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Havelland Asylgegner bezeichnet USA als „Pest der Welt“
Lokales Havelland Asylgegner bezeichnet USA als „Pest der Welt“
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21:41 24.11.2015
Robert Güse moderierte die Veranstaltung des Aktionsbündnisses auf dem Schleusenplatz. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Es war bitterkalt, als um 18 Uhr auf dem Schleusenplatz das Bühnenprogramm startete. Doch es dauerte nicht lange, die Herzen der Zuschauer zu erwärmen: Musik war das Heizmittel. Mitglieder des Chors Wolsier brachten die rund 250 Menschen in Stimmung, die sich am Denkmal des Großen Kurfürsten eingefunden hatten, um ein Zeichen zu setzen für einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen und Schutzsuchenden.

Das Aktionsbündnis „Rathenow zeigt Flagge“ hatte zu der Kundgebung aufgerufen, die wie in den Wochen zuvor unter dem Motto „Mit Herz statt Hetze“ stand. „Wir wollen ein Zeichen setzen für Weltoffenheit und Toleranz“, sagte Robert Güse vom Aktionsbündnis, der die Veranstaltung moderierte. „Wir wollen zusammenstehen, unabhängig von Herkunft und Religion.“ Die folgenden musikalischen Beiträge trugen diese Botschaft unter die Zuschauer. „Die Gedanken sind frei“ stimmten die Wolsierer Chorsänger an – und das Publikum stimmte, erst zaghaft, dann selbstbewusster ein.

Während auf dem Schleusenplatz die Veranstaltung bereits in vollem Gange war, formierte sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Gegenentwurf. Schwarz-Rot-Gold waren die bestimmenden Farben, die rund 500 Anhänger des asylkritischen Bürgerbündnisses Havelland hatten sich mit Deutschlandfahnen gewappnet auf dem Edwin-Rolf-Platz eingefunden, um ihren Unmut über den offiziellen Umgang mit dem Flüchtlingszustrom kundzutun.

Deutschlandfahnen bei den Asylgegnern. Quelle: B. Geske

Redner bezeichnet USA als „Pest der Welt“

Christian Kaiser aus Rathenow, Gründer des Bürgerbündnisses, wiederholte die Kernforderung der Bewegung: den Stopp unkontrollierter Zuwanderung. Als Gastredner trat der Hannoveraner Aktivist Curd Schumacher auf, der bereits auf diversen Pegida-Veranstaltungen als Redner aufgetreten war. Der Mann mit dem Vollbart spielte die patriotische Karte. „So ’ne kleine Stadt, so viele Patrioten“, sagte er. Und lieferte die Systemkritik gleich hinterher. 25 Jahre westlicher Gehirnwäsche hätten in Rathenow offenbar nichts bewirkt. Überhaupt hatte Schumacher es auf die herrschende Klasse abgesehen. Bundestagsdebatten bezeichnete er als „trockene Kacke“, die USA als „Pest der Welt“.

Die Redner beider Kundgebungen vermieden direkte Provokationen

Wer sich ein bisschen von dem Redner entfernte, dem wurde eine ungewöhnliche Sinneserfahrung zuteil. Während Schumacher mitten in seiner antiwestlichen Suada steckte, klangen von der gegenüberliegenden Straßenseite afrikanische Klänge einer Premnitzer Musikgruppe herüber.

Die Redner beider Kundgebungen waren am Dienstagabend sichtlich bemüht, die Gegenseite nicht zu provozieren. „Wir stehen für Meinungsfreiheit und Toleranz“, hatte Robert Güse gesagt. Das schließe auch jene Menschen auf dem Märkischen Platz ein. Und auch Christian Kaiser beschwor seine Anhänger, ihre Meinung friedliche zu artikulieren. Die unzähligen Polizeibeamten, welche herbeigeordert worden waren, um die beiden Veranstaltungen abzusichern, verlebten einen ausgesprochen ruhigen Abend.

Das Bürgerbündnis kündigte an, seine Aktivitäten fortzusetzen. Wann genau demonstriert wird und ob das Aktionsbündnis „Rathenow zeigt Flagge“ auch wieder aktiv wird, wird sich in den kommenden Tagen klären.

Von Markus Kniebeler

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