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Havelland Anwohner wehren sich: „Nicht verwahrlost“
Lokales Havelland Anwohner wehren sich: „Nicht verwahrlost“
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15:23 21.02.2018
Hinter dem Fenster unten links soll der Tote gelegen haben. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Noch immer sind die Umstände nicht bekannt, die zu der mutmaßlichen Gewalttat mit Todesfolge im Haus Fontanestraße 5 von Rathenow geführt haben. Sicher ist, dass ein 39-jähriger Mann zu Tode kam und dass ein 38-jähriger Mann als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft sitzt. Staatsanwalt Lange war am Freitag nicht zu erreichen.

Bewohner des Gebäudes, das weit in den hinteren Bereich des Grundstücks reicht, haben begonnen, sich gegen Aussagen zu wehren, es handele sich um ein verwahrlostes Grundstück. „Hier wohnen alles vernünftige Leute“, sagt ein Mieter, der darum gebeten hat, dass sein Name nicht in der Zeitung erscheint. Dass das Gebäude außen mit Graffiti beschmiert sei, könne den Bewohnern doch nicht angelastet werden. Unschöne Geschehnisse der früheren Monate seien allein dem Mieter der Kellerwohnung zuzuschreiben, dessen Tod am Montag entdeckt worden sei.

Die Tür zur Wohnung, die auf der Hofseite liegt, ist versiegelt

Das Fenster zu dem Zimmer, in dem das mutmaßliche Opfer in einer Blutlache gelegen haben soll, ist mit einer leichten Decke zugehängt. Die Tür zur Wohnung, die sich auf der Hofseite befindet, ist versiegelt. „Früher ist dort fast jeden Tag etwas los gewesen“, berichtet der Anwohner. Ein meint Krach, der immer wieder mal so störend für die Mitbewohner wurde, dass sie die Polizei gerufen haben. Der zu Tode gekommene Mieter sei unter dem Namen „Keule“ bekannt gewesen und habe seit etwa einem Jahr dort gewohnt. Er habe an einer Krankheit gelitten und sei keiner geregelten Arbeit nachgegangen.

Der mutmaßliche Täter hat nicht mit in dem Haus gewohnt. Ein Bekannter des Toten sei am Montag auf die verdächtige Situation aufmerksam geworden. Daraufhin wurden Rettungskräfte und Polizei gerufen. Die Feuerwehr habe ein Fenster zur Straße hin geöffnet und dann die Wohnungstür von innen aus unbeschädigt aufgemacht.

Der Vermieter des Hauses sagt, er sei in Berlin gewesen, als das mutmaßliche Verbrechen entdeckt worden sei. Die Polizei habe die Schlüssel der Wohnung genommen, alles versiegelt und mitgeteilt, ein paar Tage sei die Wohnung nicht zu betreten. Wie lange, sei nicht gesagt worden.

Von Bernd Geske

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