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Havelland An Motoren schrauben und Steine sammeln
Lokales Havelland An Motoren schrauben und Steine sammeln
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05:45 24.11.2016
Rainer Hofmann in der Werkstatt bei seinen Motoren. Wenn „neue“ Exemplare zu ihm gelangen, dann muss er sie in der Regel gründlich überholen. Das macht dem gelernten Schlosser aber großen Spaß. Quelle: Norbert Stein
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Zootzen

Motoren wieder Leben einhauchen oder kleine Steine sammeln. Unterschiedlicher können Hobbys kaum sein. Rainer Hofmann in Zootzen- Damm macht beides leidenschaftlich gerne. Seine freie Zeit ist damit reichlich ausgefüllt. Es gibt kaum einen Tag, an dem er nicht in seiner Werkstatt schraubt und in seinem Hobbyraum mit Steinen beschäftigt ist. „Es macht mir eben Spaß“ , sagt der heute 67-jährige Mann. Er hat Schlosser gelernt und anschließend studiert.

Nein, der Beruf sei es nicht gewesen, der das Interesse in ihm für die alten stationären Motoren geweckt hat . Mitte der 1980er Jahre habe er damit einfach angefangen und konnte nicht wieder loslassen, obwohl er nicht unbedingt einen „Motoren-Virus“ für sich diagnostizieren kann. 14 Motoren hat er derzeit in der Werkstatt, auf dem Hof und in einem Nebengelass.

„Höffi’s Motorenschmiede“ ist über Zootzen-Damm hinaus bekannt im Havelland und Umgebung. Er fachsimpelt gerne mit anderen Motorenfans über Technik, Ersatzteile und viele Dinge mehr. Unter einem Carport steht sein ganzer Stolz: Es ist ein großer Deutz – Dieselmotor, Baujahr 1936 und 18 PS Leistung. Gezeigt und vorgeführt hat er sein Schmuckstück schon auf Volksfesten in Friesack. Zum ersten Treckertreffen im Oktober in Friesack war er dabei, 2017 macht er wieder mit.

Bei sich zu Hause betreibt Hofmann mit einem Motor eine alte Schrotmühle, mit der er Mais als Winterfutter für die Vögel auf seinem Grundstück schrotet. Aber er behält seine Motoren nicht ewig. „Das Hobby muss sich drehen“, meint er. Einige Aggregate verkauft er wieder und holt sich dafür neue. Wobei die Bezeichnung „neu“ nicht ihrem Zustand entspricht. Die Motoren, die er sich von Grundstücksauflösungen, Bauernhöfen oder Museen besorgt, bedürfen meist einer gründlichen Überholung. Die Ersatzteile dafür besorgt er sich übers Internet, auf Märkten oder fertigt sie selbst an der Werkstatt.

Gleich neben der Werkstatt liegt sein Hobbyraum mit Vitrinen, in denen er seine gesammelten Steine aufbewahrt. Wie viele es insgesamt sind, kann Rainer Hofmann nicht sagen, auf jeden Fall sehr viele. Steine sammelt er schon seit seiner Kindheit und bei weitem keine beliebigen Exemplare. Zur Sammlung gehören etwa 60 Millionen Jahre alte Tertiär-Steine oder aber Jurakalksteine, etwa 140 Millionen Jahre alt. Ein Korallenstein aus seiner Sammlung liegt im Naturkundemuseum in Berlin.

Zum Steine sammeln oder um besondere Stücke in Bergwerken aus Gestein zu meißeln, geht er auf Reisen. Er fährt an die Nordsee oder ins Ausland, nach Dänemark oder Italien. 2017 wieder nach Dänemark. „Für Steinesammler ist Dänemark ein Eldorado“, erklärt Rainer Hofmann. Auch auf Feldern im Havelland hat er schon interessante Stücke gefunden. Er pflegt und poliert seine Steine. Größere Exemplare zersägt er mitunter, um daraus Uhren zu bauen.

Von Norbert Stein

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