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Havelland Antaris-Tänzer kommen auch im Jahr 2018
Lokales Havelland Antaris-Tänzer kommen auch im Jahr 2018
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00:20 10.11.2017
Antaris-Tänzer dürfen auch 2018 auf den Gollenberg. Quelle: Christin Schmidt
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Stölln

Das Publikum soll wieder international sein. Das Programm vielseitig und unterhaltsam. Die Fans des Antaris-Projektes können auch 2018 im Sommer wieder nach Stölln kommen und auf dem Gollenberg tanzen. Die Gemeindevertretung hat am Montag einstimmig beschlossen, dass die Großveranstaltung vom 13. bis 17 Juli 2018 auf dem Flugplatz am Gollenberg stattfinden kann.

Der Pachtzins steigt deutlich

Veranstalter Uwe Siebert darf den Platz mit seinem Organisationsteam vom 2. bis 20 Juli nutzen. Allerdings zu veränderten Bedingungen. In diesem Jahr zahlte der Veranstalter für Antaris 13 000 Euro Pachtzins an die Gemeinde. 2018 verpachtet sie den Platz für 20 000 Euro. Die Gemeinde ist Eigentümerin des Flugplatzes, den der Flugsportverein Otto Lilienthal mit einem langfristigen Pachtvertrag für den Segelflug, Wettbewerbe, Gästerundflüge und weitere Angebote nutzt. Erstmals – so haben es die Abgeordneten beschlossen – bekommt der Flugsportverein im nächsten Jahr etwas von dem Pachtzins ab, nämlich 5000 Euro. Der Verein soll das Geld für eine umfangreiche Flugplatzsanierung sparen.

Geld für den Flugsportverein

Ebenfalls zugestimmt haben die Abgeordneten am Montagabend, den Flugplatz für Antaris auch im Jahr 2019 zur Verfügung zu stellen. Vorausgesetzt, der Veranstalter ist dann bereit, 25 000 Euro Pacht zu zahlen, von der wiederum der Flugsportverein 5000 Euro zur Platzsanierung bekommen soll. Der Zeitraum der Veranstaltung 2019 wird gesondert vereinbart.

Antaris dauert stets mehrere Tage. Quelle: Christin Schmidt

Allerdings hat der Veranstalter die Möglichkeit, sich 2019 gegen Antaris in Stölln zu entscheiden, wenn ihm die geforderte Pacht zu hoch ist. Allerdings hatte der Veranstalter im September eine Verpachtung des Flugplatzes für nächsten zwei Jahre beantragt um Antaris langfristig planen zu können. Weil die Abgeordneten noch Klärungsbedarf hatten, vertagten sie damals ihre Entscheidung.

Erfolgreiche Gespräche

Die Gemeindevertreter, der Flugsportverein und das Amt Rhinow nutzten den Oktober für Gespräche mit dem Veranstalter. „Alle Probleme wurden berücksichtigt“, sagte Amtsdirektor Jens Aasmann am Montag vor der Beschlussfassung. Die gemeinsam erörterten Probleme betrafen neben der Höhe des Pachtzins vor allem Ordnungsfragen.

Weitere Bedingungen

Vereinbart und von den Abgeordneten beschlossen wurde, dass nach jedem Musikfestival eine gemeinsame Begehung des Flugplatzes und des Umfeldes mit dem Amt und dem Flugsportverein erfolgt. Die Gemeinde verpflichtet den Veranstalter alle durch Antaris verursachten nachweislichen Schäden ohne Aufforderung zu beseitigen.

Tag und Nacht sind die Antaris-Jünger in Aktion. Quelle: Christin Schmidt

Dazu sei man als Veranstalter bereit, erklärte Dirk Poguntke, der im Auftrag des derzeit im Ausland weilenden Uwe Siebert an der Gemeindevertretersitzung teilnahm. Auf seinen Vorschlag, den Pachtzins für 2018 mit nur 16 500 Euro festzusetzen und durch eine Spende aufzustocken gingen die Gemeindevertreter nicht ein. Es blieb bei 20 000 Euro, die Dirk Poguntke schließlich auch ohne weiteren Widerspruch akzeptierte.

Fragen in der Gemeindevertretung

Auch Ingo Dahlmann war einverstanden. Er gehörte zu den Abgeordneten, die im September eine höhere Pacht und vom Veranstalter und eine bessere Beseitigung der Schäden auf dem Festplatz und im Umfeld gefordert hatten. Dahlmann hatte den Beschlussentwurf in die Gemeindevertretung eingebracht. Das Ergebnis der Gespräche mit dem Veranstalter und dessen Zusagen bezeichnete Kilian Mähne, Vorstandsmitglied des Flugsportvereins, als Chance für eine weitere gute Zusammenarbeit.

Wo der Lärm gemessen wird

Wolfgang Nitsche aus Neuwerder war zu der Gemeindevertretersitzung gekommen, um zu erfahren, wie das Ordnungsamt dafür sorgt, dass beim Musikfestival die gesetzlich vorgegebenen Lautstärken eingehalten werden. Bei Westwind sei die Musik von Antaris ziemlich laut, sagte Nitschke. Dazu sagte der Rhinower Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel: „Ein Akustikunternehmen misst die Lärmpegel in den umliegenden Orten und steht im direkten Kontakt mit den DJs auf dem Platz.“ Bei Überschreitung der zugelassen Lautstärke werden die Musik heruntergefahren. In Neuwerder werden zwei Messstellen eingerichtet.

Von Norbert Stein

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