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Asyl-Initiative sammelt 665 Unterschriften

Jugendliche machen sich für bessere Unterbringung von Flüchtlingen im Havelland stark Asyl-Initiative sammelt 665 Unterschriften

Die Initiative „Jugend für Asyl“ (Jufa) macht sich für die Integration von Flüchtlingen und gegen Rechtsextremismus im Havelland stark. Am Donnerstag übergaben die Jugendlichen eine Liste mit 665 Unterschriften an Landrat Burkhard Schröder (SPD) und den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreistags Holger Schiebold (CDU).

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Die Jufa-Vertreter übergaben die Unterschriften an den Landrat und den Kreistagsvize.

Quelle: Markus Kollberg

Havelland. Vertreter der Initiative „Jugend für Asyl“ (Jufa) haben am Donnerstag eine Liste mit 665 Unterschriften an den Landrat des Havellands Burkhard Schröder (SPD) und den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreistags Holger Schiebold (CDU) überreicht. Die Jugendinitiative macht sich für die Integration von Flüchtlingen und gegen Rechtsextremismus stark.

„Wir sehr angetan von dem Gespräch beim Landrat, weil wir ernst genommen wurden und auf Augenhöhe geredet haben“, sagte Martin Nguyen (19), einer der Sprecher der Initiative. Im Wesentlichen sollen alle Forderungen der Jufa bezüglich der Unterbringung von Flüchtlingen erfüllt werden. Das beginne bei der Anzahl der Betreuer – man strebt einen Schlüssel von 1:80 an – und endet damit, dass in Nauen am Oberstufenzentrum (OSZ) in der Straße Zu den Luchbergen beispielsweise ein zusätzlicher Koch-Container aufgestellt wird. „Abgesehen von dem von Jufa ursprünglich geforderten Betreuungsschlüssel von 6 zu 100, den der Landkreis so nicht erfüllen kann, gab es zu den weiteren Erwartungen der Initiative an den Landkreis keinen Dissens“, sagte Burkhard Schröder.

Vor zwei Wochen hatte die Jugendinitiative einen offenen Brief an den Landrat und die Mitglieder des Kreistags formuliert (MAZ berichtete). Kurz zuvor hatte der Landkreis verkündet, dass bis zu 150 Asylbewerber in der Turnhalle des OSZ unterbringen werden sollen. Die Jufa bedauert das, wenngleich sie die „Alternativlosigkeit“ einer Notunterkunft anerkennt. „Ohne eine solche Unterkunft wäre es unmöglich, die ankommenden Flüchtlinge im Landkreis Havelland unterzubringen“, sagt Martin Nguyen.

Trotzdem wollen sich die Jugendlichen für die Geflüchteten einsetzen. Unter anderem fordern sie eine hinlängliche medizinische und psychologische Betreuung der Asylbewerber, einen permanenten Wachschutz sowie eine vollwertige und der Religion entsprechende Verpflegung. Zudem fordern sie die Unterkunft möglichst schnell wieder zu schließen und weitere Unterkünfte durch eine langfristige Planung zu verhindern. Burkhard Schröder erklärte dazu, dass bei dem erwarteten Zustrom von Flüchtlingen, selbst bei ausreichender Vorplanung, Notunterkünfte nicht grundsätzlich vermeidbar sind.

„Wir zeigen, wie die Jugend im Havelland denkt und dass sie an der Politik teilhaben möchte“, sagt Martin Nguyen. Ende des Jahres soll es ein weiteres Treffen mit dem Landrat geben.

Von Philip Häfner

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