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Arbeitsmarkt im Havelland bleibt stabil

Saisongeschäft läuft dank milder Witterung weiter Arbeitsmarkt im Havelland bleibt stabil

Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Havelland bleiben auch im November stabil. Knapp 6170 Menschen – 7,3 Prozent – waren ohne Arbeit. Das sind rund 80 mehr als im Oktober und 366 weniger als im Vorjahresmonat. „Wir sprechen von einem ruhigen November. Das liegt an der milden Witterung“, so Stefan Maciossek von der Arbeitsagentur Neuruppin.

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Saisonarbeit hat weiter Konjunktur.

Quelle: dpa

Havelland/Oberhavel. Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Havelland bleiben auch im November weiter stabil. Knapp 6170 Menschen – 7,3 Prozent – waren ohne Arbeit. Das sind rund 80 mehr als im Oktober und 366 weniger als im Vorjahresmonat. „Wir sprechen von einem ruhigen November. Das liegt an der relativ milden Witterung“, so Stefan Maciossek, stellvertretender Havelland-Bereichsleiter der Arbeitsagentur Neuruppin. Eisige Temperaturen würden sich vor allem auf das Baugewerbe, den Bereich Garten-Landschaftsbau sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe auswirken.

Erst im Dezember und spätestens zum Jahresende erwartet Maciossek daher einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. „Viele befristete Verträge enden saisonal bedingt zum 31. Dezember. Nach der Frostperiode gibt es jedoch erfahrungsgemäß wieder Einstellungen.“ Die Geschäftsstelle Nauen stehe mit einer Quote von 5,6 Prozent weiter an der Spitze des Agenturbezirks.

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In Ankündigung auf Weihnachten wurde im Landkreis im November verstärkt in den Bereichen Lager und Logistik, Verkauf und den kaufmännischen Berufen eingestellt, so der Fachmann. Zudem sei die Nachfrage nach Mitarbeitern seit Jahresbeginn höher als 2014. Bislang gab es rund 4680 offene Stellen, das sind 365 mehr als noch im Vorjahr. Das Mindestlohgesetzt habe laut Maciossek indes weiterhin kaum einen Effekt auf den Arbeitsmarkt.

Eine Mammutaufgabe für die Arbeitsagenturen ist derzeit die schrittweise Integrierung von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt. In aktiver Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungsträgern werden als erste Maßnahme daher verstärkt Deutschkurse angeboten. „Die Sprache ist die wichtigste Voraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Wir stehen in Kontakt mit einigen Firmen, die an einer zukünftigen Zusammenarbeit interessiert wären.“

320 Stunden dauert ein solcher Kurs für gewöhnlich. „Das ist zwar gut, aber reicht lange nicht aus. Wir stehen noch am Anfang“, so Stefan Maciossek. „Es ist ein langwieriger Prozess. Wir müssen zunächst das Potenzial der Menschen erkennen und sie dann dementsprechend fördern.“ Im Havelland wurden im November außerdem knapp 25 Stellen als Betreuer in Asylunterkünften oder als Sachbearbeiter in diesem Bereich geschaffen und besetzt.

Die Arbeitslosenzahlen im Nachbarkreis Oberhavel bleiben ebenfalls robust. Im November hatten rund 7800 Menschen keinen Job. Das sind zwar 16 Arbeitslose mehr, als noch im Oktober, aber 930 weniger als im Vorjahresmonat – ein Spitzenwert. „Der Arbeitsmarkt ist sehr stabil. Seit 24 Monaten in Folge gibt es deutlich weniger Arbeitslose, als in den jeweiligen Vorjahren“, so Christoph Fischedick, Leiter der Oranienburger Arbeitsagentur. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 7,0 Prozent unverändert.

Von Laura Sander

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