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Anschlag auf Falkenseer Linken-Büro

Keine Seltenheit in Brandenburg Anschlag auf Falkenseer Linken-Büro

Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag das Begegnungszentrum der Linken in der Falkenseer Bahnhofstraße angegriffen und versucht, die große Fensterscheibe einzuschlagen. Anschläge auf Parteibüros sind im Land Brandenburg keine Seltenheit. In Nauen hatte es zuletzt im Sommer eine ganze Anschlagsserie gegeben.

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Die stark beschädigte Fensterscheibe der Falkenseer Linken-Begegnungsstätte in der Bahnhofstraße.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag das Begegnungszentrum der Linken in der Falkenseer Bahnhofstraße angegriffen. Die Täter versuchten offenbar, die große Schaufensterscheibe einzuschlagen, was ihnen aber nicht gelang, da die Scheibe aus Spezialglas besteht. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

„Sollte es sich bei dem Anschlag um eine politisch motivierte Tat handeln, kann ich den Tätern versichern, dass wir uns davon nicht einschüchtern lassen. Im Gegenteil. Das haben wir in Nauen bewiesen und das werden wir auch in Falkensee unter Beweis stellen“, so Harald Petzold, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Falkenseer Linken.

Wie Polizeisprecherin Jana Birnbaum am Mittwoch sagte, sei die starke Beschädigung an der Scheibe durch einen unbekannten Gegenstand mit einem Durchmesser von etwa 15 Zentimetern hervorgerufen worden. „Wir ermitteln jetzt wegen Sachbeschädigung. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar“, sagte die Polizeisprecherin. Allerdings könne sie einen Zusammenhang mit den Taten in Nauen, als es mehrere Anschläge auf das dortige Linken-Büro gab, auch nicht ausschließen. Allerdings gebe es kein Bekennerschreiben. Und letztlich könne es auch eine Tat sein, die nicht politisch motiviert ist. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen jedenfalls noch nicht übernommen.

Büros von der Links-Partei werden immer wieder angegriffen

Anschläge auf Parteibüros sind im Land Brandenburg keine Seltenheit: Rund 100 Attacken gab es in den vergangenen zehn Jahren. Fassaden wurden mit Hakenkreuzen beschmiert, Schaukästen beschädigt oder gar Eingangstüren in Brand gesetzt. Die meisten der erwischten Täter hatten einen rechtsextremen Hintergrund.

Auch auf das Büro der Partei Die Linke in der Nauener Marktstraße war im Sommer eine Reihe von Anschlägen – unter anderem mit Farbbeuteln – verübt worden. Die Linke, die sich für ein Asylbewerberheim in Nauen stark macht, vermutet hinter den Attacken einen rechtsextremen Hintergrund. Zudem warfen Unbekannte im Juni Steine in zwei Scheiben der SPD-Geschäftsstelle in der Goethestraße.

Polizei: Die Täter suchen mit den Taten ein öffentliches Podium

Der Staatsschutz ermittle nach den Anschlägen in Nauen intensiv, erklärte Polizeisprecherin Jana Birnbaum. Drei Personen hatte die Polizei zuletzt dort erwischt. „Die Täter suchen durch solche Taten ein öffentliches Podium, um ihre Ansichten zu verbreiten“, so die Sprecherin. Sie könne aber nicht sagen, ob alle Anschläge einen rechtsextremen Hintergrund hatten. Es könnten auch „Trittbrettfahrer“ dabei sein, die nur die Aufmerksamkeit der Presse suchten.

Von MAZonline

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