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Havelland Arbeiten am Schulsportplatz laufen wieder an
Lokales Havelland Arbeiten am Schulsportplatz laufen wieder an
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02:15 03.03.2017
Ein Großteil der barocken Fundamente ist bereits freigelegt. Nach der Dokumentation durch Archäologen müssen die Hohlräume fachgerecht verfüllt werden. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Nach einer witterungsbedingten Pause laufen die Arbeiten zum Bau eines Schulsportplatzes in der Rathenower Schleusenstraße wieder auf vollen Touren. Bereits Anfang Februar wurde das bei Fundamentarbeiten zutage geförderte Erdreich abtransportiert. Seit der vergangenen Woche sind auch die Archäologen wieder im Einsatz, um die Arbeiten zu begleiten.

Dass bei den Erdarbeiten Fundamente der barocken Neustadt freigelegt wurden, war für den Chefarchäologen Arco Dinter keine große Überraschung. Auf Plänen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kann man gut zu erkennen, dass die Schleusenstraße beidseitig mit Wohnhäusern bebaut war. Während die Häuser auf der westlichen Straßenseite noch stehen, war die barocke Bebauung gegenüber längst verschwunden. Aber die Keller sind eben noch da.

Ihre Existenz ist für den Fortgang der Arbeiten nicht ganz unproblematisch. Nicht so sehr, weil die archäologische Dokumentation die Arbeiten verzögert. Das geht Dinter zufolge relativ schnell und ist bei derartigen Bauvorhaben eingeplant. Problematisch sind die Keller vor allem, weil die Hohlräume im Erdreich komplett verfüllt werden müssen, bevor darüber der Sportplatz angelegt wird. Denn schließlich soll verhindert werden, dass die Sportanlage irgendwann absackt, weil der darunter liegende Baugrund nachgibt.

„Es geht darum, einen stabilen Bodenaufbau hinzubekommen, auf dem die Sportanlage dann sicher ruht“, sagt Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus. Zu diesem Zwecke müssten auch die Kellerböden aufgestemmt und entsorgt werden. Denn ansonsten bestehe die Gefahr, dass sich unterirdisch Wasser ansammele und den Baugrund instabil mache. Außerdem seien die Hohlräume fachgerecht zu verfüllen und zu verdichten, was in den nächsten Wochen geschehen soll.

Die Mauerstrukturen, an denen die Lage der barocken Keller abgelesen werden kann, können indes erhalten bleiben. „Wir dokumentieren, was freigelegt wird“, sagt Dinter. Dann könne mit der Verfüllung begonnen werden.„Was im Boden bleiben kann, bleibt drin.“ Denn die Zeugnisse vergangener Zeiten sollen auch nachfolgenden Generationen zur Verfügung stehen – auch wenn sie unter der Erdoberfläche verschwinden.

Wie bereits erwähnt haben die frei gelegten Keller gleich an der Schleusenstraße den Archäologen nicht gewundert. Und auch die Überreste der Konsum-Bäckerei auf dem hinteren Teil des Grundstücks entsprachen den Erwartungen. Aber dass hinter der eigentlichen Straßenbebauung weitere Fundamente frei gelegt wurden, war zumindest eine kleine Überraschung. Auf den Plänen sei nichts eingezeichnet gewesen, so Dinter. Offenbar habe es sich um eine Art Nebengebäude gehandelt, das nicht offiziell kartiert worden sei. „Ein echter Schwarzbau aus der Barockzeit“, sagt der Archäologe und lacht.

Bis in den April werden sich die Bodenarbeiten auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Gelände hinziehen. Danach kann mit dem Bau der Sportanlage begonnen werden. Mitte Mai soll alles fertig sein. Wenn dann die Weinbergturnhalle wegen der Generalsanierung geschlossen wird, steht den Grundschülern zumindest in den Sommermonaten eine Alternative für den Sportunterricht zur Verfügung.

Weil das Grundstück, das unmittelbar an die Duncker-Oberschule angrenzt, zu klein ist, um einen klassischen Sportplatz mit Rundbahn auf ihm unterzubringen, haben die Planer versucht, das Beste aus dem vorhandenen Raum zu machen. Auf dem Grundstück untergebracht werden: Eine 65 Meter Kunststoffbahn für Kurzsprints, ein Basketballplatz, ein Mehrzweckspielfeld und eine Weitsprunggrube. Für längere Läufe ist eine schmale Kunststoffbahn vorgesehen, auf der die Anlage umrundet werden kann. Diese Bahn soll rund 180 Meter lang werden. 425 000 Euro werden in den Bau der Anlage investiert. Bund, Land und Stadt tragen je ein Drittel der Kosten.

Von Markus Kniebeler

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