Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Anwohner in Angst: Raser immer gefährlicher
Lokales Havelland Anwohner in Angst: Raser immer gefährlicher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 28.10.2017
Den Rasern kann nur mit Geschrindigkeitskontrollen Einhalt geboten werden. Quelle: Paul Zinken
Anzeige
Amt Rhinow

Entlang der Straße „Am See“ in Hohennauen wurden neue Häuser gebaut. Ein kleines Wohngebiet ist entstanden. In den Häusern wohnen junge Familien, insgesamt sind hier 15 Kinder zuhause. Mit der Erschließung des Wohngebietes vor vier Jahren wurde auch die Straße „Am See“ ausgebaut. Die Straße bereitet den Anliegern zunehmend Sorgen, weil kaum ein Kraftfahrer die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung einhält.

Anwohner haben Angst

„Die Anwohner haben Angst, dass ein Raser eines der Kinder an- oder überfährt“, sagt Gemeindevertreter Michael Hartmann. Das Amt möge eine zweite Geschwindigkeitsmessanzeige anschaffen und in der Straße „Am See“ im Ortsteil Hohennauen aufstellen, war sein Vorschlag auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter von Seeblick.

Entscheidung zum Jahr 2018

Die Anwohner seien auch bereit, sich an die Anschaffungskosten zu beteiligen, erklärte Michael Hartmann weiter. Ob ein zweites Messgerät angeschafft wird, entscheidet der Amtsausschuss mit der Haushaltsplanung 2018. Ein mobiles Messgerät hat das Amt bereits im Frühjahr gekauft und dafür 3500 Euro investiert.

Rhinows Bürgermeister Stefan Schneider (links) mit Amtsdirektor Jens Aasmann an der Messanzeige. Quelle: Norbert Stein

Das Gerät zeigt Kraftfahren die Geschwindigkeit ihres Fahrzeuges an und soll sie animieren, das vorgegebene Tempolimit einzuhalten. Das Gerät wurde zunächst im Bereich der Kita „Knirpsenstadt“ in der Werner-Seelenbinder-Straße in Rhinow aufgestellt. 30 Stundenkilometer sind in diesem Straßenabschnitt zulässig. Ein Auswertung der Messungen hat ergaben, dass rund 80 Prozent der Kraftfahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhielt. Sie rauschten zumeist mit Tempo 50 und mehr an die Kita vorbei.

Angeschafft wurde des mobile Gerät für alle Orte des Amtes Rhinow. Deshalb soll es auch demnächst umgesetzt werden, in die Pareyer Straße nach Hohennauen und dort im Bereich von Kita und Grundschule Geschwindigkeiten anzeigen. Ob das Gerät in Hohennauen ein besseres Ergebnis bewirkt, als Rhinow ist zumindest offen.

„Wenn die beabsichtigte Wirkung ausbleibt macht die Anschaffung eines zweiten Gerätes wenig Sinn“, gab Amtsdirektor Jens Aasmann den Abgeordneten von Seeblick zu bedenken. Kommunalpolitiker und Verwaltung wollen deshalb auch darüber nachdenken, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, Kraftfahrer zur Vernunft zu bewegen. Zum Beispiel, indem man auf der Straße in großen Lettern die Geschwindigkeitsbegrenzung deutlich anzeigt. Allerdings müsste das von der Gemeinde bezahlt werden.

Geschwindigkeitskontrollen helfen immer

Die besten Ergebnisse erzielt die Ordnungsbehörde mit klassischen Geschwindigkeitskontrollen. Die sind zwar bei Autofahrern unbeliebt, haben aber den besten Erziehungseffekt.

Große MAZ-Umfrage zur Fahrsicherheit

Was würde das Autofahren aus Ihrer Sicht sicherer machen? Machen Sie mit bei der MAZ-Leserumfrage zur Sicherheit auf Brandenburgs Straßen und gewinnen ein Ganztags-Fahrtraining im ADAC-Zentrum in Linthe.

Zur MAZ-Umfrage >

Von Norbert Stein

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Premnitz feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Im August 1997 war der Verein gegründet worden, die Feier des Jubiläums findet aber erst beim diesjährigen Chansonabend am 27. Oktober statt. Elf Gäste aus der Region Seine-Tal in Frankreich werden mit dabei sein.

28.10.2017

Sie ist schön, aber wird kaum von den Bürgern angenommen, deshalb soll das Ensemble mit Gutshof Ketzin (Havelland) und Edeka-Markt neu belebt werden. Dafür haben die Ketziner einige Vorschläge gemacht, eine Arbeitsgruppe soll nun über die Details beraten.

28.10.2017

Nachdem der fraktionslose Kommunalpolitiker Roland Mende mit den Stimmen der Zählgemeinschaft aus CDU, SPD und Grünen als Vertreter in den Kita-Ausschüssen abberufen wurde, zog der 65-Jährige Konsequenzen: Er gab seinen Rückzug aus dem Seniorenbeirat der Gemeinde Wustermark (Havelland) bekannt.

25.10.2017
Anzeige