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Arbeiten am Technologie-Campus starten 2017

Elstal Arbeiten am Technologie-Campus starten 2017

Am Elstaler Bahnhof wird eines der größten Wirtschafts- und Forschungsprojektes im Landkreis Havelland umgesetzt: Die Geländeuntersuchungen haben begonnen, erste Erdarbeiten für den Bahn-Technologie-Campus erfolgen noch in diesem Jahr.

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Es gibt Überlegungen, im denkmalgeschützten Ringlokschuppen künftig Büros einzurichten.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal. Noch in diesem Jahr soll erstmals Erde auf dem Areal des Bahn-Technologie-Campus Havelland (BTC) in Elstal bewegt werden. Baufeldberäumung nennen es die Fachleute. Zuvor muss der Boden der Gesamtfläche von knapp 34 Hektar auf eine mögliche Kampfmittelbelastung untersucht werden. Das Gebiet um den Elstaler Bahnhof ist Verdachtsfläche, weil im Zweiten Weltkrieg hier Bomben abgeworfen wurden.

„Wir bereiten gerade die Ausschreibung vor. Bereits im Gange ist die Erfassung der Flora und Fauna“, erklärt Andreas Guttschau, Geschäftsführer der BTC GmbH, die im Moment noch aus ihm und einer Mitarbeiterin besteht. Das aber werde sich relativ schnell ändern, wenn die Detailplanungen für den Campus erfolgen und dann im nächsten Jahr die Bauphase beginnt.

Eines der größten Wirtschafts- und Forschungsprojekte im Landkreis Havelland überhaupt wird am Elstaler Bahnhof in den nächsten Jahren realisiert. Andreas Guttschau nennt den Bahn-Technologie-Campus salopp einen „Spielplatz“ für Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Gemeint ist: „Sowohl von der wissenschaftlichen als auch von der praxisbezogenen Seite soll hier alles, was mit Bahntechnik zu tun hat, getestet und erforscht werden“, so der Geschäftsführer.

Universitäten und Technische Hochschulen können mit ihren Studenten vor Ort in Laboren und Hörsälen aktiv sein, Firmen werden beispielsweise erproben, wie Züge mit Wechsel- oder Gleichstrom angetrieben werden oder aus welchem Material Bahnschwellen oder Bremsen für Güterwaggons sein können. Konkrete Verträge seien noch nicht abgeschlossen, aber: „Es gibt einige Interessenten, die am liebsten morgen loslegen würden“, sagt Guttschau. Sicher ist, dass die an der BTC GmbH beteiligte Havelländische Eisenbahn ihren Firmensitz von Spandau nach Elstal verlagern und damit 200 Arbeitsplätze mitbringen wird.

Gesichert ist seit Jahresende 2016 die Finanzierung des Bahncampus. 13,3 Millionen Euro kommen bis 2020 vom Bund und Land aus dem Topf „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. 6,4 Millionen Euro steuert der Landkreis Havelland als Eigenmittel bei. „Wenn es keine bösen Überraschungen vor allem bei der Kampfmittelbeseitigung gibt, sollte das Geld ausreichen“, zeigt sich Andreas Guttschau zuversichtlich.

Der scharfe Start des Millionenprojektes erfolgt 2018. Bis Ende 2019 geht es im Wesentlichen um den Bau der parallel zur Bahnhofstraße verlaufenden etwa 1,4 Kilometer langen Erschließungsstraße im westlichen Teil des Campus-Geländes. „Außerdem wird die schienenseitige Erschließung des Geländes erfolgen, so dass jedes Unternehmen dann einen Zugang zu den Gleisen hat“, erklärt Guttschau. Die BTC GmbH verkauft oder verpachtet die einzelnen Grundstücke anschließend an Firmen und Institutionen. „Die können auf ihren Flächen dann selbst bauen.“

Noch nicht geklärt ist die künftige Nutzung der denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände: Ringlokschuppen, Wasserturm und das jetzige Verwaltungsgebäude am Bahnhof. „Sie bleiben erhalten, aber was genau damit passiert, kann ich nicht sagen“, so der BTC-Geschäftsführer. Eine Idee sei, im Ringlokschuppen Büros einzurichten. Den mehr als 50 Meter hohen Wasserturm, ein Wahrzeichen von Elstal, umzubauen, um ihn möglicherweise für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen, wird teuer.

Im Zuge des Bahn-Technologie-Campus entsteht ein zusätzlicher Parkplatz. Den baut die Gemeinde Wustermark. Er soll den jetzigen P & R-Platz ergänzen, weil die Stellplätze nicht ausreichen. Bis das soweit ist, lässt die Kommune Wustermark in den nächsten Monaten einen provisorischen Parkplatz für 65 Fahrzeuge errichten.

Von Jens Wegener

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