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Havelland Anbau ans blaue Hortgebäude kommt bis Jahresende
Lokales Havelland Anbau ans blaue Hortgebäude kommt bis Jahresende
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02:15 04.06.2017
Erleichterung bei den Horterzieherinnen nach der Entscheidung der Gemeindevertreter. Quelle: Andreas Kaatz
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Brieselang

Das Geld steht im Haushalt bereit, die Vergabeentscheidung ist gefallen: Brieselangs Gemeindevertreter haben am Mittwochabend die Weichen für den Anbau an das blaue Gebäude des Hortes Robinson gestellt. Somit soll jetzt bis Ende des Jahres das Gebäude mit 72 Plätzen für 850 000 Euro stehen.

Erleichterung herrschte bei den Erzieherinnen, die in großer Zahl anwesend waren. Hortleiterin Mandy Dahms hatte zuvor noch einmal auf eine schnelle Lösung gedrängt, wie sie der Vorschlag der Gemeindeverwaltung darstellt: „Uns ist wichtig, dass dem Antrag stattgegeben wird.“ Denn der Platz ist knapp. Zum Schuljahresbeginn wird der Hort mit 245 Anmeldungen starten, was nur mit einer erneuten Ausnahmegenehmigung klappt. Nunmehr wird aber auch eine Doppelnutzung von Klassenräumen in der Robinson-Schule notwendig. „Eine Situation, wie wir sie seit 2007 nicht mehr hatten.“


Dabei wäre es durchaus auch möglich gewesen, dass sich der Anbau um mindestens drei Monate verzögert. Die Fraktion BFB brachte nämlich – entsprechend der Empfehlung eines Anwaltes – den Antrag ein, die Ausschreibung aufzuheben. Sei doch nicht das angeboten worden, was die Gemeinde wollte – nämlich Container als Zwischenlösung für fünf Jahre. Stattdessen haben die zwei beteiligten Firmen eine dauerhafte Modulbauweise präsentiert, die eine halbe Million Euro mehr kostet. Nach Vorstellung von BFB sollte die Gemeinde eine erneute Ausschreibung auf den Weg bringen mit dem Ziel, Container aufzustellen. Wenn dann in etwa fünf Jahren die neue Ober- beziehungsweise Gesamtschule steht, könnte der Hort in das jetzige – aber dann sanierte – Oberschulgebäude einziehen.

BFB-Fraktionschef Christian Achilles begründete den Vorstoß damit, dass bei einer dauerhaften Anbaulösung das Gelände zu sehr zugebaut würde. Er gäbe dann nicht mehr genug Platz für den ebenfalls dort geplanten Neubau der Ober-/Gesamtschule und die zugehörigen Freiflächen. „Wir müssen auf dem Gelände eine vernünftige Balance finden“, so Achilles. Damit würde zwar die Doppelnutzung von Räumen länger andauern, „was nicht schön, aber zumutbar ist“.

Am Ende gaben die Gemeindevertreter der dauerhaften Variante mit 14 Ja- zu sieben Nein-Stimmen den Vorzug. „Wir müssen sofort handeln“, sprach Norbert Jütterschenke (SPD) aus, was die Mehrheit dachte. Zumal er auch nicht glaube, das es bei den drei Monaten Verzögerung bleibt – ebenso wie Ralf Heimann (IBB). Dieser befürchtet eine Menge rechtlicher Probleme. Michael Koch (CDU) denkt, dass die Gemeinde bei der jetzigen Lösung mehr für ihr Geld bekommt.

Von Andreas Kaatz

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