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Asylbewerberheim wird wieder aufgemacht

Premnitz Asylbewerberheim wird wieder aufgemacht

Das Asylbewerberheim an der Alten Waldstraße in Premnitz soll zu Beginn des neuen Jahres wieder bezogen werden. Es hat eine Kapazität von 83 Plätzen. Im Juli 2014 hatte deren Erstbelegung mit Flüchtlingen begonnen, im August 2016 wurde es wegen anstehender Reparaturarbeiten leergezogen.

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Ruhe herrscht derzeit noch am Eingang der Unterkunft. Das soll sich aber bald ändern.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Zum Beginn des neuen Jahres will der Landkreis anfangen, die Gemeinschaftsunterkunft an der Alten Waldstraße in Premnitz wieder mit Flüchtlingen zu belegen. Im Januar, spätestens Februar wird es so weit sein. Wie Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) den Stadtverordneten mitteilte, hat er das gemeindliche Einvernehmen dazu erteilt. Welche Personengruppen untergebracht werden sollen, stehe derzeit noch nicht fest. Er gehe davon aus, so der Bürgermeister, dass es sich vorwiegend um einzelne Personen handeln werde.

Einige der im Landkreis vorhandenen Asylbewerberunterkünfte seien in der Unterhaltung sehr teuer, erklärte Ralf Tebling, ein Beispiel dafür sei die Containersiedlung bei Schönwalde. Die Heime am Birkenweg und am Grünauer Weg in Rathenow sowie an der Alten Waldstraße in Premnitz könnten viel wirtschaftlicher betrieben werden.

Die meisten Flüchtlinge sind aus Syrien, derzeit sind es 73 Personen

Der Bürgermeister hat den Stadtverordneten auch eine Statistik vorgelegt, wie viele ausländische Staatsangehörige gegenwärtig in Premnitz gemeldet sind. Es sind 276 Personen aus 28 Ländern. Bei zehn von ihnen ist die Herkunft bislang noch ungeklärt. Am stärksten vertreten sind Flüchtlinge aus Syrien mit 73 Personen, es folgen Afghanistan mit 49 Personen, die russische Föderation mit 36 und der Iran mit zwölf. Zwar keine Flüchtlinge, aber aufgrund ihrer Anzahl doch wichtig zu nennen, sind 18 Personen aus Polen.

Die Gemeinschaftunterkunft an der Alten Waldstraße hat früher die Betriebsberufsschule des Chemiefaserwerks beherbergt und später eine allgemeine Förderschule. Die Immobilie ist Eigentum des Landkreises und war zuletzt längere Zeit ungenutzt. Nach vorbereitenden Umbauarbeiten begann der Landkreis im Juli 2014 erstmals die Belegung mit Flüchtlingen. Das Gebäude hat eine Kapazität von 83 Plätzen, bereits im Oktober des Jahres war es voll belegt.

36 Flüchtlinge wohnten noch im Heim, als der Landkreis am 12. August 2016 mit dem Leerziehen begann. Sie zogen damals um in die Unterkünfte am Birkenweg und am Grünauer Weg in Rathenow und in die Unterkunft am Waldemardamm in Nauen. Als Begründung für die Räumung nannte der Landkreis damals anstehende Baumaßnahmen im Innen- und Sanitärbereich. Es handele sich um Klein- und Schönheitsreparaturen, die aufgrund des hohen Personendurchsatzes erforderlich geworden seien. Damals hieß es noch, die Bauarbeiten sollten im Herbst abgeschlossen sein. Danach sei ein Rückzug der Bewohner in die Unterkunft vorgesehen.

Gemeinschaftsunterkunft an der Alten Waldstraße

Erstmals bezogen wurde die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber an der Alten Waldstraße im Juli 2014.

Sie hat eine Kapazität von 83 Plätzen und war bereits im Oktober 2014 voll belegt.

Im August 2016 begann der Landkreis mit dem Leerziehen der Unterkunft. Zu diesem Zeitpunkt haben dort noch 36 Flüchtlinge gewohnt.

Zunächst wurde mitgeteilt, das Gebäude soll in wenigen Wochen wieder bezogen werden.

Gebäude und Grundstück befinden sich im Eigentum des Kreises.

Früher war dort die Betriebsberufsschule des Chemiefaserwerkes, danach eine Förderschule.

Deutschlandweite Aufmerksamkeit richtete sich auf Premnitz, als es im September 2013 einen Brandanschlag auf die Tür der damals noch unbewohnten Unterkunft gab.

Daraus ist dann aber nichts geworden. Im Dezember 2016 ließ der Landkreis wissen: Aufgrund der rückläufigen Asylbewerberzahlen solle die Premnitzer Unterkunft bis auf Weiteres nicht mehr betrieben werden. Ende 2016 waren auch die Sicherheitskräfte abgezogen worden, die das Gebäude zuvor rund um die Uhr bewachten.

Im September 2013 war die damals noch gar nicht bezogene Unterkunft deutschlandweit in die Schlagzeilen geraten, weil es einen nächtlichen Brandanschlag auf dessen Tür gab. Ein Wachschutzmitarbeiter hatte das Feuer aber früh entdeckt. Im Januar 2014 fasste die Polizei die Täter. Es waren ein 17- und ein 20-Jähriger aus Premnitz.

Von Bernd Geske

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