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Anwohner in Angst: Raser immer gefährlicher

Rhinow (Havelland) Anwohner in Angst: Raser immer gefährlicher

Ein zweites Messgerät, das Autofahrern anzeigt, ob sie zu schnell fahren, ist der Wunsch einiger Kommunalpolitiker im Amt Rhinow (Havelland). Allerdings ist nicht belegt, dass ein Anzeigegerät die Autofahrer diszipliniert. Wirklich helfen würden nur mehr Geschwindigkeitskontrollen.

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Den Rasern kann nur mit Geschrindigkeitskontrollen Einhalt geboten werden.

Quelle: Paul Zinken

Amt Rhinow. Entlang der Straße „Am See“ in Hohennauen wurden neue Häuser gebaut. Ein kleines Wohngebiet ist entstanden. In den Häusern wohnen junge Familien, insgesamt sind hier 15 Kinder zuhause. Mit der Erschließung des Wohngebietes vor vier Jahren wurde auch die Straße „Am See“ ausgebaut. Die Straße bereitet den Anliegern zunehmend Sorgen, weil kaum ein Kraftfahrer die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung einhält.

Anwohner haben Angst

„Die Anwohner haben Angst, dass ein Raser eines der Kinder an- oder überfährt“, sagt Gemeindevertreter Michael Hartmann. Das Amt möge eine zweite Geschwindigkeitsmessanzeige anschaffen und in der Straße „Am See“ im Ortsteil Hohennauen aufstellen, war sein Vorschlag auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter von Seeblick.

Entscheidung zum Jahr 2018

Die Anwohner seien auch bereit, sich an die Anschaffungskosten zu beteiligen, erklärte Michael Hartmann weiter. Ob ein zweites Messgerät angeschafft wird, entscheidet der Amtsausschuss mit der Haushaltsplanung 2018. Ein mobiles Messgerät hat das Amt bereits im Frühjahr gekauft und dafür 3500 Euro investiert.

Rhinows Bürgermeister Stefan Schneider (links) mit Amtsdirektor Jens Aasmann an der Messanzeige

Rhinows Bürgermeister Stefan Schneider (links) mit Amtsdirektor Jens Aasmann an der Messanzeige.

Quelle: Norbert Stein

Das Gerät zeigt Kraftfahren die Geschwindigkeit ihres Fahrzeuges an und soll sie animieren, das vorgegebene Tempolimit einzuhalten. Das Gerät wurde zunächst im Bereich der Kita „Knirpsenstadt“ in der Werner-Seelenbinder-Straße in Rhinow aufgestellt. 30 Stundenkilometer sind in diesem Straßenabschnitt zulässig. Ein Auswertung der Messungen hat ergaben, dass rund 80 Prozent der Kraftfahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhielt. Sie rauschten zumeist mit Tempo 50 und mehr an die Kita vorbei.

Angeschafft wurde des mobile Gerät für alle Orte des Amtes Rhinow. Deshalb soll es auch demnächst umgesetzt werden, in die Pareyer Straße nach Hohennauen und dort im Bereich von Kita und Grundschule Geschwindigkeiten anzeigen. Ob das Gerät in Hohennauen ein besseres Ergebnis bewirkt, als Rhinow ist zumindest offen.

„Wenn die beabsichtigte Wirkung ausbleibt macht die Anschaffung eines zweiten Gerätes wenig Sinn“, gab Amtsdirektor Jens Aasmann den Abgeordneten von Seeblick zu bedenken. Kommunalpolitiker und Verwaltung wollen deshalb auch darüber nachdenken, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, Kraftfahrer zur Vernunft zu bewegen. Zum Beispiel, indem man auf der Straße in großen Lettern die Geschwindigkeitsbegrenzung deutlich anzeigt. Allerdings müsste das von der Gemeinde bezahlt werden.

Geschwindigkeitskontrollen helfen immer

Die besten Ergebnisse erzielt die Ordnungsbehörde mit klassischen Geschwindigkeitskontrollen. Die sind zwar bei Autofahrern unbeliebt, haben aber den besten Erziehungseffekt.

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Von Norbert Stein

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