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Havelland Antaris-Festival: Wie Rhinow sich auf das Mega-Event vorbereitet
Lokales Havelland Antaris-Festival: Wie Rhinow sich auf das Mega-Event vorbereitet
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12:16 11.07.2018
Tausende Menschen werden sich am Wochenende am Fuße des Gollenbergs einem Bass-Rausch hingeben und die Nacht durchtanzen. Quelle: Christin Schmidt
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Rhinow

Wer durch Rhinow fährt, hat schnell den Eindruck, dass die Uhren in der havelländischen Kleinstadt etwas langsamer ticken. Nur einmal im Jahr wird das Städtchen etwas lauter, bunter und sogar international. Dafür sorgen Tausende Elektro-Jünger, die zum Antaris Festival ins Nachbardorf Stölln strömen.

An diesem Wochenende ist es wieder so weit, ab Freitag werden die ersten schweren Bässe über die Rhinower Berge wummern. „Na klar hören wir die Musik hier, aber es ist nicht so, dass man nicht schlafen kann“, sagt Michael Oppelt gelassen. Er betreibt ein Geschäft an der Rhinower Hauptstraße, in dem es fast alles gibt, was man im Haushalt oder Garten braucht.

Rhinow bereitet sich auf das Antaris Festival vor – so auch Apotheker Klaus Gartschok. Quelle: Christin Schmidt

Wie viele Rhinower war auch Michael Oppelt schon mehrmals auf der Antaris. Ihm gefällt das Festival, wenngleich sein Geschäft davon kaum profitiert. Nur wenn es regnet kommen die Antarier und kaufen Gummistiefel. „Die tanzen dann im Regen weiter“, erzählt der Rhinower. Ansonsten betreten die Festivalbesucher den Laden nur, um nach dem Weg zu fragen.

Ganz anders ist das im Edeka-Markt. „Wir stellen uns jedes Jahr auf die Antaris ein und bestellen dementsprechend vor“, sagt Filialleiterin Elke Nabel. Getränke sowie Obst und Gemüse sind besonders gefragt. „Die Festivalbesucher legen Wert auf Qualität, sie wollen am liebsten Bio-Qualität, auch hochwertige Spirituosen kaufen sie. Die Antaris bedeutet für uns zwar viel Arbeit, aber das macht sich am Ende auch bezahlt“, so die Marktleiterin.

Und wie sind die Menschen drauf, die ein ganzes Wochenende tanzen wollen? „Sehr freundlich! Es gab noch nie Probleme. Ich würde sogar sagen, dass sie geduldiger und gelassener sind als viele einheimische Kunden“, sagt Elke Nabel.

Die ersten Antarier sind bereits angereist und haben sich im Markt eingedeckt. Aber noch ist es ruhig, der große Ansturm folgt am Freitag. „Dann sind die Regale meist deutlich leerer und man muss an der Kasse länger Warten“, erzählt eine junge Frau.

Auch in der Apotheke werden in den nächsten Tagen Festivalbesucher erwartet. „Die meisten fragen nach Ohropax, Mückenspray und Blasenpflaster. Wir erhöhen aber nicht extra den Bestand. Die meisten Gäste decken sich vorab ein“, erklärt Apotheker Klaus Gartschock. Auch er beschreibt die Antaris-Jünger als sehr freundlich. „Man erkennt sie ja auf den ersten Blick und ich muss sagen, es gab nie Probleme. Im Gegenteil, wenn wir ihnen helfen können, zum Beispiel bei kleinen Schnittverletzungen, sind sie sehr dankbar.“

Umsatzsteigerungen hat auch die Tankstelle im Ort zu verzeichnen. Allerdings ist der Verkauf von Zigaretten und anderen Gütern zurückgegangen. „Die versorgen sich dort oben inzwischen zum größten Teil selbst“, weiß der Inhaber.

Von Christin Schmidt

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