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Havelland Die bittere Antaris-Bilanz
Lokales Havelland Die bittere Antaris-Bilanz
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16:17 08.07.2015
Todesfälle sind auf derartigen Großveranstaltungen "nicht ungewöhnlich". Quelle: Ch. Schmidt
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Stölln

„Im Verhältnis gesehen war das ein guter Schnitt“, so Notfallsanitäter Rayk Sommer. Ein Großteil der Einsätze sei auf die Hitze zurückzuführen. Zudem gab es diverse Schnittverletzungen und große Blasen, aber nicht eine Verletzung durch Schlägereien. „Insgesamt gab es weniger Drogennotfälle als im vergangenen Jahr. Die Hitze machte ganz klar die größten Probleme“, so Sommer. Sehr viele Festivalbesucher mussten aufgrund von Austrocknung behandelt werden. Aus der Statistik heraus ragt aber natürlich der noch ungeklärte Todesfall vom Festival-Freitag.

Wegen Hitze diesmal mehr Retter

Für die Kosten der medizinischen Versorgung vor Ort kommt der Veranstalter auf. Er beauftragt sowohl den Rettungsdienst, als auch die Feuerwehr und eine Sicherheitsfirma zur Absicherung des Festivals. Diese Zusammenarbeit laufe seit Jahren sehr gut, wie Rayk Sommer und auch Rhinows Ordnungsamtsleiter und Amtsbrandmeister, Michael Mirschel, bestätigen.

Beide begleiten von Beginn an das Festival in Stölln. Für die medizinische Versorgung zahlt der Veranstalter eine Pauschale an den Arbeiter-Samariter-Bund, der das nötige Personal und die Ausrüstung zur Verfügung stellt. Erst wenn ein Transport in eine Klinik nötig ist, kommt der Rettungsdienst Havelland ins Spiel. Dieser übernimmt die Einlieferung, die Kosten trägt dann die Krankenkasse des Betroffenen.

Üblicherweise sind bei der Antaris in Stölln mit mittlerweile rund 14.000 Besuchern zwölf Rettungskräfte vor Ort. In diesem Jahr musste aufgrund der großen Hitze aufgestockt werden. Zusätzliche Kosten fallen dafür nicht an, wie Claus Witting, Geschäftsführer des ASB Ortsverbands Rathenow, erklärt. Alle Helfer der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes arbeiten ehrenamtlich. „Wer aber glaubt, dass wir dafür nichts bekommen irrt. Dieser Einsatz bringt uns nämlich sehr viel Erfahrung“, betont Rayk Sommer.

"Todesfälle nicht ungewöhnlich"

Der 37-Jährige ist Festival erprobt. Seit die Antaris 2005 zum ersten Mal in Stölln stattfand, ist er als Helfer dabei. Von 2002 bis 2013 begleitete der Rathenower Notfallsanitäter auch die Großveranstaltung Rock am Ring. Exzessiver Drogenkonsum sei keineswegs ein Antaris-Problem und auch kein Phänomen, das sich auf sogenannte Goas oder Festivals mit elektronischer Musik beschränken ließe. „Wo viele Menschen sind und viele sich berauschen, kommt es auch immer wieder zu Todesfällen. Das ist ein Problem jeder großen Veranstaltung“, so Sommer. „So traurig das ist, ungewöhnlich ist es nicht.“

Wenngleich sich Sommer wünscht, dass die Menschen aufgeklärter sind - die Festival-Besucher zu erziehen sei nicht Aufgabe der Helfer. Unterm Strich muss also der Veranstalter bis zu einem gewissen Grad für die Folgen des Drogenkonsums der Festival-Besucher aufkommen, bestätigt Claus Witting. Deshalb wird das Antaris-Team auch im kommenden Jahr wieder darauf hinweisen, das Drogen nicht toleriert werden.

Von Christin Schmidt

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