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Havelland An der Herrenlanke soll gebaut werden
Lokales Havelland An der Herrenlanke soll gebaut werden
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18:07 13.07.2017
Auf diesem Areal sollen Eigenheime gebaut werden. Im Hintergrund das Gewerbegebiet an der Gasanstalt. Quelle: Foto: Markus
Rathenow

Für die geplante Erweiterung des Baugebiets an der Rathenower Herrenlanke werden die ersten Weichen gestellt. Nach einem Beschluss der Stadtverordneten, der auf der letzten Sitzung gefällt wurde, wird ab dem 1. August der Planentwurf öffentlich ausgelegt. Bürger haben dann einen Monat lang die Möglichkeit, sich über das Vorhaben zu informieren und gegebenenfalls Bedenken oder Einwände zu äußern.

Bebaut werden soll der brach liegende nördliche Teil des Areals zwischen Gustav-Freytag-Straße und der Gasanstalt. Auf dem südlichen Teil des Grundstücks stehen bereits seit einigen Jahren 18 Eigenheime. Fast alle haben Wasserblick – entweder auf die Herrenlanke selbst oder auf einen künstlichen Wasserlauf, der bei der Entwicklung des Grundstücks Mitte der 1990er Jahre angelegt wurde.

Auf der Brache wäre nach Auskunft des Planers Hagen Roßmann Platz für weitere 20 Eigenheime. Ob diese tatsächlich gebaut werden können, hängt vom Ausgang des B-Plan-Verfahrens ab.

Geklärt werden muss unter anderem, ob die gesetzlichen Lärmschutzrichtlinien eingehalten werden, die für eine Wohnbebauung bindend sind. Und potenzielle Lärmquellen sind tatsächlich vorhanden. Zum einen ist die B 188-Umgehungsstraße nicht weit entfernt. Zum anderen befinden sich zwei Bahnlinien in unmittelbarer Nähe des Baulandes: die ICE-Strecke Hannover – Berlin sowie die Regionalbahnlinie Rathenow – Brandenburg. Nach Auskunft von Hagen Roßmann hat eine Lärmuntersuchung ergeben, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Am Nordrand des Areals werde außerdem ein begrünter Erdwall errichtet, um die Wohnhäuser von Lärm abzuschirmen.

Auch das Gewerbegebiet an der Gasanstalt, das im Norden unmittelbar an das künftige Bauland anschließt, stellt nach derzeitigem Stand der Dinge in immissionsrechtlicher Hinsicht kein Hindernis für die Bebauungspläne dar. Allerdings ist das eine Momentaufnahme. Möglich wäre es ja, dass die Betriebe, die dort ansässig sind, in den kommenden Jahren Erweiterungen planen, durch welche die Lärmbelastung erhöht wird.

„Genau das fragen wir im Rahmen der öffentlichen Auslegung ab“, sagt Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus. Die Firmen an der Gasanstalt seien aufgefordert, Stellung zu den Plänen zu nehmen. Alle Anmerkungen und Einwände würden Niederschlag im B-Plan finden. „Wir müssen darauf achten, dass das Gewerbe an der Gasanstalt durch den B-Plan nicht in seiner Entwicklung behindert wird“, sagt Remus. Der Schutz der vorhandenen Betriebe habe in diesem Fall Vorrang vor den Interessen künftiger Eigenheimbesitzer. Sollte es gelingen, das B-Plan-Verfahren bis Ende des Jahres abzuschließen, könnte 2018 mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden.

Von Markus Kniebeler

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