abbau. Die Festveranstalter unterstützen mit Helfern. Doch der Festzeltservice kostet auch Geld und Zeit. Für etwa 15 Veranstaltungen in Dörfern wird das Festzelt jährlich genutzt. So sind zwei Mitarbeiter des Bauhofes jedes Jahr insgesamt etwa einen Monat mit dem Auf - und Abbau des Festzeltes beschäftigt. Und das in der Saison, zu der der Bauhof Rasen mähen und viele andere Arbeiten zu erledigen hat.

Nun kommt noch ein Problem hinzu. Das Zelt muss repariert werden. Einen vierstelligen Betrag muss das Amt dafür ausgeben. Der Amtsausschuss hatte deshalb nun über die weitere Verfahrensweise zu entscheiden. Gestellt wurde auch die Frage, ob man sich überhaupt weiter das Festzelt leisten sollte. Die Verwaltung unterbreitetet den Abgeordneten drei Vorschläge: Reparatur und Weiternutzung des Festzeltes, das Festzelt verkaufen und dafür zwei kleinere Zelte anschaffen oder Verkauf ohne Neuanschaffung.

Der Amtsausschuss entschied sich am Dienstagabend für erste Variante und damit für eine Reparatur und Weiternutzung. Ebenfalls beschlossen haben die Abgeordneten eine Satzung über die Vermietung und Nutzung des Festzeltes des Amtes Nennhausen. Verbunden damit sind Benutzungsgebühren.

Die Mitgliedsgemeinden des Amtes und deren Ortsteile sowie die eingetragenen Vereine innerhalb des Amtsgebietes haben der neuen Satzung zufolge für eine Ausleihe des Festzeltes 200 Euro an das Amt zu entrichten. Für andere Nutzer beträgt die Ausleihgebühr 700 Euro. „Damit wollen wir einen Teil der anfallenden Kosten ausgleichen“, erklärte Amtsdirektorin Ilka Lenke die höhere Gebühr.

Wird die vereinbarte Nutzungszeit überschritten, sind für jeden angefangenen Tag zusätzlich 50 Euro zu zahlen. Der Bauhof wird das Festzelt weiter aufstellen und abbauen. Die Veranstalter haben dafür mindestens vier Helfer zu stellen. Amtsbezogene Veranstaltungen im Festzelt, wie Feuerwehrjubiläen oder Kita-Feste kosten nichts.

Die Festzeltsatzung hat die Verwaltung nicht neu erfunden. Mit der Anschaffung des Zeltes im Jahr 2003 wurde eine Leihgebühr von 300 Euro beschlossen. „Darauf hat aber niemand geachtet“, sagte der Vorsitzende des Amtsausschusses, Michael Spieck. Das Festzelt zu behalten, ist für Thomas Richter die richtige Entscheidung. „Kleine Dörfer wie Damme könnten sich sonst für Feste niemals ein Festzelt leisten“, sagte der Abgeordnete. Indirekt unterstütze das Amt mit dem Festzelt jede Veranstaltung in den Dörfern mit 1000 Euro, hob Andreas Tutzschke, Bürgermeister der Gemeinde Märkisch Luch, hervor.

Von Norbert Stein

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