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Havelland Anstehen für ein Autogramm von Lea Streisand
Lokales Havelland Anstehen für ein Autogramm von Lea Streisand
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00:20 23.09.2017
Schlange stehen für ein Autogramm der Berliner Autorin Lea Streisand. Quelle: Christin Schmidt
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Rathenow

Roter Pulli, dicker Schal und freches Lachen – so saß Lea Streisand am Dienstagabend in der Buchhandlung Tieke in der Berliner Straße. Gut 50 interessierte Gäste hatten sich zwischen den Büchern versammelt, um die Berliner Autorin zu hören und zu sehen. Dabei fiel auf, dass dieses Mal mehr Männer im Publikum saßen, als es sonst bei Lesungen in Rathenow üblich ist. Vermutlich weil die Geschichtenerzählerin und Romanautorin mit der markanten Stimme vielen aus Zeitung und Radio bekannt ist, sie ihren Humor mögen und die Gelegenheit, das Gesicht zur Stimme zu sehen, nicht verpassen wollten .

„Ich lese 40 Minuten und dann schauen wir mal, ob sie noch wach sind“, mit dieser Begrüßung eröffnete Streisand den Abend. Sie begann mit dem Prolog ihres Debütromans „Im Sommer wieder Fahrrad“, ein Werk mit starken autobiografischen Zügen, wie Susan Schwarzlose, Inhaberin der Buchhandlung Tieke, verriet. Darin geht es um die Geschichte einer Großmutter und ihrer Enkelin, es geht um Erinnerungen, was sie mit uns machen und wir mit ihnen.

Ein neuer Roman ist bereits in Arbeit

Lea Streisand wählte für den Abend in erster Linie Geschichten über „Mütterchen“ aus, einer toughen Frau mit Kullerbauch und dürren Beinen, die einst als Schauspielerin durch das ganze Land tourte, sich von nichts und niemandem unterkriegen ließ und der nichts fremder war als Frömmigkeit. Mit sympathischer Berliner Schnauze und Witz las Lea Streisand ihre Zeilen vor.

Das Publikum lauschte aufmerksam, kicherte immer wieder und schien sich prächtig zu amüsieren. Natürlich war niemand nach 40 Minuten eingeschlafen. Es wollte auch keiner den Gast aus Berlin so schnell gehen lassen. Deshalb griff die Autorin zu ihrem Band „War schön jewesen: Geschichten aus der großen Stadt“ und gab noch drei kurze Werke zum Besten.

Dass Lea Streisand ihr geliebtes Berlin verließ und im Rahmen der Reihe „Literaturgespräche Premnitz – Rathenow“ die havelländische Kreisstadt besuchte, ist nicht zuletzt Susan Schwarzlose zu verdanken. Sie hatte die Autorin in einer Lesung erlebt und war sich sofort sicher, „die passt zu uns, die müssen wir nach Rathenow holen“.

Wie richtig sie mit dieser Vermutung lag, zeigte sich noch einmal nach der Lesung. Zahlreiche Gäste standen Schlange, um sich von der Autorin eine Widmung und ein Autogramm in ihr Exemplar schreiben zu lassen.

Übrigens entlockte Susan Schwarzlose der Autorin zum Schluss noch die Information, dass ein weiterer Roman bereits in Arbeit ist und 2019 erscheinen soll. „Mütterchen“, die ihre talentierte Enkelin Lea nicht mehr live auf einer Lesebühne erleben konnte, wäre sicher stolz.

Von Christin Schmidt

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