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An der Haltestelle zurückgeblieben

Schüler kamen nicht mehr nach Seeburg An der Haltestelle zurückgeblieben

Zwei Viertklässler kamen nach dem Unterricht in der Dallgower Grundschule nicht mehr in den Bus der Linie 663, um nach Seeburg zu fahren, wo sie wohnen. Der Bus war übervoll. Wie Havelbus sagt, soll voraussichtlich ab Schuljahresbeginn 2016/17 die Linienführung geändert werden, um dies künftig zu vermeiden.

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Havelbus-Betriebshof in Falkensee.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Dallgow-Döberitz. Für Tobias und seinen Schulfreund war es am Mittwoch vergangener Woche schwierig, nach dem Unterricht zurück nach Seeburg zu gelangen. Die beiden Viertklässler besuchen die Grundschule in Dallgow. Als der Bus der Linie 663 da gegen 15.20 Uhr ankam, war er schon recht voll – unter anderem mit Gymnasiasten, die zum Dallgower Bahnhof wollten. Am Ende kamen die Jungen nicht mehr in diesen letzten Bus, der sie hätte nach Seeburg bringen können. Sie mussten von Eltern abgeholt werden.

Tobias’ Vater ärgert dies, seiner Ansicht könnte man solche Situationen vermeiden. „Es sollten größere Busse eingesetzt werden“, sagt er. Außerdem könnte man es so handhaben wie früher. Da war der 663er erst zum Bahnhof gefahren, um die Fahrgäste dort aussteigen zu lassen, denn die meisten wollen dorthin. Anschließend habe er dann die Schule angesteuert, um auch die Kinder, die nach Seeburg wollen, aufzunehmen.

Wie Havelbus-Sprecherin Karola Schulz sagt, sei der Bus sehr unterschiedlich ausgelastet. Größere Fahrzeuge einzusetzen scheitere häufig daran, dass diese auf anderen Linien fahren müssen. „Wir haben nur bestimmte Kapazitäten und die sind ausgelastet“, bedauert die Sprecherin. So werde es eher die Ausnahme sein, dass in Dallgow zu der Zeit ein Gelenkbus eingesetzt werden kann. Anstelle des zwölf Meter langen Fahrzeugs könnte stattdessen eher einmal ein dreizehn Meter langes dort die Schüler aufnehmen.

Karola Schulz spricht von einem Winterphänomen. Denn wenn im Frühjahr wieder viele Kinder aufs Fahrrad umsteigen, dann reicht der Platz im Bus auch wieder aus. Doch es könnte für die kalte Jahreszeit bald eine Lösung geben. So habe der Verkehrsleiter von Havelbus in Falkensee das Problem schon in seine Planung aufgenommen. So soll voraussichtlich zum Schuljahresbeginn 2016/17 der Vorschlag von Tobias’ Vater berücksichtigt werden. Dann würde der Bus die Schleife fahren – erst zum Bahnhof und dann zur Grundschule.

Für eine sofortige Änderung sei es laut Karola Schulz aber zu spät. Zwar werde es für den Raum Falkensee in Kürze Änderungen am neuen Fahrplan vom Dezember geben, um auf einigen Linien nachzubessern. Doch die Pläne liegen jetzt schon beim Landkreis zur Unterschrift vor.

Von Andreas Kaatz

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