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Havelland Anfängerglück mit Strickmütze
Lokales Havelland Anfängerglück mit Strickmütze
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16:57 17.05.2013
NAUEN/FALKENSEE

. Sechs Frauen waren erschienen. Na, vielleicht findet der Herr bei einem Folgekurs den Mut zum Kommen. Denn den wird es geben. „Die Leute wollen stricken lernen“, hat Ellen Oltersdorf beobachtet, die früher in ihrem Handarbeitsgeschäft „Ellens Stofftruhe“ schon Kurse gab.

Die alte Handarbeitstechnik ist im Kommen. Und sie ist kommunikativ. Das weiß auch Manuela Stelter. Sie lädt deshalb gern zum Stricktreff „Ela Kreativ“ in die Elsterklause von Falkensee. Da will sie sich mit kreativen Menschen treffen. „Einfach nur zusammensitzen, quatschen, klönen und stricken.“ Und austauschen über die Handarbeiten, über Muster, Techniken und Tricks.

Das machen auch die Frauen im Wohnzimmer von Ilka Buchholz. Die junge Mutter versammelt andere junge Mütter um sich und bringt ihnen in Falkensee das Stricken bei. Erdbeermützen sind dabei die absoluten Renner. Ilka Buchholz strickt sie immer wieder. Sie strickt auch Jacken und Hosen und Stulpen und Decken. Aber am meisten fügen sich bei ihr Masche an Masche zu Mützen.

Wenn die Falkenseerin früh aufsteht, dann kocht sie sich erst mal einen Kaffee und fängt an zu stricken. Ihr Mann hat sich dran gewöhnt, die Söhne kennen ihre Mutter gar nicht anders. Die Kinder sind ja überhaupt der Grund, dass Ilka Buchholz strickt. Dass sie unter dem Label „Jakobskleider“ Sachen für Kinder herstellt, dass sie Strickkurse gibt.

Von Hause aus ist Ilka Buchholz Kunstwissenschaftlerin, hat sich viel mit moderner amerikanischer Malerei befasst. Als aber die Kinder kamen, da hat die Familie im Grünen ein Häuschen mit Garten gesucht. Hat 2010 den Berliner Wedding verlassen und ist nach Falkensee gezogen.

Gelernt hatte Ilka Buchholz das Stricken bei der Großmutter, auch in der Schule wurde das Stricken gelehrt. Als sie schwanger wurde, war einer ihrer ersten Gedanken: „Oh toll, Babymützen.“ Da hatte sie Lust und Zeit, etwas zu stricken, erinnert sie sich. Da wurden Nadeln und Wolle wieder hervorgeholt – und es hat ihr viel Spaß gemacht.

Was dabei entsteht ist keine Oase in Himmelblau und Zartrosa. „Kinder brauchen Farbe“, ist Ilka Buchholz überzeugt, aber sie setzt nicht auf die Bonbonfarben, sondern auf kräftige Töne. Die rot-grüne Erdbeermütze kündet davon. Das trifft auch den Geschmack der Frauen, die sich hier zwei Mal die Woche treffen.

Stricken hat längst nicht mehr das etwas angestaubte Image vergangener Jahre. „Die Frauen bekommen Kinder und möchten etwas für die Babys stricken“, hat Ilka Buchholz beobachtet. Aber viele haben noch nie Nadel und Faden in der Hand gehabt. Absolute Beginnerinnen und Wiedereinsteigerinnen treffen sich auf dem Sofa von Ilka Buchholz. Die Kinder krabbeln und laufen herum, die Mütter haben ein Auge auf die Kleinen, das andere auf die Nadeln mit den Maschen. Alles bleibt ruhig und gelassen. Viele Neu-Falkenseerinnen knüpfen hier soziale Kontakte enger, kennen sich aus Hebammenpraxis, Babykurs oder Waldorfkindergarten.

Mit Mützen wird angefangen. „Das geht schnell und ist nicht so schwer“, sagt die Stricklehrerin. Aber was heißt schon: nicht so schwer. Für Anfänger ist das Halten der Nadeln, das Wickeln des Fadens schon unendlich schwer. Fast alle halten den Faden zu fest, verkrampfen, da läuft schon mal ein Finger blau an. Es dauert, bis die gewünschte Lockerheit kommt. „Fehler beseitigen, wenn Maschen runter gefallen sind“, findet Sandra Sell schwer. Irgendwann aber geht’s. „Und jetzt mach ich mal was für mich“, sagt Christine Samuel und strickt für sich selbst eine Mütze. Über das einfache Zwei-links-zwei-rechts ist sie inzwischen hinaus.

Während die Anfänger sich an geringelte Mützen machen, strickt Ilka Buchholz an freundlichen Monsterhosen. Gerne will sie mit einer Freundin, die näht, in Falkensee einen kleinen Laden aufmachen. Dann dort auch Näh- und Strickkurse anbieten. Aber vorerst treffen sich die Maschenfreunde bei ihr. Im Herbst will sie einen Kinderstrickkurs starten. Damit nicht wieder eine Strickgeneration verloren geht. (Von Marlies Schnaibel)

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