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„Antaris-Publikum ist eine große Familie“

DJ Jonas Kersten über das Acker-Festival bei Stölln „Antaris-Publikum ist eine große Familie“

Der gebürtige Hamburger Jonas Kersten alias Goa Jonas aus Hamburg bereist als DJ die ganze Welt. Auch die Antaris-Jünger in Stölln hat er mehrfach zum Tanzen gebracht. Im MAZ-Interview erklärt er, was das Festival auf dem Stöllner Acker besonders macht und wie man vier Tage Bassdröhnung übersteht.

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Quelle: Christin Schmidt

MAZ: Wie sind Sie zur Musik gekommen?
Jonas Kersten: Als ich fünf Jahre alt war, sind meine Eltern mit mir nach Goa in Indien gezogen. Zu dieser Zeit, Anfang der 90er, hatte dort die Goa-Trance-Bewegung ihren Ursprung und so bin ich einfach in diese Szene reingewachsen. 1995, als ich 12 war, habe ich einen der DJs angesprochen und plötzlich fand ich mich zum ersten Mal vor den Decks wieder. Damals haben wir noch Kassetten benutzt. Besonders beeindruckt hat mich die Energie und Euphorie des Publikums. Als DJ kannst Du die Menschen auf eine Reise führen und sie durch unterschiedliche Soundebenen begleiten. Das Gefühl ist einzigartig.

Wann und wo haben Sie zum ersten Mal selbst aufgelegt?
Kersten: Mit 12 habe ich mein erstes Set in Disco Valley in Goa vor zirka 200 Menschen gespielt. Es war morgens um 8 Uhr, die Party lief bereits seit Mitternacht und als ich anfing, hörten plötzlich alle auf zu tanzen. Doch die Verwunderung über den kleinen Jungen an den Decks hielt nicht lange an und so erlebte ich einen unvergesslichen Morgen, der mir ewig in Erinnerung bleiben wird.

Seit wann touren Sie als DJ durch die Welt?
Kersten: Im Sommer 1998 bekam ich zum ersten Mal die Gelegenheit außerhalb von Indien aufzulegen. Ich spielte auf dem Momra Encentro Festival in Spanien und auf dem Boom Festival in Portugal als jüngster DJ in der Goa-Scene. Darauf bin ich sehr stolz.

Wo überall haben Sie Auftritte und bringen die Menschen zum Tanzen?
Kersten: Dieses Jahr werde ich in Deutschland, der Schweiz, Ungarn und Italien auflegen.

Was waren die bisher größten Veranstaltungen für Sie und für wie viele Menschen haben Sie dort aufgelegt?
Kersten: Mein größtes Festival war bisher das Ozora Festival 2014 in Ungarn mit zirka 25000 Besuchern. Das ist schon überwältigend vor so vielen Menschen spielen zu dürfen.

Wie oft haben Sie bereits auf dem Stöllner Flugplatz das Antaris Publikum beglückt?
Kersten: Viermal seit 2007.

Stöllner fliegen gratis

Seit 2005 veranstaltet Uwe Siebert jährlich das Antaris-Festival, das erstmals 1995 bei Fehrbellin stattfand.
Vom 3. bis 6. Juli wird die 21. Antaris gefeiert. Zum 11. Mal beschallen DJs aus aller Welt den Stöllner Acker.
Die Antaris-Reise kostet im Vorverkauf 90, an der Abendkasse 100 Euro. Karten gibt es im Ticketcenter Rathenow oder auf: www.antaris-project.de.
Einwohner der Gemeinde Gollenberg dürfen gegen Vorlage ihres Ausweises gratis mitfliegen, Bewohner des Ländchen Rhinow zahlen 50 Euro für das gesamte Festival.

Was macht die Antaris besonders oder ist es ein Festival wie jedes andere auch?
Kersten: Das Besondere an der Antaris ist das Publikum. Es ist wie eine riesige Familie, die aus der ganzen Welt zusammenkommt und unvergessliche Tage im Grünen verbringt. Man sieht alte Gesichter vereint und jedes Jahr kommen neue dazu. Die Menschen lachen und tanzen zusammen unter freiem Himmel. Es ist eine überaus friedliche Party, zu der alle Nationalitäten aufeinandertreffen. Besonders ist auch die tolle, bunte Crew von Veranstalter Uwe Siebert. Einige sind sogar von Anfang an, also über 20 Jahre, dabei.

Welchen Eindruck haben das Rhinower Ländchen und seine Bewohner auf Sie gemacht?
Kersten: Einen richtig guten. Die Menschen sind sehr höflich und manche kann man sogar als Besucher auf der Antaris treffen.

Was braucht man um vier Tage Antaris in vollen Zügen genießen zu können?
Kersten: Außer einem Zelt und einem Schlafsack braucht man eigentlich nichts, denn alles ist vor Ort.

Was sollte man auf keinen Fall verpassen, wenn man in Stölln feiert?
Kersten: Die Eröffnung des Mainfloors am Samstagabend.

Was war Ihr bisher schönstes Antaris-Erlebnis?
Kersten: Mein schönstes Erlebnis war mein Auftritt im letzten Jahr zum Sonnenaufgang auf der „Großen Bühne.“ Das werde ich nicht so schnell vergessen!

Interview: Christin Schmidt

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