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Arbeiten im Gutspark beginnen im Mai

Buchow-Karpzow Arbeiten im Gutspark beginnen im Mai

Nach historischem Vorbild wird der Gutspark in Buchow-Karpzow (Havelland) wieder hergerichtet. Der Startschuss für die Arbeit fällt Mitte Mai. Langfristig soll auch das Gutshaus so umgebaut werden, wie es 1730 aussah.

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Vom Glanz eines Gutshauses ist in Buchow-Karpzow nichts übrig. Zunächst wird aber der Park umgestaltet.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Buchow-Karpzow. „Der Startschuss für die Neugestaltung des 6200 Quadratmeter großen Gutsparkes in Buchow-Karpzow fällt Mitte Mai“, sagt Wustermarks Bauamtsleiter Wolfgang Scholz. Die erste Ausschreibung im Vorjahr musste aufgehoben werden, weil die Angebote der Baufirmen weit über den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln lagen. Die Kostensteigerungen beziehen sich vor allem auf den Bereich Erdbau, so die Gemeindeverwaltung. Baubetriebe hätten immer öfter Schwierigkeiten, Aushubmaterial bei Deponien und Baustoffaufbereitern los zu werden.

Von der ersten Idee für die Gestaltung des Gutsparkes bis heute sind 18 Jahre vergangen. Anfang 2002 war ein erster Fördermittelantrag abgelehnt worden. Knapp 300 000 Euro will die Gemeinde Wustermark in das Projekt investieren, 167 000 Euro sind Fördermittel. Bisher stehen nur 263 000 Euro im Haushalt bereit, rund 34 000 Euro sollen am kommenden Dienstag von den Gemeindevertretern zusätzlich freigegeben werden.

Geplant ist, die Arbeiten Ende Juli abzuschließen. Dann wäre das Zentrum des Wustermarker Ortsteils wieder top, nachdem 2014 bereits die Parkstraße grundhaft saniert worden war. Jetzt werden die Freiflächen mit allen Anlagen, Lampen, Einrichtungen und Wegen nach dem historischen Bezug und Vorbild wieder hergestellt. Wobei nicht genau bekannt ist, wann der Gutspark angelegt wurde. „Das Gutshaus wurde um 1730 errichtet“, weiß der Buchow-Karpzower Ortsvorsteher Harald Schöne.

Der vorhandene Hauptweg wird befestigt, zwei neue Pavillons aufgestellt, wo sich Familien oder Freunde treffen und sitzen können. Alle Spielgeräte bleiben erhalten, nur etwas umgesetzt. Dazu entsteht im hinteren Bereich ein 120 Meter langer Rundweg, an dem Bänke aufgestellt werden. Auch der jetzige Pavillon bleibt stehen. Lediglich eine Garage und Schuppen einer Privatperson müssen weichen, sie werden an der Parkstraße neu gebaut. Kernstück des neues Gutsparkes wird ein 12 mal 3,5 Meter großes Boule-Feld. Insgesamt werden viel Erde bewegt, das Gelände profiliert und große Rasenflächen angelegt.

Zum Gesamtensemble gehört das für die von Bredow-Familie errichtete und zu DDR-Zeiten umgebaute Gutshaus, in dem es jetzt noch vier Mietwohnungen, einen Aufenthaltsraum für die örtlichen Feuerwehrleute und die Bürgerbegegnungsstätte gibt.

Das Gutshaus wurde um 1730 errichtet

Das Gutshaus wurde um 1730 errichtet.

Quelle: privat

Das Gebäude gehört der Gemeinde Wustermark, verwaltet wird es von der Ketziner Wohnungsbaugesellschaft (GWV). Das Gutshaus möglichst wieder in den Originalzustand zu versetzen, ist der Wunsch der Buchow-Karpzower. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung einen Zeitplan für den Weg dorthin erstellt.

Der reicht von der Erfassung der Gebäudesubstanz und dem Erarbeiten von Gestaltungsvorschlägen für die Fassade in 2017 über einen Architektenwettbewerb ab 2019 bis zum möglichen Baubeginn 2020. Die Gesamtinvestition wird auf 1 Million Euro geschätzt. Fördermittel würde es, wenn überhaupt, nur für die Fassade geben. Die sollen beantragt werden.

Von Jens Wegener

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