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Gerätehaus der Grützer Wehr wird erweitert

Stadtverordnete geben 100 000 Euro für Umbau frei Gerätehaus der Grützer Wehr wird erweitert

Fast sechs Jahre lang haben die Grützer dafür gekämpft, dass das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr erweitert wird. Der Einsatz hat sich gelohnt. Am Dienstagabend gaben die Rathenower Stadtverordneten per Beschluss 100 000 Euro für das Vorhaben frei. Dem Bau steht nun nichts mehr im Wege.

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Nicht viel größer als eine Garage: Ortsbürgermeister Torsten Kenzler im Grützer Gerätehaus.

Quelle: Markus Kniebeler

Grütz. Das nennt man in der Umgangssprache ein dickes Brett. Aber jetzt ist es durchbohrt. Seit fast einem Jahrzehnt prangert die Freiwillige Feuerwehr Grütz die mangelhaften räumlichen Verhältnisse in ihrem Feuerwehrgerätehaus an. Stets erteilte die Stadtverwaltung dem Wunsch nach einer baulichen Erweiterung eine Absage. Das Geld für eine Erweiterung, so die Begründung, sei nicht vorhanden.

Doch nun ist es plötzlich da. 100 000 Euro stehen für die Erweiterung zur Verfügung. Am Mittwochabend wurde diese frohe Nachricht den Rathenower Stadtverordneten in Beschlussform vorgelegt. Und die machten kurzen Prozess. Ohne Gegenstimme gaben sie das Geld für die Grützer Wehr frei. Danach passierte, was in einer Stadtverordnetenversammlung selten geschieht: Es gab Applaus.

Die Freude der Abgeordneten darüber, dass die misslichen Bedingungen, unter denen die Grützer Feuerwehrleute ihren Dienst versehen, endlich beseitigt werden, war offenkundig. Und auch den Vertretern der Verwaltung war die Erleichterung darüber anzumerken, den Grützern nicht die nächste Absage erklären zu müssen.

Der Platz reicht hinten und vorne nicht

Dass die derzeitigen Bedingungen für die Brandschützer in Grütz alles andere als optimal sind, daran zweifelt niemand. Vor allem jene Abgeordneten, die sich vor einigen Jahren im Rahmen einer Bauausschusssitzung ein Bild von der Lage machten, hatten die Situation noch vor Augen: Die Räume der Feuerwehr sind einfach zu klein. Das Einsatzfahrzeug steht in einer besseren Garage, die auch noch vollgestellt ist mit notwendigem Material. Bei Alarm ist es so eng, dass die Feuerwehrleute nicht durch das Vordertor der Garage gehen, weil der Platz nicht ausreicht. Stattdessen nehmen sie den Umweg über den Versammlungsraum, der gleichzeitig als Umkleide herhalten muss.

Dieses Gequetsche ist nicht nur unbequem, sondern kostet auch Zeit. Zeit, die man bei einem Alarm eigentlich nicht verlieren darf. Deshalb kann man auch die Erleichterung von Ortsbürgermeister Torsten Kenzler verstehen, als der die frohe Kunde vernahm. „Endlich ist dieses Problem gelöst“, sagte er. „Wir brauchen hier kein Luxusheim, sondern kämpfen für vernünftige Einsatzbedingungen.“ Das dies nun endlich klappe, sei großartig.

Das Geld, das nun in den Umbau fließt, hatte die Stadt zurückgelegt für den Fall, dass das Hinterarchenwehr erneuert wird und die Stadt sich am Bau der Brücke beteiligen muss. Weil das Bauvorhaben in den kommenden zwei Jahren aber nicht realisiert wird, fiel der Entschluss, diese Rücklage nach Grütz umzuleiten. Lange werden die Grützer auf den Anbau an das Gerätehaus übrigens nicht warten müssen. Nach Auskunft von Rathenows Bauamtsleiter liegen die Pläne in der Schublade. Die Baugenehmigung sei auch schon erteilt worden. Nichts spreche dagegen, mit dem Bau im Frühjahr zu beginnen. Und da es sich ja nicht um ein hochkompliziertes Bauvorhaben handele, werde die kleine Halle bestimmt vor dem Sommer fertig.

Lang ersehnter Anbau

Das jetzige Gerätehaus der Grützer Feuerwehr soll durch einen Anbau erweitert werden. Der wird neben der Halle entstehen, in dem derzeit der Einsatzwagen parkt.

Der Anbau wird so bemessen sein, dass er nicht nur Platz bietet für den Mannschaftswagen bietet, sondern auch groß genug ist für ein Tragkraftspritzenfahrzeug. Ein solches besitzt die Grützer Wehr zwar nicht, aber es könnte ja irgendwann eines angeschafft werden.

Der Raum, in dem derzeit das Einsatzfahrzeug steht, soll zur Umkleide werden. Die Uniformen könnten dann endlich aus dem Versammlungsraum entfernt werden.

Von Markus Kniebeler

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