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Havelland Angelfreunde stürmen Fachmesse
Lokales Havelland Angelfreunde stürmen Fachmesse
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10:56 27.02.2018
Mit ihren Montagesystemen zum Angeln mit Steinen sind Martin Gottschling (l.) und Karsten Jaszkowiak (M.) von „Fishstone“ 2017 an den Markt gegangen.
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Paaren im Glien

Ein voller Parkplatz am frühen Sonntagmorgen und schon hunderte Besucher, die sich in den drei Ausstellungsbereichen des MAFZ-Erlebnisparks tummeln: Zum 15. Mal fand am Wochenende in Paaren im Glien die CarpExpo Berlin, die Anglerfachmesse, statt.

Bei über 60 teils internationalen Ausstellern konnten die Besucher aus ganz Deutschland, aber auch aus dem nahen Ausland alles erstehen, was ihr Anglerherz begehrt: Liegen, Schlafsäcke, Zelte, Boote, Echolote und Messer, aber natürlich auch Angelbekleidung und Angelruten. Und natürlich Köder – von den Fachleuten Baits und Boilies genannt – in allen Zustandsformen und Geschmacksrichtungen.

Fischleckerbissen mit Vanillegeschmack

Mixturen zum selber Herstellen von Boilies (abgeleitet vom englischen Wort für Kochen) konnten gleich in 20-Kilo-Säcken bei Henri Bruchwitz von Futter.XL erstanden werden. An die Mixturen in den Geschmacksrichtungen Knoblauch oder Vanille muss der Angler nur noch Eier mixen und die kleinen, runden Kugeln in einer Maschine rollen.

Dann gehen die Fischleckerbissen in den Kochtopf, werden gekocht oder gedampft. „Viele Angler wollen das Futter selbst herstellen, ihre eigene Kreation entwickeln. Da schwören viele drauf, weil sie wissen, was drin ist“, weiß der Mecklenburger, der selbst seit 1993 gerne angeln geht. Doch kommt bei ihm kein Fisch in den Kochtopf. Bruchwitz schwört auf das Prinzip „Catch and release“ (fangen und freilassen). Aus Verneigung vor den Kreaturen, wie er betont.

Brandenburg hat besonders viele Angler

Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg gehören zu den Bundesländern mit den meisten Petrijüngern, in einem Viertel aller Haushalte sei dort laut Statistik eine Angel zu finden. Bei Adrian Martens am Stand von Ricos Welscamp, die Angeltouren in Spanien und Italien anbieten, gab es, zwischen den Hightechausrüstungen vieler Anbieter, ein schlichtes Stück Holz zu bestaunen. „Das ist ein Wallerholz“, erklärte der Fachmann aus Bernau. Mit dem Holz schlage man aufs Wasser und erzeuge so Töne, mit denen man Welse (regional Waller genannt) anlocken könne.

Von Raubfischen und Kormoranen

Dass viele Menschen diese mächtigen Süßwasserraubfische als Plage ansehen, kann er nicht verstehen. „Für mich sind Kormorane eine Plage.“ Anders als bei vielen Messebesuchern kommt bei Martens der gefangene Fisch in die Pfanne oder landet im Rauch. „Ich angle alles, außer Lachs und Forelle. Für mich ist das Entspannung nach der Arbeit und Rauskommen in die Natur.“

Angeln mit Steinen statt mit Blei

Zurück zur Natur wollen auch die Männer von Fishstone aus Berlin, die nach zwei Jahren Entwicklungszeit ein Montagesystem entwickelt haben, mit dem mit Steinen geangelt werden kann. „Jährlich werden 600 Tonnen Blei im Wasser versenkt, das muss nicht sein“, berichtet Karsten Jaszkowiak aus Berlin von der Ursprungsidee, die er mit seinem Geschäftspartner Ende 2017 auf den Markt gebracht hat.

Das Montagesystem, das auch als Drop-off-Variante zum Werfen geeignet ist, wird aus Naturkautschuk und einem Kunststoff auf Maisstärkebasis am 3D-Drucker hergestellt, 100 Mal wiederverwendbar und biologisch abbaubar. Hat ein Fisch angebissen, klinkt der Stein sich aus und es kann gewichtsfrei gedrillt, der Fisch aus dem Wasser gezogen werden. Dann wird der nächste Stein eingespannt. „Die Kunden sind überrascht und interessiert. Ich hatte mit mehr Skepsis gerechnet“, ist Jaszkowiak zufrieden. Bereits am Sonnabend war er ausverkauft.

Von Ulrike Gawande

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