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Angehende Erzieher beleben Schulgarten

Schulgarten-AG Angehende Erzieher beleben Schulgarten

Kirschen und Beeren naschen, in der Frühlingssonne sitzen und nebenbei noch Unterricht an der frischen Luft machen – das klingt fast zu schön um wahr zu sein. Für die Schüler der Grundschule Am Weinberg könnte dieser Traum tatsächlich in Erfüllung gehen. 15 Schüler der Weinberg-Grundschule sind jetzt begeisterte Gärtner.

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Die Mädchen der Garten-AG präsentieren stolz ihren Kräutergarten, den sie für die Kinder der Koch-AG angefertigt hatten.

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Kirschen und Beeren naschen, in der Frühlingssonne sitzen und nebenbei noch Unterricht an der frischen Luft machen – das klingt fast zu schön um wahr zu sein. Für die Schüler der Grundschule Am Weinberg könnte dieser Traum tatsächlich in Erfüllung gehen. 15 Mädchen und Jungen arbeiten seit September tatkräftig an der Wiederbelebung des Schulgartens, in dem künftig nicht nur Obst und Gemüse wächst. Auch eine Tafel und Bänke sollen demnächst hier stehen. So haben es drei Schüler der Beruflichen Schule für Sozialwesen „Sophie Scholl“ geplant. Seit September leiten sie Garten-Arbeitsgemeinschaft.

Die Idee zur Garten-AG kam dem 25-jährigen Martin Rißmann als er während eines Praktikums an der Schule das brachliegende Areal entdeckte. Auch seine Klassenkameraden David Wenzel und Annekathrin Becks waren davon begeistert. Zu dritt führen sie nun ein Schuljahr lang, die Kinder an die Gartenarbeit heran.

Jeden Mittwoch um 14 Uhr besuchen Rißmann, Wenzel und Becks die Weinberg-Grundschule und arbeiten mit den Jungen und Mädchen 90 Minuten lang an der frischen Luft – zumindest wenn es das Wetter erlaubt. In den letzten Wochen haben sie gemeinsam erste Sträucher gepflanzt, Beete angelegt, Bäume umgesetzt und natürlich jede Menge Unkraut gehackt. „Die Kinder sind mit Eifer dabei“, erzählt Annekathrin Becks. Die 24-Jährige war überrascht, wie gut einige in Sachen Gartenarbeit schon Bescheid wissen. „Viele erzählen, dass sie bei Oma und Opa oder den Eltern im Garten helfen“, so Becks.

Ziel ist es, auf dem Schulhof einen Bereich zu schaffen, in dem sich die Kinder wohlfühlen, den sie selbst mitgestalten und an dem sie sich auch mal zurückziehen können. Selbst Unterrichtsstunden sollen künftig hierher verlegt werden können. Die nötigen Voraussetzungen werden in den kommenden Monaten geschaffen.

Für die Kinder ist die Teilnahme an der AG kostenlos. Allerdings sind die drei AWO-Schüler auf Materialspenden angewiesen, um den Unterricht möglichst praktisch und lebendig gestalten zu können. Für Martin Rißmann, David Wenzel und Annekathrin Becks ist die Garten-AG Bestandteil ihrer Ausbildung zum Erzieher. Vor den Sommerferien werden sie den wiederbelebten „Nasc(h)i-Garten“ feierlich an die Schule übergeben. Dabei sind dann auch ihre Lehrer von der AWO-Schule, die das Praxisprojekt bewerten. „Natürlich muss der Garten danach vom Hort und der Schule weiter gepflegt werden, das ist unsere große Hoffnung“, sagt Annekathrin Becks.

Von Christin Schmidt

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